Entscheidung in Mailand: Wolfsburg scheitert am letzten Hindernis
Die Frauenfußball-Mannschaft des VfL Wolfsburg hat das Ticket für die Champions League verpasst. Im Rückspiel der Qualifikation bei Inter Mailand verloren die Wolfsburgerinnen nach 120 Minuten mit 1:3 (1:1, 0:1) und unterlagen anschließend im Elfmeterschießen mit 4:5. Damit endete der internationale Weg trotz eines 2:0-Sieges im Hinspiel.
Bei sommerlichen Temperaturen von über 30 Grad gelang dem VfL in der ersten Halbzeit nur wenig Offensives; Inter ging durch einen Treffer von Elisa Bartoli in der 39. Minute in Führung. Erst in der zweiten Hälfte steigerten sich die Gäste und erspielten sich Möglichkeiten. Die Einwechslung von Lina Magull, die im Hinspiel verletzt gefehlt hatte, erfolgte rund eine Stunde nach Anpfiff.
Elisa Polli brachte Inter in der 84. Minute mit ihrem Treffer auf 2:0 und zwang die Partie in die Verlängerung. Dort sorgte Weronika Arasniewicz in der 111. Minute für Hoffnung, als sie eine Flanke von Huth ins Tor bugsierte und für den deutschen Vizemeister anschob. In der Schlussphase der Verlängerung stellte Marija Milinkovic in der 120.+1. Minute jedoch auf 3:1 und entschied die Partie vor dem Strafstoßschießen.
„Das Aus für die Königsklasse.“
Im entscheidenden Elfmeterschießen parierte Inter-Torhüterin Cecilia Ran Runarsdottir den Versuch von Mara Alber, bevor Ivana Andres den entscheidenden Treffer für Inter verwandelte. Mit dem 4:5 im Elfmeterschießen war das Weiterkommen für die Italienerinnen besiegelt.
Folgen für den VfL und die Perspektive
Der Ausschluss aus der Champions League bedeutet für den VfL nicht nur den Ausfall von sportlichen Herausforderungen auf höchster Ebene, sondern auch finanzielle und planungstechnische Auswirkungen. Für Spielerinnen, Trainerstab und Fans endete die Saisonvorbereitung mit einer Enttäuschung, die die Prioritäten im weiteren Verlauf der Spielzeit beeinflussen dürfte.
- Rückspiel-Ergebnis: Inter – VfL 3:1 n.V. (4:5 i.E.)
- Hinspiel: VfL 2:0
- Schlüsselereignis: Paraden von Cecilia Ran Runarsdottir und der späte Treffer von Marija Milinkovic
Für die Spielerinnen steht nun die unmittelbare Reaktion im Vordergrund: die Rückkehr in den Ligaalltag und die Konzentration auf nationale Wettbewerbe. Die Mannschaft hat trotz der Enttäuschung gezeigt, dass sie in engen Phasen konkurrenzfähig ist; ob dies langfristig reicht, wird sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen.
Ein Blick nach Italien: Spielverlauf und Personal
| Spiel | Ergebnis |
|---|---|
| Hinspiel | VfL Wolfsburg 2:0 Inter Mailand |
| Rückspiel | Inter Mailand 3:1 n.V. (4:5 i.E.) |
Im Rückspiel bei Inter fehlten Wolfsburg längere Phasen, um die offensiven Akzente des Hinspiels zu bestätigen. Die Partie wies mehrere Wendungen auf: Führung durch Inter vor der Halbzeit, Ausgleich und Chancen in Durchgang zwei, ein spätes Tor von Polli und schließlich die dramatische Verlängerung mit dem späten Gegentreffer.
Für die Fans in Wolfsburg bleibt die Erinnerung an ein emotionales Duell, das trotz Vorsprung im Hinspiel nicht zum Einzug in die Champions League reichte. Die Vereinsleitung und der sportliche Bereich werden nun die Lehren aus der Qualifikation ziehen und die Konsequenzen für Kaderplanung und Saisonziele prüfen.
Die Wolfsburger Mannschaft tritt in den kommenden Tagen die Rückreise an und richtet den Blick auf die nächsten Aufgaben im nationalen Wettbewerb, während Inter Mailand in die Königsklasse einzieht.