Schusswaffengebrauch nach Messerangriff: Lage in Hannover unter Kontrolle
Bei einem Einsatz in Hannover-Vahrenwald haben Polizeibeamte am Montagabend auf eine 30 Jahre alte Frau geschossen, die zuvor mit zwei Messern auf die Einsatzkräfte zuging. Die Frau wurde dabei laut Polizei verletzt und zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr bestand nach Angaben der Ermittler nicht. Der Vorfall steht im Zusammenhang mit einer zuvor angezeigten Gewalttat und dem Verschwinden aus einer psychiatrischen Einrichtung.
Nach den bisherigen Erkenntnissen war die Frau kurz vor dem Einsatz als abgängig aus einer Einrichtung in Langenhagen gemeldet worden. Zeugenaussagen hatten die Polizei informiert, dass eine Person mit einem Messer im Bereich der Vahrenwalder Straße unterwegs sei. Die alarmierten Einsatzkräfte trafen die Frau an, als sie fußläufig in Richtung Innenstadt ging.
Die Beamten forderten die Frau wiederholt auf, stehenzubleiben und sich kontrollieren zu lassen. Als die Aufforderungen nicht befolgt wurden und die Frau plötzlich ein Messer zog, setzten die Polizisten zunächst Pfefferspray ein. Aufgrund der weiteren Bedrohungslage — die Frau hielt offenbar zwei Messer — blieb der Reizstoffeinsatz wirkungslos, hieß es in einer Mitteilung.
„Da sie trotz Androhung eines Schusswaffeneinsatzes nicht stoppte, gaben die Beamten mindestens einen Schuss ab.“
Nach dem Schusswaffengebrauch sei die Frau laut Polizei verletzt und handlungsunfähig gewesen. Die Einsatzkräfte brachten sie daraufhin unter Kontrolle. Rettungskräfte transportierten die 30-Jährige in ein Krankenhaus. Der Kriminaldauerdienst hat die Ermittlungen übernommen; weitere Details zum Einsatzverlauf und den Hintergründen können derzeit nicht mitgeteilt werden, solange die Untersuchungen laufen.
Bekannter Vorfall am Wochenende
Nach Angaben der Polizei steht die Frau bereits im Zusammenhang mit einer weiteren Gewalttat: Am Abend des 18. Oktober soll sie im Bereich der Vahrenwalder Straße einen Mann mit einem Messer attackiert haben. Dabei blieb das Opfer unverletzt. Aufgrund ihres Zustands war die Frau daraufhin in eine psychiatrische Einrichtung gebracht worden, aus der sie kurz vor dem Einsatz flüchtete.
- Ort: Vahrenwalder Straße, Hannover
- Betroffene Person: 30-jährige Frau
- Maßnahme: Pfefferspray, anschließend Schusswaffengebrauch
- Folge: Transport der Frau ins Krankenhaus; Ermittlungen durch den Kriminaldauerdienst
| Ereignis | Datum/Zeit |
|---|---|
| Messerangriff (angezeigt) | 18. Oktober, Abend |
| Flucht aus psychiatrischer Einrichtung | Kurz vor dem Einsatz am Montagabend |
| Polizeieinsatz mit Schusswaffengebrauch | Montagabend (konkrete Uhrzeit nicht veröffentlicht) |
Die Polizei betont, dass zum jetzigen Zeitpunkt wegen der laufenden Ermittlungen keine weiteren Angaben zum Ablauf und den Hintergründen gemacht werden können. Der Einsatz löste in dem betroffenen Stadtteil sichtbare Aufmerksamkeit aus; Augenzeugen hatten die Behörden alarmiert, weil sie eine bewaffnete Person in der Straße beobachteten.
Für die Bevölkerung bestehen nach Angaben der Einsatzkräfte derzeit keine weiteren Gefahrenhinweise. Die Ermittlungen des Kriminaldauerdienstes sollen klären, in welcher Reihenfolge die einzelnen Handlungen stattgefunden haben und ob die Anwendung der Schusswaffe den rechtlichen Vorgaben entsprach. Solche Prüfungen gehören bei jeder Verwendung von Schusswaffen durch Polizeibeamtinnen und -beamte zum Standardverfahren.
Die Verwendung des Zwangs- und Schutzmittels Pfefferspray war nach Polizeiangaben mehrfach versucht worden, zeigte jedoch keine Wirkung. Gründe dafür nennt die Behörde bislang nicht näher; die laufenden Ermittlungen schließen Aussagen zum genauen Einsatzverlauf aus.
Weitere Informationen werden von der Polizei erwartet, sobald die Ermittlungen abgeschlossen sind und Details veröffentlicht werden können.