Im Viertelfinale des Niedersachsenpokals kommt es zu einer Begegnung mit regionaler Brisanz: Der Titelverteidiger Lüneburger SK Hansa trifft auf den Oberligisten SC Spelle-Venhaus. Die Paarung wurde am Freitagabend vom Niedersächsischen Fußballverband gezogen und ist für das erste Oktober-Wochenende vorgesehen. Für Spelle bedeutet das ein Heimspiel im Getränke Hoffmann Stadion.
Wunschlos glücklich – Spelle erhält das Heimrecht
Der SC Spelle-Venhaus, der in der Oberliga spielt, freute sich über die Auslosung. „
Wir freuen uns total auf dieses Spiel“, sagte Sportlicher Leiter Tobias Harink in einer ersten Reaktion. Der Verein verfolgt im Pokal seit Jahren das Ziel, sich erstmals für den DFB-Pokal zu qualifizieren; deshalb hat das Weiterkommen einen hohen Stellenwert. „
Wir wollen sehr weit kommen“, ergänzte Harink.
Sportlich gesehen sind die Emsländer gewarnt: Mit dem Lüneburger SK Hansa kommt ein erfahrener und erfolgreicher Gegner nach Spelle. Für die Gastgeber ist das Duell nicht nur Prestige, sondern auch eine Chance, die eigenen Ambitionen in einem überregional wahrgenommenen Wettbewerb zu untermauern.
Konsequenzen für den Spielplan
Weil das Viertelfinale auf das erste Oktober-Wochenende fällt, könnte sich für den SC Spelle-Venhaus eine Änderung im Ligaspielplan ergeben. Das für den 2. Oktober angesetzte Punktspiel gegen den TuS Bersenbrück dürfte verschoben werden, teilte der Club mit. Damit entstehen organisatorische Aufgaben für beide Vereine sowie für den Verband, etwa betreffend Stadionlogistik, Schiedsrichteransetzungen und Zuschauerinformationen.
Weg ins Viertelfinale
Spelle qualifizierte sich für das Viertelfinale mit einem knappen 1:0-Sieg gegen den aktuellen Oberliga-Spitzenreiter Heeslinger SC. Den Treffer erzielte der eingewechselte Jan Popov, womit der SCSV seine Ambitionen unterstrich. Heeslinger SC führt die Tabelle aufgrund der besseren Tordifferenz knapp vor den punktgleichen Emsländern.
Lüneburg zog nach einem dramatischen Achtelfinale nach: Beim SC Hemmingen-Westerfeld setzten sich die Lüneburger mit 5:3 im Elfmeterschießen durch und verteidigten damit ihren Platz unter den letzten Acht.
- Austragungszeitraum: erstes Oktober-Wochenende
- Austragungsort: Getränke Hoffmann Stadion (Spelle)
- Wichtige Folgen: möglicher Terminänderung für das Punktspiel Spelle vs. TuS Bersenbrück am 2. Oktober
| Viertelfinale | Heim | Gast |
|---|---|---|
| Spiel 1 | SC Spelle-Venhaus | Lüneburger SK Hansa |
| Spiel 2 | STK Eilvese | SV Wilhelmshaven |
| Spiel 3 | BW Lohne | BW Rehden |
| Spiel 4 | 1. FC Germania Egestorf-Langreder | TuS Bersenbrück |
Die übrigen Begegnungen im Viertelfinale sind ebenfalls regional interessant: Bezirks- und Ligakonkurrenten sowie ambitionierte Amateure treffen auf- undeinander, was den Wettbewerb weiterhin attraktiv für Zuschauer und Sponsoren macht.
Für die Stadt Lüneburg bedeutet die Partie außerhalb der Heimatstadt vor allem mediale Aufmerksamkeit und die Möglichkeit, den Verein bei seiner Titelverteidigung zu beobachten. Für Fans des LSK dürften Auswärtsfahrten, Fahrgemeinschaften und Kartenanfragen in den kommenden Tagen Thema werden.
Organisatorisch stehen nun Termine, Ticketverkauf und Sicherheitskonzept im Vordergrund. Beide Klubs sowie der Verband werden voraussichtlich zeitnah genauere Ansetzungen und Modalitäten bekanntgeben. Bis dahin bleibt die Auslosung ein sportlicher Höhepunkt der laufenden Saison, der die Bedeutung des Niedersachsenpokals für den Amateur- und Semi-Profi-Fußball in der Region unterstreicht.
Als Lokalnachricht bleibt abzuwarten, ob die geplante Ligapartie zwischen Spelle und Bersenbrück tatsächlich verlegt wird und wie viele Lüneburger Anhänger die Reise nach Spelle antreten. Eines ist sicher: Das Duell zwischen Titelverteidiger und ambitioniertem Oberligisten verspricht Spannung.