In Bremen-Neustadt ist am Sonntagmittag ein 42 Jahre alter Mann durch einen Schuss in das Bein schwer verletzt worden. Die Tat ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 12 Uhr im Ortsteil Huckelriede. Rettungskräfte versorgten den Verletzten vor Ort, anschließend brachte ein Rettungswagen ihn in ein Krankenhaus.
Lage und Ermittlungsstand
Nach ersten Informationen bestand zwischenzeitlich Lebensgefahr für den Mann. Ein Polizeisprecher teilte später mit, der Verletzte sei inzwischen außer Lebensgefahr. Die Einsatzkräfte sicherten den Tatort, fanden mehrere Projektile und befragten mehrere Zeugen. Festnahmen gab es zunächst nicht.
Die Ermittler gehen davon aus, dass sich Täter und Opfer kannten. Ob es in der Folge einen Streit gegeben hat, wird derzeit noch geprüft. Unklar bleibt zudem, wie viele Personen an der Tat beteiligt waren.
„Zwischenzeitlich bestand Lebensgefahr, doch inzwischen sei der Mann außer Lebensgefahr“,
so ein Polizeisprecher in einer ersten Stellungnahme.
Fahndungsmaßnahmen und Unterstützung
Die Fahndung nach den Tätern läuft weiter. Zur Unterstützung sind nach Angaben der Polizei auch Einsatzkräfte aus Niedersachsen hinzugezogen worden. Bei einer Kontrolle hielt die Polizei zwischenzeitlich einen Linienbus an und durchsuchte ihn; dies führte jedoch nicht zu einer Festnahme.
Die Spurensicherung arbeitete am Tatort, und die Beamten werteten Zeugenaussagen aus. Die Polizei bittet weitere Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich zu melden. Konkrete Hinweise zu einer möglichen Tatwaffe oder zu Fluchtrichtungen wurden bislang nicht öffentlich gemacht.
Einordnung: Serie von Schussereignissen in Bremen
Ob der Angriff in der Neustadt in Verbindung steht mit einer Reihe von Schusswaffenangriffen in Bremen, ist Gegenstand der Ermittlungen. In den vergangenen Monaten hatte es in mehreren Stadtteilen, besonders in der Neustadt, Schießereien gegeben; dabei wurden mehrere Menschen verletzt, in einem Fall kam ein Mensch ums Leben. Die Ermittler sehen zwischen einzelnen Fällen mögliche Verbindungen, in mindestens einem Fall wurde bereits ein Verdächtiger gefasst.
Vor dem Hintergrund dieser Vorfälle kündigte die Polizei an, ein Sicherheitskonzept für die Neustadt zu erarbeiten. Öffentlich geäußerte Sorge und Verunsicherung in der Nachbarschaft sind Faktoren, die in die Ausgestaltung des Konzepts einfließen sollen.
Auswirkungen vor Ort
Am Tatort reagierte die Familie des Opfers aufgebracht; Einsatzkräfte mussten Angehörige beruhigen, wie Polizeiberichte berichten. Für Anwohner der Neustadt bedeuten die wiederholten Vorfälle eine spürbare Beeinträchtigung des Sicherheitsgefühls.
Konkrete Hinweise zu Sperrungen oder Verkehrseinschränkungen lagen zunächst nicht vor. Die Polizei wies darauf hin, dass Vorermittlungen und Spurensicherung einige Stunden dauern können und rief dazu auf, die Ermittlungen nicht durch Spekulationen in sozialen Medien zu behindern.
- Tatzeit: Sonntagmittag, gegen 12 Uhr
- Ort: Stadtteil Huckelriede, Neustadt, Bremen
- Opfer: 42-Jähriger, Schuss ins Bein, zwischenzeitlich außer Lebensgefahr
- Ermittlungsstand: Täter flüchtig, mehrere Projektile sichergestellt, Zeugenbefragungen laufen
| Aspekt | Bekannter Stand |
|---|---|
| Lebensgefahr | Zwischenzeitlich bestanden Anzeichen, inzwischen außer Lebensgefahr |
| Verdächtige | Keine Festnahmen, Tatverdächtige auf freiem Fuß |
| Zusammenhang mit Schussserie | Unklar; wird geprüft |
Die Polizei will die Ermittlungen in alle Richtungen führen. Hinweise aus der Bevölkerung sind nach wie vor eine wichtige Grundlage, um Tatablauf und Motive zu klären sowie mögliche Tatbeteiligte zu identifizieren. Wer in der Umgebung des Tatorts am Sonntagmittag Wahrnehmungen gemacht hat, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden.
Die Wiederholung von Schusswaffenvorfällen in Bremen stellt die Sicherheitsbehörden vor Herausforderungen. Neben der Aufklärung einzelner Delikte spielt die Prävention eine Rolle: Das angekündigte Sicherheitskonzept für die Neustadt soll sowohl sichtbare Polizeipräsenz als auch präventive Maßnahmen enthalten, heißt es aus Polizeikreisen. Konkrete Maßnahmen und ein Zeitplan stehen noch aus.