Großauftrag für FTTH: GSG-Bestand wird vollständig mit Glasfaser versorgt
Die GSG OLDENBURG Bau- und Wohngesellschaft mbH und die Glasfaser NordWest GmbH & Co. KG haben einen Gestattungsvertrag geschlossen, der den flächendeckenden Glasfaserausbau im gesamten Eigenbestand der städtischen Wohnungsgesellschaft vorsieht. Betroffen sind nach Unternehmensangaben rund 8.200 Wohn- und Gewerbeeinheiten; hinzu kommen weitere Bestandsteile, die von Dritten verwaltet werden. Der Ausbau ist als Vollausbau bis in die Wohnung (FTTH) im zukunftssicheren 4‑Faser‑Modell geplant und soll bereits 2026 beginnen.
Was der Vertrag für Mieterinnen und Mieter bedeutet
Mit dem Zuschlag gewinnt Glasfaser NordWest einen der größten wohnungswirtschaftlichen Partner in Oldenburg. Die GSG ist das größte Immobilienunternehmen innerhalb des Stadtgebiets und vermietet nach eigenen Angaben etwa jede neunte Wohnung in Oldenburg. Ziel ist, sämtliche Einheiten des Eigenbestands vollständig mit Glasfaseranschlüssen zu versorgen. Das 4‑Faser‑Modell sieht vor, pro Wohneinheit statt üblicherweise zwei gleich vier Glasfasern zu verlegen, wodurch höhere Kapazitäten und Redundanzen möglich werden.
- Betroffene Einheiten: rund 8.200 im Eigenbestand
- Zusatzbestand: weitere rund 2.000 Einheiten in Fremdverwaltung
- Pilotphase: rund 60 Adressen mit knapp 450 Wohn‑ und Geschäftseinheiten bereits ausgebaut
- Beginn: Auskundung der ersten Gebäude im Jahr 2026; sukzessive Umsetzung
Vorlauf und technische Ausrichtung
Dem Vertrag war ein Pilotausbau vorangegangen: An etwa 60 Adressen wurden knapp 450 Wohn‑ und Geschäftseinheiten getestet. Nach Angaben der Vertragspartner verlief die Zusammenarbeit mit den Ausbaupartnern konstruktiv und bildete die Grundlage für die Entscheidung. Die Ausschreibung für den FTTH‑Ausbau im GSG‑Bestand war Anfang 2026 gestartet; Glasfaser NordWest erhielt den vollständigen Zuschlag.
„Mit der Vereinbarung machen wir einen weiteren Schritt, um zahlreiche Haushalte in Oldenburg mit leistungsstarken Glasfaseranschlüssen zu versorgen“, so die Mitteilung der beteiligten Unternehmen.
Lokale Folgen und Perspektiven
Für Mieterinnen und Mieter bedeutet der Ausbau vor allem einen langfristigen Wertzuwachs ihrer Wohnungen durch zeitgemäße digitale Infrastruktur. Für die Stadt Oldenburg ist der Vertrag ein weiterer Baustein beim Ausbau leistungsfähiger Breitbandnetze. Die Entscheidung, eine Premium‑Bauweise mit vier Glasfasern pro Einheit zu wählen, zielt darauf ab, künftigen Bedarf an Bandbreite und Redundanz bereits bei der Verlegung mitzudenken.
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Eigenbestand GSG | ~8.200 Einheiten |
| Fremdverwaltung | ~2.000 Einheiten |
| Pilotadressen | ~60 Adressen (knapp 450 Einheiten) |
| Bauweise | 4‑Faser‑Premium‑Bauweise, FTTH |
Umsetzung und Zeitplan
Konkrete Terminpläne für einzelne Wohnkomplexe nannte die Mitteilung nicht; als Startpunkt ist jedoch die Auskundung der Gebäude für 2026 vorgesehen. Danach soll der Ausbau sukzessive erfolgen. Für betroffene Mieterinnen und Mieter dürfte in den kommenden Monaten die Information durch die GSG und die Ausbaupartner beginnen, beispielsweise zu geplanten Arbeiten am Haus, Zeitfenstern und Anschlussoptionen.
Die Vereinbarung zwischen GSG und Glasfaser NordWest stellt einen bedeutenden Schritt für die digitale Infrastruktur in Oldenburg dar. Sie verbindet wohnungswirtschaftliche Verantwortung mit dem Ausbau moderner Netze und schafft die Grundlage dafür, dass viele Haushalte künftig über leistungsfähige Glasfaseranschlüsse verfügen können.