Die Basketball-Bundesligamannschaft der Niners Chemnitz hat das Achtelfinale des BBL-Pokals erreicht, musste dafür bei Zweitligist Gießen jedoch hart kämpfen. Nach einem schwächeren ersten Abschnitt steigerten sich die Gäste deutlich und gewannen am Ende mit 77:70.
Rückstand zur Pause, Stärkung in Halbzeit zwei
Die Partie begann aus Chemnitzer Sicht verheißungsvoll: Früh setzte das Team Akzente und führte kurzzeitig mit 15:6. Im weiteren Verlauf nahm die Abstimmung allerdings ab, einzelne Aktionen dominierten das Angriffsspiel, und die Defensive wirkte nicht immer sattelfest. Zur Halbzeit lagen die Niners deshalb mit 39:48 zurück.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Die Mannschaft von Trainer Rodrigo Pastore erhöhte die Intensität, spielte strukturierter und zog mit einem Lauf von 14:4 auf 53:52 davon. Bis zum Stand von 71:64 hatten die Chemnitzer die Kontrolle, ehe Gießen mit zwei getroffenen Dreipunktewürfen noch einmal herankam. In der Schlussphase bewahrten die Gäste die Nerven und sicherten den Erfolg.
Individuelle Leistung und Probleme beim Ballbesitz
Als auffälligster Einzelspieler erwies sich Aufbauspieler Cobe Williams, der mit 24 Punkten bester Werfer der Niners war. Trotz seines Beitrags belasteten die Mannschaft zahlreiche Ballverluste: Insgesamt wurden 18 Ballverluste notiert, ein Faktor, der die Partie unnötig offen hielt.
„Die Defensive hat uns am Ende den Sieg gebracht“, so lässt sich die entscheidende Phase des Spiels zusammenfassen.
- Endstand: 77:70 für Chemnitz
- Bester Werfer: Cobe Williams (24 Punkte)
- Ballverluste: 18 insgesamt
Kerndaten der Partie
| Spielmoment | Stand |
|---|---|
| Frühe Führung | 15:6 |
| Halbzeit | 39:48 |
| Nach dem 14:4-Lauf | 53:52 |
| Zwischenstand kurz vor Schluss | 71:64 |
| Endstand | 77:70 |
Insgesamt war es ein Pflichtspielauftakt mit Licht und Schatten für die Niners. Die Mannschaft zeigte, dass sie sich in kritischen Momenten zusammenfindet und über die defensive Struktur Spiele entscheiden kann. Gleichwohl bleiben die Ballverluste ein deutliches Warnsignal: Gegen stärkere Gegner in der Bundesliga könnten solche Fehler häufiger bestraft werden.
Für Chemnitz bedeutet der Einzug ins Achtelfinale erst einmal ein Fortsetzen der Pokalserie und die Möglichkeit, im Wettbewerb weiter Selbstvertrauen zu sammeln. Der nächste Schritt wird dabei nicht nur vom Offensivspiel, sondern auch von konstanter Defensivleistung und weniger Fehlpässen abhängen — Punkte, an denen das Team in den kommenden Wochen arbeiten muss.
Der Trainerstab um Rodrigo Pastore wird die gewonnenen Erkenntnisse aus Gießen sicher analysieren: Positiv die Führungsrolle einzelner Spieler und die zweite Halbzeit, negativ die ungenutzten Chancen durch Ballverluste und das unruhige Spiel in Abschnitt eins. Für die Anhänger in Chemnitz bleibt die Erkenntnis, dass die Mannschaft trotz Schwankungen das notwendige Durchsetzungsvermögen besitzt, um in K.o.-Spielen bestehen zu können.
Weitere Details zu Kaderentwicklung, Verletzungslage und kommenden Spielen werden in den nächsten Tagen erwartet, wenn sich das Team wieder im Training formiert und auf die nächsten Aufgaben vorbereitet.