Neue Sehenswürdigkeit am Seerhein
In Konstanz wird am Samstag, dem 12. September, ein neues Kulturangebot eröffnet: In einem mehr als 50 Meter hohen Rundbau präsentiert der Künstler Yadegar Asisi auf rund 3.000 Quadratmetern ein Panorama zum mittelalterlichen Konstanzer Konzil. Nach Angaben der Betreiber ist das Projekt nach etwa zwei Jahren Bauzeit fertiggestellt worden und ergänzt das touristische Angebot am Bodensee.
Was das Rundbild zeigt
Das Panorama stellt die Stadt Konstanz in der Zeit des Konzils dar. Gezeigt werden sowohl politische und religiöse Persönlichkeiten als auch Alltagsszenen aus jener Epoche; Klang- und Lichteffekte sollen die Wirkung des Rundbilds verstärken. Die neue Anlage ist für Konstanz ungewöhnlich: Bisher gab es in der Stadt kein derartiges, eigens errichtetes Panorama. Ein lokaler Bezug zur Konzilsgeschichte besteht bereits durch die Imperia von Peter Lenk am Hafen, die seit mehr als 30 Jahren als Wahrzeichen gilt.
Eintrittspreise und erwartete Besucherzahlen
Die Betreiber haben zentrale Eckdaten zum Besuchsbetrieb genannt. Die Preise sind wie folgt gestaffelt:
- Erwachsene: 18,50 Euro
- Ermäßigt: 16,50 Euro
- Kinder ab sechs Jahren: 10,00 Euro
Für das erste Betriebsjahr rechnet man mit etwa 250.000 Besuchern. Im Vergleich zu einem bestehenden Asisi-Panorama im Gasometer Pforzheim liegt der Eintritt für Erwachsene in Konstanz damit rund fünf Euro höher.
„komplexe Konstruktion des mehr als 50 Meter hohen Turms in Hybrid-Holzbauweise“
Hintergrund zur Verzögerung
Ursprünglich war die Eröffnung bereits für Mai geplant. Die Fertigstellung verzögerte sich jedoch aus technischen Gründen. Als Ursache nannten die Bauherren die komplexe Konstruktion des mehr als 50 Meter hohen Turms in Hybrid‑Holzbauweise. Anders als bei vielen anderen Panoramen von Asisi wurde in Konstanz kein historisches Gebäude adaptiert, sondern ein eigener Neubau errichtet.
Einordnung und Ausblick
Das Konstanzer Panorama ist das 17. Projekt dieser Art des Künstlers und reiht sich damit in eine Reihe ähnlicher Rundbilder in Städten wie Berlin, Leipzig, Dresden und Pforzheim ein. Für Konstanz bedeutet die Eröffnung sowohl eine Erweiterung des städtischen Kulturangebots als auch eine neue touristische Attraktion, die die Besucherfrequenz am Seerhein verändern dürfte. Gastronomie, Hotellerie und lokale Dienstleister können von erhöhten Besucherzahlen profitieren, vor allem in den Monaten mit gutem Ausflugswetter.
Organisatorisches
Weitere Einzelheiten zur Eröffnung sollten die Veranstalter nach Angaben des Berichts bei einer Pressekonferenz am Donnerstag, dem 10. September, vorstellen. Offen bleibt, wie sich die Besucherströme in der Innenstadt verteilen werden und welche verkehrlichen oder infrastrukturellen Maßnahmen die Stadt gegebenenfalls ergreift, um Spitzenbelastungen zu begegnen.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Eröffnung | 12. September |
| Rundbau Höhe | mehr als 50 Meter |
| Fläche des Rundbilds | ca. 3.000 m² |
| Erwartete Besucher | ca. 250.000/Jahr |
| Eintritt Erw. | 18,50 € |
Für Anwohner und Beschäftigte in Tourismus, Gastronomie sowie Kultur stellt sich nun die Frage, wie die neue Attraktion in das bestehende Angebot integriert wird und welche langfristigen Effekte sich auf Frequenz und Image der Stadt ergeben. Die Antwort darauf wird sich in den kommenden Monaten zeigen, wenn erste Besucherzahlen vorliegen und Abläufe im Besucherbetrieb eingespielt sind.