Unternehmen treffen Experten – Praxis statt Theorie
Leverkusener Unternehmen sind eingeladen, am Mittwoch, 16. September, um 18 Uhr im Probierwerk zusammenzukommen, wenn die Wirtschaftsförderung Leverkusen (WfL) zum vierten Nachhaltigkeitsstammtisch lädt. Die Veranstaltung richtet sich an Unternehmer, Nachhaltigkeitsbeauftragte und Interessierte aus der Region, die praktische Ansätze für den betrieblichen Alltag suchen und Erfahrungen austauschen wollen.
Veranstalter sind neben der WfL die Wupsi, die Stadt Leverkusen und die Sparkasse Leverkusen. Seit Januar leiten Benjamin Schulz und Christian Zöller die WfL und haben das Format weiterentwickelt, um lokale Akteure zu vernetzen und konkrete, umsetzbare Lösungen für Unternehmen in den Mittelpunkt zu stellen.
Automatisierte Transporte als Schwerpunkt
Ein besonderer Impuls kommt von Christoph Tullius vom Münchner Technologieunternehmen Ecoro. Er stellt Konzepte und Technik für automatisierte Transporte auf Werks- und Industriegeländen vor. Diese Technologie steht im Fokus, weil sie mehrere betriebliche Herausforderungen zugleich adressiert:
- Entlastung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei monotonen Fahrten
- Senkung von Emissionen durch optimierte Logistikprozesse
- Erhöhung der Verlässlichkeit und Planbarkeit innerbetrieblicher Transporte
„Automatisierte Transporte entlasten Mitarbeitende von monotonen Fahrten, senken Emissionen und schaffen zugleich mehr Verlässlichkeit in der innerbetrieblichen Logistik – ein Beitrag zu Nachhaltigkeit, der sich direkt im betrieblichen Alltag auszahlt“, sagt Christoph Tullius.
Die Vorstellung solcher Technologien soll nicht abstrakt bleiben. Ziel ist es, die Einsatzmöglichkeiten, Kosten-Nutzen-Aspekte und Integrationshürden für Betriebe jeder Größe transparent zu machen, damit Entscheiderinnen und Entscheider vor Ort beurteilen können, ob die Lösungen auf ihre Betriebsabläufe übertragbar sind.
Format, Ziele und erwarteter Mehrwert für Leverkusen
Der Stammtisch versteht sich als niederschwelliges Format: Praxisnahe Impulse kombiniert mit offenem Austausch. Dabei stehen konkrete Fragestellungen der Teilnehmenden im Vordergrund. Die Veranstalter betonen, dass es nicht primär um theoretische Konzepte, sondern um umsetzbare Maßnahmen gehen soll, die mittelbar auch die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Leverkusen stärken.
| Was | Datum und Zeit | Ort |
|---|---|---|
| Nachhaltigkeitsstammtisch (4. Veranstaltung) | Mittwoch, 16. September, 18:00 Uhr | Probierwerk, Leverkusen |
Für die Stadt und die beteiligten Institutionen ist der Austausch mit der Wirtschaft ein Baustein, um lokale Nachhaltigkeitsstrategien praxisnah zu befördern. Die Sparkasse Leverkusen unterstützt das Format als Partner, um Finanzierungs- und Förderfragen sichtbar zu machen. Die Wupsi bringt Mobilitätskompetenz ein – insbesondere relevant, wenn es um innerbetriebliche Logistik und emissionsarme Lösungen geht.
Unternehmen aus Leverkusen, die sich für die Teilnahme interessieren, können eigene Fragen und Erfahrungsberichte einbringen. Konkret geht es um die Suche nach praktikablen Wegen, Nachhaltigkeit in den betrieblichen Alltag zu integrieren, etwa durch energieeffiziente Prozesse, optimierte Logistik oder digitale Steuerungslösungen.
Konsequenzen für lokale Betriebe
Für die lokale Wirtschaft bietet das Treffen mehrere Chancen: Know-how-Transfer zwischen Unternehmen unterschiedlicher Branchen, Sichtbarkeit konkreter Technologien und Netzwerkmöglichkeiten mit kommunalen Akteuren und potenziellen Fördergebern. Gerade kleine und mittlere Betriebe können von praxisnahen Ansätzen profitieren, die sich direkt in Abläufe integrieren lassen.
Die Veranstalter setzen auf eine Mischung aus Impulsvortrag und moderiertem Austausch. Damit soll vermieden werden, dass Nachhaltigkeit nur als abstraktes Ziel bleibt. Vielmehr geht es um Lösungen, die im Werkstor beginnen und die Wettbewerbsfähigkeit sowie die Arbeitsbedingungen in Leverkusen verbessern können.
Interessierte sollten sich informieren, ob eine Anmeldung erforderlich ist. Die WfL und die Partner haben das Ziel, den Stammtisch als regelmäßiges, niedrigschwelliges Angebot weiterzuführen, um den lokalen Dialog zwischen Wirtschaft, Verwaltung und Infrastrukturträgern zu stärken.