In Bremen-Walle ist ein 52-jähriger Tatverdächtiger nach mehreren Autoaufbrüchen festgenommen worden. Die Polizei gab am Montag an, ein Anwohner der Bayernstraße sei gegen 2 Uhr durch laute Geräusche geweckt und habe beobachtet, wie einer von zwei Männern die Heckscheibe eines Transporters einschlug, während der andere offenbar als Schmiere stand. Als die mutmaßlichen Täter die herannahenden Einsatzkräfte bemerkten, flüchteten sie.
Festnahme und Sicherstellung von Beweismitteln
Im Zuge der Fahndung entdeckten Polizeikräfte den 52-Jährigen in einem anderen Fahrzeug. Bei der Durchsuchung fanden die Beamtinnen und Beamten nach eigenen Angaben Werkzeuge sowie abgeklemmte Kennzeichen. Die an dem Wagen angebrachten Kennzeichen stellten sich als gestohlen heraus und gehörten nicht zu dem Fahrzeug.
Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,36 Promille. Die Ermittlungen richten sich nun gegen den Festgenommenen wegen Diebstahls und Urkundenfälschung. Weitere Details zu Identität oder möglichen weiteren Tatbeteiligten nannte die Polizei vorerst nicht.
Abfolge des Vorfalls
| Uhrzeit/Phase | Geschehen |
|---|---|
| ca. 2:00 Uhr | Anwohner beobachtet laute Geräusche; Heckscheibe eines Transporters eingeschlagen |
| Unmittelbar danach | Täter bemerken Polizei und flüchten |
| Fahndung | Festnahme eines 52-Jährigen in anderem Fahrzeug |
| Sicherstellungen | Werkzeuge und als gestohlen identifizierte Kennzeichen |
Konsequenzen und Ermittlungsstand
Die Polizei prüft nach eigenen Angaben den Tathergang und die genaue Beteiligung der gefundenen Person. Die Vorwürfe umfassen neben dem Diebstahl auch Urkundenfälschung, da entstempelte beziehungsweise nicht zum Fahrzeug gehörende Kennzeichen aufgefunden wurden. Solche Kennzeichen werden in Ermittlungen häufig auf ihre Herkunft und mögliche Verbindung zu anderen Straftaten überprüft.
- Ort: Bayernstraße, Bremen-Walle
- Täterzahl (laut Beobachtung): Zwei Männer
- Festgenommener: 52 Jahre
- Funde: Werkzeuge, abgeklemmte/gestohlene Kennzeichen
- Atemalkoholtest: 0,36 ‰ (freiwillig)
Hintergrund und Hinweise für Anwohner
Die Polizei Bremen führt bei Fällen von Fahrzeugaufbrüchen in der Regel Spurensicherung und Auswertung von Zeugenhinweisen durch. Besonders wichtig sind demnach
- sofortige Meldung verdächtiger Beobachtungen an den Notruf oder die örtliche Dienststelle,
- Fotos oder Notizen zu Fahrzeugen und Personen, soweit gefahrlos möglich,
- die genaue Zeit- und Ortsangabe, um Fahndungsmaßnahmen zu unterstützen.
Ob und wann Anklage erhoben wird, entscheidet die Staatsanwaltschaft nach Abschluss der Ermittlungen. Genaue Aussagen zum weiteren Verlauf des Verfahrens machte die Polizei bislang nicht.
Der Vorfall unterstreicht die Anwohnerbefürchtung, dass insbesondere in Wohnstraßen mit geparkten Fahrzeugen Einbrüche und Sachbeschädigungen vorkommen können. Die Ermittler bitten mögliche weitere Zeuginnen und Zeugen, die zur Tatzeit verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen haben, sich bei der Polizei zu melden.