Zum 31. Juli 2026 sind die Kreisbau AG und die GWSG mbH offiziell zur WohnBau Mönchengladbach GmbH verschmolzen. Der Zusammenschluss, der bereits seit dem Spätsommer 2020 unter der Dachmarke „WohnBau Mönchengladbach“ vorbereitend begleitet wurde, schafft ein gemeinsames kommunales Wohnungsunternehmen mit dem erklärten Ziel, Ressourcen zu bündeln, Prozesse zu optimieren und Synergien zu nutzen.
Gründe und Ziele der Verschmelzung
Die neu entstandene Gesellschaft soll laut Mitteilung die Bewirtschaftung und Modernisierung des Wohnungsbestandes verbessern sowie Neubautätigkeiten vorantreiben. Ein weiteres zentrales Ziel ist die klimaneutrale Transformation der Gebäude bis zum Jahr 2045. Die Fusion wird als Grundlage bezeichnet, um künftig zielgerichtet den Herausforderungen der Wohnungswirtschaft zu begegnen.
- Verschmelzungsdatum: 31. Juli 2026
- Standort: Königstraße 151, Mönchengladbach-Rheydt (gemeinsamer Standort beider Firmen seit Einführung der Dachmarke)
- Ziele: Bündelung fachlicher Kompetenzen, Investitionen in Instandhaltung und Modernisierung, Schaffung neuen Wohnraums, Klimaneutralität bis 2045
Die Kommunalisierung des Engagements wird von der neuen Unternehmensstruktur als Chance dargestellt, zusätzliche Handlungsspielräume für Investitionen zu gewinnen. Dies betrifft sowohl die Instandhaltung bestehender Bestände als auch die Errichtung neuen Wohnraums und die „zukunftsfähige Anpassung“ von Quartieren.
Beständigkeit für Mieterinnen und Geschäftspartner
In der Mitteilung wird betont, dass sich für Mieterinnen und Mieter sowie für Handwerksbetriebe und Geschäftspartner an der zuverlässigen Bewirtschaftung nichts ändert. Gleichzeitig sollen die organisatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen verbessert werden, um langfristig handlungsfähiger zu sein.
„Die WohnBau Mönchengladbach GmbH versteht sich auch weiterhin als modernes und gut aufgestelltes kommunales Wohnungsunternehmen mit einem klaren gesellschaftsvertraglichen Auftrag: Schaffung und Erhalt bezahlbaren Wohnraums, lebenswerte Quartiere gestalten, Erreichung Klimaneutralität im Gebäudebestand bis 2045 und Übernahme von Verantwortung für die positive Entwicklung unserer Stadt.“
Diese Passage fasst die Selbstdarstellung der neuen Gesellschaft zusammen. Sie zeigt zugleich die Bandbreite der Aufgaben: Neben der Wohnraumsicherung spielt die Quartiersentwicklung eine Rolle, ebenso wie die Einhaltung kommunalpolitisch relevanter Umweltvorgaben.
Hintergrund und lokale Bedeutung
Bereits seit 2020 arbeiteten die beiden traditionsreichen Wohnungsunternehmen unter der Marke „WohnBau Mönchengladbach“ am gemeinsamen Standort in Rheydt. Die jetzt vollzogene rechtliche Verschmelzung ist der nächste Schritt in der formalen Zusammenführung. Für die Stadt Mönchengladbach bedeutet dies, dass ein größeres, zentral gesteuertes kommunales Wohnungsunternehmen die Verantwortung für einen wesentlichen Teil des Wohnungsbestands übernimmt.
Langfristig kann die Konsolidierung bei der Steuerung von Modernisierungsprojekten und bei der Umsetzung der Klimaziele Effizienzvorteile bringen. Gleichzeitig entstehen konkrete Erwartungen: Mieterinnen und Mietern wird eine unveränderte Bewirtschaftung zugesichert, die Stadt hofft auf einen beschleunigten Bau- und Modernisierungstakt, Handwerksbetriebe und Dienstleister sind künftig vermehrt mit einem größeren Auftraggeber konfrontiert.
Information und nächste Schritte
Die neue Gesellschaft hat angekündigt, alle Mieterinnen und Mieter sowie die für sie tätigen Handwerksbetriebe und Geschäftspartner schriftlich zu informieren. Konkrete Investitionssummen, Zeitpläne für Neubauprojekte oder detaillierte Modernisierungsfahrpläne sind in der vorliegenden Mitteilung nicht genannt. Ebenso fehlen Angaben zu personellen Veränderungen in der Geschäftsführung oder zum Aufsichtsrat.
Für die lokale Wohnungs- und Stadtentwicklung markiert die Fusion dennoch einen wichtigen Meilenstein. Der Erfolg der Strategie wird sich in den kommenden Jahren daran messen lassen, in welchem Umfang neue Wohnungen geschaffen, Bestandswohnungen modernisiert und Klimaziele tatsächlich erreicht werden.