Anzeige nach ungewöhnlichen Rechnungen
Ein 46-jähriger Mann aus dem Raum Dessau-Roßlau hat am 1. September im Polizeirevier der Stadt Anzeige erstattet. Hintergrund sind mehrere Rechnungen und Forderungsschreiben, die nach eigenen Angaben in Zusammenhang mit einer vorherigen Anfrage nach einem Kredit stehen.
Wie sich der Vorfall darstellt
Nach Darstellung des Betroffenen hatte er Anfang März 2026 verschiedene Unternehmen bezüglich eines Kredits kontaktiert und dabei persönliche Angaben gemacht. Wenig später erhielt er Post von einem Anbieter, der in seinen Unterlagen angab, mit dem Mann sei ein Kreditvertrag zustande gekommen. In diesen Unterlagen soll vermerkt gewesen sein, dass der Kreditnehmer auf sein Widerrufsrecht verzichtet habe. Der Beschuldigte betont jedoch, zu keinem Zeitpunkt einen Vertrag mit diesem Unternehmen abgeschlossen zu haben.
Weitere Schreiben und auffällige Gemeinsamkeiten
In der Folge gingen beim Mann weitere Forderungen von verschiedenen Firmen ein. Auffällig sei gewesen, dass mehrere der Firmen dieselbe Anschrift im US-Bundesstaat Wyoming nannten. Außerdem gingen nach eigenen Angaben des Betroffenen Schreiben und Nachrichten von Inkassounternehmen ein, die auf die Begleichung der Forderungen drängen.
- Erstkontakt mit Kreditfirmen: Anfang März 2026
- Erhalt erster Rechnung mit Hinweis auf Vertragsabschluss und Verzicht auf Widerrufsrecht: zeitnah danach
- Mehrere anschließende Rechnungen verschiedener Firmen mit gleicher Adresse in Wyoming (USA)
- Erstattung einer Strafanzeige beim Polizeirevier Dessau-Roßlau: 1. September
- Bislang bekannter finanzieller Schaden: 35 Euro (laut Betroffenem bereits gezahlt)
Tabelle: Chronologie der Ereignisse (laut Betroffenem)
| Zeitraum | Ereignis |
|---|---|
| Anfang März 2026 | Kontaktaufnahme zu Kreditunternehmen; Übermittlung persönlicher Daten |
| Kurz danach | Erhalt einer Rechnung mit Behauptung eines Kreditvertrags und Verzicht auf Widerrufsrecht |
| Nachfolgend | Weitere Rechnungen verschiedener Unternehmen mit Adresse in Wyoming (USA) |
| 1. September | Strafanzeige im Polizeirevier Dessau-Roßlau erstattet |
Konsequenzen und Hinweise
Nach eigenen Angaben entstand dem Mann bislang ein finanzieller Schaden von 35 Euro, weil er eine aus seiner Sicht unberechtigte Forderung bezahlt hatte. Ob weitere finanzielle Schäden folgen, ist derzeit unklar. Die Ermittlungen der Polizei zum möglichen Identitätsmissbrauch laufen.
Für betroffene Verbraucher ergeben sich aus diesem Fall einige Hinweise:
- Bei unerwarteten Rechnungen oder Forderungen prüfen, ob tatsächlich ein Vertrag zustande gekommen ist.
- Bei Zweifeln das jeweilige Unternehmen direkt kontaktieren und um Nachweise bitten.
- Bei Zahlungsverlangen von Inkassounternehmen die Forderung schriftlich prüfen lassen, bevor gezahlt wird.
- Verdacht auf Identitätsdiebstahl oder betrügerische Verwendung persönlicher Daten der Polizei melden.
Die örtlichen Behörden haben den Fall aufgenommen. Weitere Angaben zur laufenden Ermittlung machte die Polizei gegenüber der Redaktion bislang nicht.
Genau, offen und nah an den regionalen Geschichten: Die Meldung zeigt, wie schnell sich persönliche Daten in unerwartete Forderungen verwandeln können und welche Bedeutung sorgfältiger Prüfung und rascher Anzeige bei der Polizei haben.