Neue Ausrichtung: Park als Bühne, Feuerwerk als Finale
Der traditionelle Lichterzauber im Blühenden Barock in Ludwigsburg wurde am vergangenen Samstag erstmals unter dem erweiterten Konzept „Lichterzauber im Märchengewand“ präsentiert. Ziel der Neuauflage war es, das gesamte historische Parkensemble intensiver einzubeziehen und das Feuerwerk nicht mehr allein in den Mittelpunkt zu stellen. Das Konzept, so die Veranstalter, führte zu einem Abend mit vielfältigen Lichtinstallationen, Livemusik, Lasern, Stichflammen und Pyrotechnik vor der Emichsburg.
Der Beginn der Angebote lag bereits am Nachmittag: Modellschiffe fuhren auf dem See im Südgarten, und ab 18 Uhr verlagerten sich Teile des Programms in den Ostgarten. Sechs Bands spielten auf zwei Bühnen und begleiteten die Besucher in den frühen Abendstunden. Trotz einsetzendem Regen blieben zahlreiche Gäste vor Ort; die Redaktion berichtet von mehreren tausend Besuchern, die die Show bis zum Ende verfolgten.
Programm und Atmosphäre
- Nachmittag: Präsentation der Modellschiffe auf dem See im Südgarten.
- Ab 18 Uhr: Livemusik im Ostgarten mit sechs Bands auf zwei Bühnen.
- Abend: Lichtinstallationen im Park, Laser, Stichflammen, Pyrotechnik und abschließendes Feuerwerk vor der Emichsburg.
Auf den Wegen und in ausgewählten Bereichen des historischen Gartens sorgten gezielte Beleuchtungen dafür, dass nicht erst das Feuerwerk am Ende, sondern der gesamte Park Teil des Erlebnisses wurde. Diese Ausrichtung hatte BlüBa-Direktor Bernhard Gieß im Vorfeld als Ziel des neuen Konzepts beschrieben: den Blick auf die Anlagen zu öffnen und Besucher über längere Zeiträume durch das Areal zu führen.
„Mit dem neuen Konzept möchten wir die Möglichkeiten u…“
Musik, Wetter und Besucherreaktionen
Die musikalische Begleitung übernahmen die Bands Sun State of Mind, Loop ’n Loompa, Cris Cosmo, DenManTau, Yuni Douglas und Ideal Forgery. Die Mischung aus Liveauftritten, Lichtkunst und pyrotechnischen Effekten sorgte bei den Besuchern für unterschiedliche Eindrücke: Modellschiffe und musikalische Beiträge schufen tagsüber eine familiäre Atmosphäre, während Laser- und Lichtinstallationen die historische Kulisse in ein neues Licht setzten.
Der kurz nach Veranstaltungsbeginn einsetzende Regen veränderte zwar die äußeren Bedingungen – Schirme und nasse Picknickdecken waren zu sehen –, hielt aber offenbar viele Menschen nicht davon ab, die Premiere bis zum Schluss zu verfolgen. Das Zusammenspiel von Feuchtigkeit, Licht und Feuerwerk erzeugte laut Beobachtung ungewöhnliche, teils eindrucksvolle Bilder über dem Park.
Ausblick und Bedeutung für Ludwigsburg
Die Neuauflage des Lichterzaubers zeigt eine Tendenz in Ludwigsburgs Veranstaltungslandschaft: Statt auf einzelne Höhepunkte zu setzen, werden ganze Orte und ihre historischen Qualitäten stärker als Erlebnisräume inszeniert. Für die lokale Kultur- und Freizeitwirtschaft bedeutet das eine Chance, Besuchsdauern zu verlängern und verschiedene Zielgruppen anzusprechen – von Familien mit Modellschiff-Interesse bis zu Gästen, die Lichtkunst und Musik kombinieren möchten.
| Programmpunkt | Ort | Bemerkung |
|---|---|---|
| Modellschiffe | See im Südgarten | Bereits am Nachmittag sichtbar |
| Livemusik | Ostgarten | Sechs Bands ab 18 Uhr auf zwei Bühnen |
| Hauptshow | Vor der Emichsburg | Laser, Stichflammen, Pyrotechnik und Feuerwerk |
Ob das geänderte Konzept langfristig beibehalten wird, bleibt abzuwarten; die Resonanz an diesem Samstag deutet jedoch darauf hin, dass viele Besucher das breiter angelegte Angebot begrüßten. Für Ludwigsburg ist der Lichterzauber ein weiteres Beispiel dafür, wie regionale Orte durch gezielte Inszenierung kulturell und touristisch gestärkt werden können.