Konstanz als Ausgangspunkt einer Tournee-Dokumentation
In Konstanz beginnen die ersten Bilder eines neuen Dokumentarfilms über den Musiker Dieter Thomas Kuhn. Schon in der Eröffnungsszene ist die Konstanzer Bahnhofstraße zu erkennen; später verlagern sich die Aufnahmen in die Lobby des Hotels Halm, wo der damalige Direktor Jamal Faouzi um einen Eintrag in das Gästebuch bittet. Die Sequenz setzt den Ton für eine rund 90 Minuten lange filmische Begleitung der Tournee, die im Mai 2024 am Bodensee begann.
Die Regie verantwortet Juliane Sauter, eine Filmemacherin, die in Friedrichshafen aufgewachsen ist und Absolventin der Filmakademie Baden-Württemberg. Sauter begleitete die Band einen Sommer lang auf ihrer Tour und verwebt Konzertaufnahmen mit persönlichen Momenten, die weit über reine Fan-Inszenierung hinausgehen.
Premiere in Konstanz und die erzählerische Anlage
Die Premiere fand im Cinestar-Kino Konstanz statt, wo die Regisseurin anwesend war und über die Arbeit mit dem Filmteam berichtete. Der Film setzt bewusst lokale Bezüge: Er beginnt dort, wo die Tour ihren Startschuss gab — im Konstanzer Stadtraum — und öffnet zugleich den Blick für intimere Szenen backstage und unterwegs.
„Und es war Sommer – Dieter Thomas Kuhn und Band“
Die Zuschauer reagierten im Kino mit Zustimmung; viele erkannten die Mischung aus Sehnsucht und Ironie wieder, die Kuhns Auftritte prägt. Die Regie und Kameraführung schaffen nach Auffassung des Premierenpublikums Momente, die fast intim wirken, ohne distanzlos zu werden.
Die Tour, die Rückkehr und die Brüche
Der Film dokumentiert den Auftakt der Tournee am 8. Mai 2024 im Bodenseestadion, wo Kuhn nach 19 Jahren wieder aufgetreten ist. Solche Rückkehrmomente bilden einen narrativen Kern: Gezeigt wird ein Künstler, der sich 1999 vom Geschäft verabschiedete und 2004 mit stärkerer, farbenfroherer Inszenierung zurückkehrte.
Die Tourbegleitung bleibt nicht ohne Konflikte: Ein unerwarteter, persönlicher Einschnitt führt zu einer tiefen Prüfung der Band. Bei einem der wichtigen Protagonisten, dem Gitarristen Philipp Feldtkeller, wird während der Reise eine Krebsdiagnose festgestellt. Dieser Umstand verändert die Tonalität des Films und führt zu nachdenklicheren, teilweise sehr persönlichen Sequenzen.
- Startpunkt: Konstanz, Bahnhofstraße und Hotel Halm
- Tourauftakt: 8. Mai 2024 im Bodenseestadion
- Regie: Juliane Sauter (Filmakademie-Absolventin, aus Friedrichshafen)
Wirkung auf Publikum und lokale Szene
Für das Premierenpublikum in Konstanz bot der Film mehr als reine Konzertdokumentation: Er zeigt eine Band, deren Mitglieder nicht nur Liebe besingen, sondern sich auch eng verbunden zeigen. Zuschauer empfanden die Sequenzen als warmherzig und zugleich nachdenklich. Damit spricht der Film sowohl die bestehende Fangemeinde an als auch ein breiteres Publikum, das an persönlichen Geschichten hinter dem Rampenlicht interessiert ist.
Aus lokaler Perspektive gewinnt die Produktion zusätzliches Gewicht, weil eine Regisseurin mit Bodenseewurzeln die Region filmisch einbindet. Die Präsenz bekannter Konstanzer Orte in den ersten Sequenzen macht den Film zu einem Stück regionaler Kulturberichterstattung und verbindet städtische Identität mit popkulturellem Erbe.
| Aspekt | Angaben |
|---|---|
| Film | „Und es war Sommer – Dieter Thomas Kuhn und Band“ |
| Regie | Juliane Sauter |
| Premiere | Cinestar Konstanz |
| Tourauftakt | 8. Mai 2024, Bodenseestadion |
Die Kombination aus regionalem Bezug, dokumentarischem Zugang und persönlicher Betroffenheit macht den Film zu einem kulturellen Ereignis für Konstanz. Für die lokale Filmszene und das Publikum bleibt abzuwarten, wie sich die Produktion in der weiteren Verbreitung — etwa auf Festivals oder in bundesweiten Kinos — behauptet. Unabhängig davon bestätigt die Uraufführung in Konstanz die Rolle der Stadt als Schauplatz und Ausgangspunkt für kulturelle Geschichten rund um den Bodensee.