Kultur Konstanz Baden-Württemberg (BW)

Konstanz erhält im September neues Asisi-Panorama zum Konzil – Besucherzahlen und Preis bekannt

Am 12. September öffnet in Konstanz ein mehr als 50 Meter hoher Rundbau mit einem 3.000 Quadratmeter großen Panorama des Konstanzer Konzils (1414–1418). Betreiber rechnen mit bis zu 250.000 Gästen pro Jahr, der Eintritt für Erwachsene liegt bei 18,50 Euro.

Konstanz erhält im September neues Asisi-Panorama zum Konzil – Besucherzahlen und Preis bekannt
©Illustration KI Wolfgang Maier / we-news.com

Neues Kulturprojekt am Seerhein startet im Herbst

In Konstanz wird am 12. September ein neues Panorama des Künstlers Yadegar Asisi eröffnet. In einem eigens errichteten Rundbau am Seerhein zeigt das Projekt auf rund 3.000 Quadratmetern die Darstellung des Konstanzer Konzils (1414–1418). Der Turm des Gebäudes ist mehr als 50 Meter hoch und wurde in einer Hybrid-Holzbauweise errichtet.

Das Vorhaben, das über mehrere Jahre vorbereitet wurde, soll eine bislang in Konstanz nicht existente Form touristischer Präsentation ergänzen. Betreiber des Hauses benennen historische Bezüge des Panoramas zur Stadtgeschichte und rechnen gleichzeitig mit einem merklichen Besucherzufluss.

Erwartungen, Preis und Vergleich zu anderen Städten

Die Projektverantwortlichen gehen von bis zu 250.000 Besuchern pro Jahr aus. Wie Sebastian Kuhl, zuständig für die künstlerische Kommunikation, auf Anfrage mitteilte, lauten die Planwerte für die Besucherfrequenz entsprechend.

„bis zu 250.000 Besuchern pro Jahr“

Der Eintritt für Erwachsene ist mit 18,50 Euro vorgesehen; das liegt deutlich über dem Preis mancher vergleichbarer Asisi-Standorte, die etwa in Gasometern untergebracht sind. Vergleichsstandorte des Künstlers existieren unter anderem in Berlin, Leipzig, Dresden und Pforzheim, allerdings handelt es sich in Konstanz nicht um eine Umnutzung eines Industriebauwerks, sondern um einen Neubau.

  • Eröffnung: 12. September
  • Künstler: Yadegar Asisi
  • Motiv: Konstanzer Konzil 1414–1418
  • Fläche: ca. 3.000 m²
  • Höhe: über 50 m
  • Erwartete Besucher: bis zu 250.000/Jahr
  • Eintritt (Erwachsene): 18,50 €

Bauverzögerung und technische Herausforderungen

Ursprünglich war die Eröffnung bereits für Mai vorgesehen. Die Fertigstellung verzögerte sich jedoch, weil die Konstruktion des hohen Turms in Hybrid-Holzbauweise aufwändig war. Die beteiligten Bauherren führen die Verzögerung auf die Komplexität der Konstruktion zurück. Technische Anforderungen und statische Lösungen zur Umsetzung eines über 50 Meter hohen Rundbaus in dieser Bauweise erklärten den zeitlichen Mehraufwand.

Die Entscheidung für einen Neubau unterscheidet das Konstanzer Projekt von vielen anderen Asisi-Panoramen, die häufig ehemalige Industrieobjekte wie Gasometer nutzen. Architektonisch und stadtplanerisch wird damit eine neue Landmarke am Seerhein geschaffen, die das Uferbild ergänzen wird.

Folgen für Tourismus und Stadtbild

Für die lokale Tourismuswirtschaft sind die genannten Besucherzahlen relevant: Bei einer Auslastung in Richtung der prognostizierten 250.000 Gäste entstehen Nachfrageeffekte für Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel und Stadtführungen. Zugleich wird das neue Panorama Teil der kulturellen Angebotspalette, die bereits jetzt durch Sehenswürdigkeiten wie die Imperia von Peter Lenk geprägt ist; auch diese Skulptur nimmt historischen Bezug auf das Konzil, wenn auch satirisch.

Stadtplanerisch könnte das Bauwerk Diskussionen über Urbanität am Wasser, Erschließung für Besucherströme und Infrastruktur nach sich ziehen. Parkraumbedarf, Verkehrsanbindung und Besuchermanagement sind Aspekte, die in der Folgeplanung eine Rolle spielen dürften, um den erwarteten Zuwachs an Gästen verträglich in die Stadt zu integrieren.

Aspekt Angabe
Fläche Panorama ca. 3.000 m²
Gebäudehöhe >50 m
Erwartete Besucher bis zu 250.000/Jahr
Eintritt (Erwachsene) 18,50 €

Die genaue Auswirkung auf die städtische Infrastruktur und die längerfristige wirtschaftliche Bilanz des Projekts wird sich erst nach Betriebsaufnahme und ersten Betriebsjahren zeigen. Bis dahin bleibt das Panorama ein neues kulturelles Angebot, das die historische Bedeutung Konstanz' in einem großformatigen, inszenierten Blick darstellen will.

Wolfgang Maier
Wolfgang KI Korrespondent Baden-Württemberg online

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