Vorkommnis und erste Maßnahmen
In Teilen von Mainz-Gonsenheim haben Qualitätskontrollen der Mainzer Netze GmbH mikrobiologische Auffälligkeiten im Trinkwasser ergeben. Nach Angaben des kommunalen Versorgers wurde in einzelnen Proben der natürlich vorkommende Keim „Pseudomonas aeruginosa” nachgewiesen. Das zuständige Gesundheitsamt und die Mainzer Netze leiteten daraufhin sofort Sicherungsmaßnahmen ein.
Welche Folgen hat der Befund für die Bevölkerung?
Nach Einschätzung des Gesundheitsamtes sind aktuell keine generellen Nutzungseinschränkungen für die Bevölkerung erforderlich. Die Mainzer Netze teilten mit, das Wasser könne wie gewohnt für den täglichen Gebrauch verwendet werden. Für Menschen mit einem stark geschwächten Immunsystem wird jedoch eine vorsorgliche Maßnahme empfohlen: Diese Personengruppe kann das Trinkwasser vor der Verwendung abkochen.
„Für die Bevölkerung sind derzeit keine generellen Nutzungseinschränkungen erforderlich.”
Praktische Schritte: Spülungen und punktuelle Desinfektion
Als Reaktion auf die Befunde erfolgen laut Mainzer Netze gezielte Spülungen des Leitungsnetzes. In einzelnen Bereichen werde zusätzlich eine zeitlich begrenzte Desinfektion des Trinkwassers durchgeführt. Die Gesellschaft betont, dass die eingesetzten Desinfektionsmengen den gesetzlichen Vorgaben entsprechen und gesundheitlich unbedenklich sind. Durch diese Maßnahmen könne es vereinzelt zu leichten Veränderungen von Geruch oder Geschmack des Wassers kommen, so die Mitteilung.
Betroffene Bereiche
Die Auffälligkeiten wurden an einzelnen Probenahmestellen festgestellt. Betroffene Straßenzüge und Hausnummern sind:
- An der Wildbachbrücke: Nr. 1–23
- Feilkirschshöhe: Nr. 2–8
- Alfred-Nobel-Straße: Nr. 1–63
- Sandmühlweg: Nr. 1–5A
- Am Palmen: Nr. 1–23
- Finther Landstraße: Nr. 65–95
- Max-Planck-Straße: Nr. 59–79
- An den Fuchslöchern: Nr. 1–6
- Friedrichstraße: Nr. 41
| Straße | Hausnummernbereich |
|---|---|
| An der Wildbachbrücke | 1–23 |
| Feilkirschshöhe | 2–8 |
| Alfred-Nobel-Straße | 1–63 |
| Sandmühlweg | 1–5A |
| Am Palmen | 1–23 |
| Finther Landstraße | 65–95 |
| Max-Planck-Straße | 59–79 |
| An den Fuchslöchern | 1–6 |
| Friedrichstraße | 41 |
Überwachung und Ausblick
Die Qualität des Trinkwassers werde weiterhin engmaschig überwacht, betonen die Mainzer Netze. Ziel der Maßnahmen ist es, den Nachweis des Keims möglichst rasch zu beseitigen und die Versorgungssicherheit wieder vollständig herzustellen. Für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner bedeutet das: kurzfristig auftretende Änderungen in Geschmack oder Geruch sind möglich, gesundheitliche Risiken für die Allgemeinbevölkerung gelten nach derzeitiger Einschätzung als gering.
Die Lage bleibt dynamisch. Verbraucherinnen und Verbraucher in den genannten Bereichen sollten die Informationen der Mainzer Netze und des Gesundheitsamtes verfolgen und bei Unsicherheiten Kontakt zu den zuständigen Stellen suchen. Besonders gefährdete Personen sollten vorsorglich abgekochtes Wasser verwenden, bis die weiteren Analysen keine Auffälligkeiten mehr zeigen.
Hintergrund: Pseudomonas aeruginosa ist ein natürlicher Umweltkeim; sein Nachweis in Trinkwasserproben erfordert jedoch üblicherweise interventionspflichtige Maßnahmen insbesondere zum Schutz immungeschwächter Menschen.