Veranstalter reagieren auf Hitzewelle
Das Springefest in Hagen startet an diesem Freitag um 18 Uhr unter Bedingungen, die organisatorische Anpassungen erfordern: Für den Auftakt und die folgenden Tage kündigen die Verantwortlichen eine Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 37 Grad an. Um gesundheitliche Risiken für Besucherinnen und Besucher zu verringern, hat die Hagener Wirtschaftsentwicklung (HWE) nach eigenen Angaben konkrete Vorsorgemaßnahmen beschlossen.
Wasser, Personal und Verweil-Inseln
Im Bereich links vor dem Cinestar-Komplex ist das Zelt der Wirtschaftsförderung als Anlaufstelle vorgesehen. Dort werden nach Angaben der Marketingleiterin der HWE zwei Mitarbeiter bereitstehen, um kostenloses Wasser in Bechern auszugeben. Die Maßnahme soll vor allem Kreislaufproblemen und Schwächeanfällen vorbeugen.
„Da müssen wir Vorsorge treffen, das sind wir den Besuchern des Springefestes schuldig“,
so die Veranstaltungsleiterin in ihrer Begründung. Die Ausgabe erfolgt nach Angaben der HWE unbürokratisch und ohne großen Aufwand.
Bestand und Verteilung
Für die drei Tage hat der Veranstalter insgesamt 120 Kästen mit jeweils zwölf Ein-Liter-Flaschen geordert. Das entspricht 720 Litern Trinkwasser, die am HWE-Zelt zur Verfügung stehen sollen. In der Praxis bedeutet das, dass Getränke in Bechern an die Besucherinnen und Besucher gereicht werden, nicht als Flaschenverkauf oder als Konkurrenzangebot zu den teilnehmenden Gastronomen.
| Posten | Anzahl |
|---|---|
| Kästen | 120 |
| Flaschen pro Kasten | 12 |
| Gesamtmenge (Liter) | 720 |
Abstimmung mit der Gastronomie
Die HWE betont, dass das kostenlose Angebot nicht den inhaltlichen oder wirtschaftlichen Rahmen der beteiligten Wirte aushebeln solle. Am Veranstaltungstag bieten die Gastronomiebetriebe kältende, teils kohlensäurehaltige Getränke an; die HWE will mit ihrem stillen Wasser lediglich eine schnelle, niedrigschwellige Hilfe bei akuter Überhitzung leisten.
- Ort der Ausgabe: Zelt der Wirtschaftsförderung (links vor dem Cinestar-Komplex)
- Personal: Zwei eigens abgestellte Mitarbeiter
- Gesamtmenge: 720 Liter stilles Trinkwasser für drei Tage
Konsequenzen und lokale Einordnung
Die Entscheidung, kostenloses Wasser auszugeben, ist Teil einer wachsenden Praxis bei Freiluftveranstaltungen, auf Wetterextreme zu reagieren: Organisatoren tragen damit zur öffentlichen Sicherheit bei, reduzieren mögliche Rettungs- oder Sanitätsfälle und entlasten im Extremfall auch den städtischen Rettungsdienst. Gleichzeitig führt diese Praxis zu wirtschaftlichen Abwägungen mit lokalen Wirten, die auf Getränkeeinnahmen bei solchen Events angewiesen sind.
Für Hagen bedeutet das: Besucherinnen und Besucher sollten sich auf erhöhte Temperaturen einstellen, ausreichend Sonnenschutz und leichte Kleidung wählen sowie die zusätzlichen Angebote der Veranstalter nutzen. Veranstalter und Gastronomen stehen vor der Aufgabe, einerseits die Sicherheit nicht zu vernachlässigen, andererseits die bestehenden Geschäftsinteressen zu respektieren.
Ausblick
Das Springefest läuft über drei Tage; der erste Programmpunkt nach dem Start um 18 Uhr ist am Freitag ein 90er-Jahre-Abend, der um 19.30 Uhr beginnt. Wie die HWE betont, ist das kostenlose Wasserangebot als kurzfristige Reaktion auf die prognostizierte Hitze zu verstehen. Ob bei anhaltend hohen Temperaturen weitere Maßnahmen folgen, hängt von der Entwicklung des Wetters und der Lage vor Ort ab.