Der Verwaltungsvorstand der Stadt Gelsenkirchen hat am Dienstag den Startschuss für zwei neue Bauvorhaben gegeben, die Wissenschaft, Technologie und Innovation in der Stadt stärken sollen. Bei einer Pressekonferenz wurden die Pläne vorgestellt: Der Wissenschaftspark soll durch einen Anbau erweitert werden, auf dem Campus der Westfälischen Hochschule ist ein Innovationszentrum geplant, ergänzend dazu ist ein Technologie-Quartier in der Nähe der ehemaligen Zeche Hugo vorgesehen.
Ziel: Arbeitsplätze und Innovationskraft stärken
Erste Studien zur Erweiterung des Wissenschaftsparks gehen von rund 250 neuen Arbeitsplätzen aus. Die Vorhaben sollen technische und wissenschaftliche Kooperationen sowie Gründungs- und Wachstumsimpulse in der Region ermöglichen. Die Stadtverwaltung betonte das Ziel, langfristig die Innovationslandschaft in Gelsenkirchen zu verdichten und damit Fachkräfte und Unternehmen anzuziehen.
Finanzierung und Förderstruktur
Die Gesamtkosten für die Projekte werden mit rund 32,5 Millionen Euro beziffert. Davon übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen über das sogenannte „5‑Standorte‑Programm“ etwa 25 Millionen Euro. Die Stadt Gelsenkirchen trägt demnach einen Eigenanteil von rund 7,5 Millionen Euro. Bei der Pressekonferenz erläuterte die Verwaltung, dass die Landesförderung einen entscheidenden Anteil der Finanzierung sicherstelle.
- Erweiterung Wissenschaftspark: Anbau, rund 250 neue Arbeitsplätze (laut ersten Studien)
- Innovationszentrum: geplant auf dem Campus der Westfälischen Hochschule
- Technologie-Quartier: Standort nahe der ehemaligen Zeche Hugo
Die Stadtverwaltung stellte die Pläne im Rahmen eines Pressegesprächs vor und bezeichnete die Projekte als „Zukunftsprojekte“ für Forschung und Beschäftigung.
Konkrete Erwartungen und offene Fragen
Das veröffentlichte Material nennt bislang keine genauen Zeitpläne für Baubeginn oder Fertigstellung. Ebenfalls offen bleiben Details zu Mietmodellen, konkreten Nutzern oder weiteren Fördermitteln privater und öffentlicher Partner. Klar ist hingegen, dass die Landesförderung den größten Teil der Investition abdeckt und damit die städtische Kasse deutlich weniger belastet wird als ohne das Programm.
| Projekt | Ort | Erwartete Arbeitsplätze | Kostenanteile |
|---|---|---|---|
| Wissenschaftspark (Anbau) | Wissenschaftspark, Gelsenkirchen | ~250 (laut ersten Studien) | Teil der 32,5 Mio. €; Landesförderung beteiligt |
| Innovationszentrum | Campus Westfälische Hochschule | keine Angabe | Teil der 32,5 Mio. €; 25 Mio. € aus 5‑Standorte‑Programm |
| Technologie‑Quartier | Nahe ehemalige Zeche Hugo | keine Angabe | Teil der Gesamtfinanzierung |
Regionale Bedeutung
Für Gelsenkirchen hat die Entwicklung von Wissenschafts‑ und Technologieflächen hohe Bedeutung. Der Ausbau des Wissenschaftsparks und die Verknüpfung mit Hochschuleinrichtungen können die lokale Wirtschaftsstruktur diversifizieren und die Stadt als Standort für Forschung und Start‑ups attraktiver machen. Zugleich bedeutet die belastbare Förderung des Landes eine strategische Chance: Die Stadt muss nur einen vergleichsweise geringen Eigenanteil von etwa 7,5 Millionen Euro stemmen.
Die Verwaltung hat die Beschlüsse heute öffentlich gemacht. Weitere Details zu Zeitplan, konkreten Investitionsposten und Projektpartnern sollen laut Stadt in den kommenden Schritten folgen. Für Gelsenkirchen bleibt die zentrale Frage, wie schnell die Projekte umgesetzt werden und wie effektiv sie Arbeitsplätze und Innovationsnetzwerke vor Ort stärken.