Rauch drang bis in Wohnungen — Bewohner evakuiert
In der Nacht auf Dienstag, 18. August 2026, ist es in einem Wohn- und Geschäftsgebäude in der Von-Emmich-Straße in Konstanz zu einem Brand gekommen. Die alarmierten Kräfte der Hauptamtlichen Wache und der Abteilung Petershausen wurden um 0.55 Uhr mit dem Einsatzstichwort „B3 – Gebäude” gerufen.
„B3 – Gebäude”
Beim Eintreffen hatten Polizei und Rettungsdienst bereits mit der Evakuierung begonnen. Nach Angaben der Feuerwehr war das Feuer im Eingangsbereich eines Ladengeschäfts ausgebrochen und wurde zunächst von der Polizei mit mehreren Pulverlöschern bekämpft. Durch den Brand kam es zu starker Verrauchung des Geschäftsbereichs und eines angrenzenden Betriebs; Rauch drang außerdem in die darüberliegenden Wohnungen ein.
Einsatzmaßnahmen: Kontrolle, Lüftung, Wärmebildprüfung
Ein Trupp ging mit Atemschutz und einem C-Rohr in das betroffene Geschäft vor, um die Lage zu kontrollieren. Parallel prüften Einsatzkräfte alle Geschosse und Wohnungen auf Personen, Raucheintrag und Kohlenmonoxid. Für die Kontrollen mussten mehrere Wohnungen zwangsweise geöffnet werden. Anschließend wurden die betroffenen Bereiche maschinell belüftet.
Im Bereich der Brandstelle entfernten die Einsatzkräfte Teile einer abgehängten Decke sowie die Isolierung, um Glutnester aufzuspüren. Zur abschließenden Kontrolle wurde ein Wärmebildgerät eingesetzt.
Betreuung, Verletzte und Übergabe an Polizei
Insgesamt wurden 33 Personen durch den Rettungsdienst gesichtet und betreut. Drei Betroffene erhielten zusätzliche Hilfe durch die Psychosoziale Notfallversorgung. Eine Person wurde mit dem Verdacht auf eine Rauchvergiftung zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert.
- Uhrzeit des Alarms: 0.55 Uhr
- Ort: Von-Emmich-Straße, Konstanz
- Eingesetzte Einheiten: Hauptamtliche Wache, Abteilung Petershausen, Rettungsdienst, Polizei
- Personen betreut: 33 (davon 3 psychosozial betreute)
- Krankenhaus: 1 Person wegen Verdacht auf Rauchvergiftung
| Maßnahme | Ergebnis |
|---|---|
| Evakuierung und Kontrollen | Gebäude geräumt, Wohnungen kontrolliert |
| Betreute Personen | 33 gesichtet, 3 psychosozial betreut |
| Krankenhauseinweisung | 1 Person (Verdacht auf Rauchvergiftung) |
Nach Abschluss der Kontrollen und Sicherungsmaßnahmen im Eingangsbereich wurde das Gebäude für die Bewohner wieder freigegeben. Im Anschluss übergaben die Einsatzkräfte die Einsatzstelle an die Polizei, die nun die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen hat.
Konsequenzen für Anwohner und Gewerbetreibende
Für die betroffenen Geschäftsflächen bedeutet der Vorfall unmittelbare Betriebseinschränkungen: Rauch- und Rußbelastung können Ware und Einrichtung schädigen, zudem sind weitere Sicherungs- und Schadensbeseitigungsmaßnahmen zu erwarten. Für die Bewohner ergaben sich kurzfristig Einschränkungen durch die Evakuierung und gewaltsam geöffnete Wohnungen; psychosoziale Betreuung wurde vor Ort angeboten.
Die Feuerwehr betonte die Notwendigkeit von Rauchwarnmeldern und einfachen Fluchtwegen in Mischgebäuden. Die Polizei ermittelt nun zu Ursache und Schadensumfang; hierzu machte sie keine näheren Angaben.
Der Einsatz zeigt einmal mehr, wie schnell ein Brand im öffentlichen und privaten Raum zu einer komplexen Rettungs- und Untersuchungsmaßnahme führen kann. Die koordinierte Reaktion von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei verhinderte nach Angaben der Einsatzkräfte offenbar Schlimmeres.