In Berlin ist erneut ein Mann durch Schüsse verletzt worden. Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei wurde ein 40‑Jähriger in der Nacht zum Dienstag nach mehreren Schüssen in einer Bar im Ortsteil Baumschulenweg in ein Krankenhaus gebracht. Der mutmaßliche Täter flüchtete vom Tatort; nach ihm wird gefahndet.
Tatverlauf, Einsatz und Ermittlungen
Nach den ersten Erkenntnissen der Ermittler soll ein etwa gleichaltriger Mann gegen 21.00 Uhr in der Gaststätte mehrere Schüsse auf den 40‑Jährigen abgegeben haben. Weitere Personen seien nach derzeitigem Kenntnisstand nicht verletzt worden. Direkt im Anschluss an die Tat entfernte sich der Beschuldigte vom Ort des Geschehens. Die Hintergründe der Schießerei sind bislang ungeklärt; eine Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen.
Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft betonte gegenüber Medien, dass die Ermittler derzeit keinen Zusammenhang zu den tödlichen Schüssen vor dem Bahnhof Zoo sehen, die sich einige Tage zuvor ereignet hatten. Zu jener Tat war ein 30‑Jähriger vor dem Bahnhofsgebäude erschossen worden; auch dort dauern die Ermittlungen an, und die Polizei bitte um sachdienliche Hinweise.
„Einen Zusammenhang zu den tödlichen Schüssen am Bahnhof Zoo sehen die Ermittler derzeit nicht“,
Die Lage in Berlin – Zahlen und Entwicklungen
Die jüngste Tat reiht sich ein in eine auffällige Zunahme von Fällen mit Schusswaffengebrauch in der Hauptstadt. Nach Angaben der Berliner Polizei wurden im Jahr 2025 insgesamt 1.119 Fälle von Schusswaffengebrauch registriert; das schließt auch Drohungen ohne Schussabgabe mit ein. Das entspricht einem Anstieg von 68 Prozent gegenüber 2024. Im laufenden Jahr 2026 gab es laut Polizeisprecher bis zum 5. August bereits 62 Straftaten mit scharfen Schusswaffen. Ein Schwerpunkt der Vorfälle liegt nach Erkenntnissen der Behörden im Bereich der Erpressung.
| Jahr | Bekannte Größen |
|---|---|
| 2025 | 1.119 Fälle (Schusswaffengebrauch, inkl. Drohungen) |
| Veränderung zu 2024 | +68 % |
| 2026 (Stand 5. August) | 62 Straftaten mit scharfen Schusswaffen |
Reaktionen und offene Fragen
Polizei und Staatsanwaltschaft seien in beiden Fällen – der Schießerei in Baumschulenweg und dem tödlichen Vorfall am Bahnhof Zoo – mit hoher Einsatzpräsenz aktiv, heißt es in den Mitteilungen. Während die Ermittler in Baumschulenweg nach dem flüchtigen Verdächtigen fahnden, läuft für den Fall am Bahnhof Zoo eine gesonderte Spurensuche mit Zeugenaufruf.
Die wiederholten Gewaltakte werfen Fragen zur Sicherheitslage in Berlin auf. Konkrete Maßnahmen gegen die Zunahme der Schusswaffenvorfälle wurden in den Pressemeldungen nicht detailliert genannt; es bleibt offen, wie Polizei und Politik die steigenden Zahlen künftig effektiv eindämmen wollen. Die Ermittlungen der Mordkommission sollen klären, ob es Motive, Täterkonstellationen oder Tatmuster gibt, die Hinweise auf präventive Schritte erlauben.
- Opfer: 40‑jähriger Mann in Baumschulenweg verletzt und ins Krankenhaus gebracht
- Täter: etwa gleichaltriger Mann, flüchtig; Fahndung läuft
- Ermittler: Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen
Für die Bevölkerung bleibt die Bitte um Mithilfe: Wer am Tatabend in Baumschulenweg Beobachtungen gemacht hat oder Hinweise zum Täter geben kann, soll sich bei der Polizei melden. Weitere Details zu Tatmotiv oder Tatwaffe wurden bislang nicht veröffentlicht.
Die erneute Schießerei ist ein weiterer warnender Eintrag in einer Bilanz, die die Sicherheitsdebatte in Berlin in diesem Sommer prägt. Die Ermittlungen laufen.