Umbau im K-Bahn-Betrieb: Ersatzverkehr im September – langfristige Umstellung angedacht
Die Rheinbahn kündigt eine weitreichende Änderung im K-Bahn-Angebot zwischen Krefeld und Düsseldorf an. In den kommenden Wochen werden Gleisarbeiten auf der gemeinsamen Strecke der Linien U70 und U76 durchgeführt. Vom 5. September bis zum 28. September ersetzt ein Bus-Ersatzverkehr beide Linien zwischen Prinzenallee und Rheinstraße. Dieser Ersatzverkehr fährt jedoch die Route der U76 ab und stellt damit ein Vorbild für eine mögliche dauerhafte Fahrplangestaltung dar.
Nach Angaben der Rheinbahn plant das Unternehmen, mit dem nächsten Fahrplanwechsel die Umläufe künftig einheitlich über die Linie U76 abzubilden und die bisher parallel verkehrende U70 dauerhaft einzustellen. Die U70 fährt zurzeit zusätzlich in der Hauptverkehrszeit und überspringt einige Haltestellen, wodurch sie rund fünf Minuten schneller ist. Das Unternehmen argumentiert jedoch, dass dieser Zeitvorteil in der Praxis kaum wirke, weil nur selten Fahrgäste die gesamte Strecke zurücklegten.
„Der Geschwindigkeitsvorteil der Linie U70 kommt aktuell nur zum Tragen, wenn die Fahrgäste die Gesamtstrecke zurücklegen – das ist aber selten der Fall.“
Gründe für die Bündelung und offene Genehmigungen
Die Rheinbahn nennt zwei zentrale Gründe für die vorgeschlagene Änderung: Erstens würden die meisten Nutzer den Nachteil fehlender Haltestellen als größer empfinden als die geringe Zeitersparnis; zweitens würden sich Fahrpläne leichter koordinieren lassen, wenn nur noch eine Linie auf der gemeinsamen Trasse eingesetzt werde. In der Frühspitze wäre die U76 dabei häufiger unterwegs, um das wegfallende Angebot der U70 zu kompensieren.
Bevor eine dauerhafte Umstellung umgesetzt werden kann, sind allerdings noch mehrere politische und administrative Entscheidungen nötig. Zustimmen müssen die an der Strecke beteiligten Kommunen Krefeld, Düsseldorf und Meerbusch sowie der Kreis Neuss. Darüber hinaus bedarf es der Genehmigung durch die Bezirksregierung. Die Rheinbahn zeigt sich zuversichtlich, dass das vorgeschlagene Konzept auf Zustimmung stoßen werde.
- Vorübergehender Ersatzverkehr: 5. bis 28. September – Busse ersetzen U70 und U76, fahren aber U76-Route
- Geplante Dauerumstellung: Wegfall der U70 mit Bündelung des Angebots über die U76 beim nächsten Fahrplanwechsel
- Entscheidungsträger: Krefeld, Düsseldorf, Meerbusch, Kreis Neuss und Bezirksregierung
Folgen für Fahrgäste und Betriebsablauf
Für Pendler aus Düsseldorf bedeutet die Bündelung: mehr Halteanbindungen, aber potenziell geringfügig längere Fahrzeiten auf manchen Direktverbindungen. Die Rheinbahn verweist darauf, dass die meisten Nutzer von einer einheitlicheren Bedienung der Haltestellen profitieren würden. Außerdem verspricht die Bündelung eine einfachere Fahrplankoordination, was insbesondere bei Störungen und im Berufsverkehr zu stabileren Abläufen führen könnte.
Konkrete Daten zu Taktverdichtungen, veränderten Abfahrtszeiten oder einer genauen Verkehrsstundenzahl hat die Rheinbahn bislang noch nicht vorgelegt. Ebenso offen bleibt, wie schnell die Abstimmungsprozesse zwischen den Kommunen und der Bezirksregierung verlaufen werden und ob sich daraus Verschiebungen beim geplanten dauerhaften Wegfall der U70 ergeben.
| Zeitraum | Maßnahme |
|---|---|
| 5.–28. September | Ersatzverkehr mit Bussen auf U76-Route (ersetzt U70 und U76) |
| Nächster Fahrplanwechsel (geplant) | Geplante dauerhafte Einstellung der U70 und Bündelung über U76 (vorbehaltlich Genehmigungen) |
Für Düsseldorfer Fahrgäste bleibt besonders wichtig, die offiziellen Mitteilungen der Rheinbahn sowie Ankündigungen der Stadt und der Verkehrsbehörden aufmerksam zu verfolgen. Änderungen könnten Zeitfenster, Umsteigeverhalten und Fahrzeiten im Berufsverkehr dauerhaft beeinflussen. Die anstehenden Gleisarbeiten im September geben zudem einen ersten praktischen Eindruck, wie sich das Angebot ohne die U70 für die tägliche Mobilität auswirkt.