Ausbildungsstart bei Dachser: Kontinuität in unsicheren Zeiten
In Neuss hat der Logistikdienstleister Dachser den Beginn des neuen Ausbildungs- und Studienjahres gefeiert. Insgesamt starteten am Standort 24 junge Menschen ihre Berufs- oder Studienausbildung: 23 Auszubildende sowie eine duale Studentin. Das Unternehmen betont damit seine Absicht, trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfeldes gezielt in Fachkräfte von morgen zu investieren.
Die Neuaufnahmen verteilen sich auf verschiedene Ausbildungsberufe und den dualen Studiengang; Dachser führt die regionale Personalentwicklung als Kernaufgabe fort, um die betrieblichen Kapazitäten dauerhaft zu sichern und auszubauen.
Berufe und Struktur der Ausbildungsgruppe
| Berufsbild | Anzahl |
|---|---|
| Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung | 9 |
| Kaufmann für Digitalisierungsmanagement | 1 |
| Fachlageristinnen / Fachlageristen | 6 |
| Fachkraft für Lagerlogistik | 1 |
| Berufskraftfahrerinnen / -fahrer | 6 |
| Duale Studentin (B.A. Logistikmanagement) | 1 |
Die Zahl der Einsteiger liegt dem Unternehmen zufolge in etwa auf dem Niveau des Vorjahres: 2025 hatten am Standort 20 Nachwuchskräfte ihre Ausbildung begonnen. Damit zeigt sich eine vergleichsweise stabile Ausbildungsquote, obwohl die Logistikbranche insgesamt mit konjunkturellen Schwankungen und strukturellen Herausforderungen konfrontiert ist.
Warum Dachser weiter auf Ausbildung setzt
Für die Geschäftsführung vor Ort ist die Nachwuchsförderung kein reines PR-Thema, sondern strategische Notwendigkeit. „Die Menschen in der Logistik sind es, die den Mehrwert unseres Geschäfts ausmachen. Sie erbringen tagtäglich die Leistungen, die unsere Kunden schätzen und honorieren“, erklärte Christof Sommer, Niederlassungsleiter bei Dachser. In der Praxis bedeutet das: Fachkräfte von außen sind schwer zu finden, deshalb investiert das Unternehmen in die eigene Qualifizierung.
„Deshalb investieren wir nach wie vor bewusst in die Ausbildung eigener Nachwuchskräfte und halten unsere Ausbildungsquote hoch.“ — Christof Sommer, Niederlassungsleiter Dachser
HR-Verantwortliche betonten zugleich, dass insbesondere die gewerblichen Ausbildungsplätze angesichts des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels besondere Aufmerksamkeit erfordern. „Nachwuchskräfte für die Logistik zu begeistern, ist vor allem im gewerblichen Bereich eine anspruchsvolle Aufgabe”, so Julia Röhl, HR Managerin. Sie fügte hinzu, dass eine enge Begleitung und Beratung der Auszubildenden wichtig seien, um Abschlussquoten zu verbessern und langfristige Perspektiven im Unternehmen zu schaffen.
Unterstützung und Perspektiven für Auszubildende
- Begleitung: Dachser setzt auf intensive fachliche und persönliche Betreuung während der Ausbildung.
- Weiterentwicklung: Das Unternehmen bietet nach Ausbildungsabschluss Perspektiven für Übernahmen und Weiterqualifikation.
- Standortfaktor: Das Logistikzentrum Niederrhein bleibt ein relevanter Arbeitgeber in der Region.
Konkrete Angaben zu Übernahmequoten oder Gehaltsniveaus für die einzelnen Ausbildungsberufe nennt Dachser in der Mitteilung nicht. Dennoch ist die Entscheidung, die Ausbildungszahlen stabil zu halten, ein Signal an die regionale Wirtschaft: Ausbildungsangebote bleiben in Neuss verfügbar, auch in einem Sektor, der für Lieferketten und Produktion eine Schlüsselrolle spielt.
Für junge Menschen in Neuss und Umgebung bedeutet das: Wer eine Ausbildung im Bereich Logistik anstrebt, findet am Standort attraktive Einstiegsangebote. Für Unternehmen und Politik ist es zugleich eine Erinnerung daran, Ausbildungskapazitäten zu sichern und die Attraktivität gewerblicher Berufe weiter zu stärken.
Die Begleitung und Qualifizierung der jetzt gestarteten Azubis wird zeigen, wie wirkungsvoll die Investitionen von Dachser in Personalentwicklung langfristig sind — sowohl für den Betrieb selbst als auch für die Arbeitsmarktstruktur in der Region Neuss.