Bei Gleisbauarbeiten im Bremer Stadtteil Hastedt ist am Freitag eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um einen Blindgänger mit einem Gewicht von rund 250 Kilogramm. Die Entschärfung soll noch am selben Tag erfolgen; deshalb wurden Evakuierungsmaßnahmen angeordnet und Verkehrseinschränkungen angekündigt.
Räumung im 500‑Meter‑Radius
Die Polizei teilte mit, dass in einem Umkreis von rund 500 Metern um den Fundort die Gebäude geräumt werden müssen. In dem Gebiet befinden sich sowohl Wohnhäuser als auch Gewerbebetriebe; wie viele Menschen genau betroffen sind, war zunächst nicht bekannt. Die Einsatzkräfte fordern Anwohnerinnen und Anwohner sowie Beschäftigte in den betroffenen Betrieben auf, die Sperrzone unverzüglich zu verlassen und den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten.
„Der Blindgänger solle noch am Nachmittag voraussichtlich ab 15.00 Uhr entschärft werden, teilte die Polizei mit.“
Auswirkungen auf ÖPNV und Schienenverkehr
Die Evakuierung hat bereits spürbare Folgen für den öffentlichen Nahverkehr in Bremen. Die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) meldete Einschränkungen für mehrere Linien. Betroffen sind insbesondere die Straßenbahnlinie 1 sowie die Buslinien 25 und 25X. Fahrgäste müssen mit Ausfällen, Umleitungen und Verspätungen rechnen.
| Linie | Voraussichtliche Auswirkung |
|---|---|
| Straßenbahn 1 | Teilausfall / Umleitung |
| Bus 25 | Ausfälle / Umleitung |
| Bus 25X | Ausfälle / Umleitung |
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Bitte bleiben Sie erreichbar und folgen Sie den Anweisungen der Polizei und des Ordnungsamts.
- Verlassen Sie die Sperrzone zügig und bringen Sie nur das Nötigste mit.
- Informieren Sie Angehörige über den Aufenthaltsort außerhalb der Gefahrenzone.
- Planen Sie längere Reisezeiten ein und prüfen Sie alternative Verkehrsverbindungen.
Weitere Details zu Sammelstellen, Betreuungsangeboten oder Rückkehrzeiten geben Polizei und Feuerwehr vor Ort bekannt. Die Behörden werden den genauen Ablauf der Entschärfung und mögliche Sperrzeiten veröffentlichen, sobald die Lage vor Ort abgeschlossen bewertet ist.
Hintergrund: Kriegsblindgänger in Bremen
Funde von Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg sind in Bremen und der Region wiederholt vorgekommen. Viele Blindgänger werden bei Bauarbeiten entdeckt, weil damals nicht detonierte Munition im Boden verblieben ist. Solche Funde erfordern eine vorsichtige Bewertung durch Sprengmeister; oftmals sind Evakuierungen und vorübergehende Verkehrssperren nötig, um die Entschärfung gefahrlos durchführen zu können.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung sorgfältiger Grabungsleitung hin: Bauunternehmen und Baufirmen sind verpflichtet, bei Verdacht auf Kampfmittel unverzüglich die zuständigen Stellen zu informieren und die Arbeiten zu unterbrechen.
Kommunikation der Behörden
Die Einsatzleitung vor Ort koordiniert Polizei, Feuerwehr, Ordnungsamt und gegebenenfalls das Technische Hilfswerk. Über konkrete Zeiten für die Rückkehr in die Sperrzone sowie über Verkehrsanpassungen informieren die Behörden im Tagesverlauf. Reisende werden gebeten, sich vor Fahrtantritt bei Verkehrsbetrieben und auf den Online‑Kanälen der Polizei zu informieren.
Für Medienanfragen verwiesen Polizei und Bremer Straßenbahn AG auf ihre jeweiligen Pressebüros. Das Ziel bleibt, die Entschärfung zügig und sicher durchzuführen und die Beeinträchtigungen für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten.
Aktuelle Informationen werden von den zuständigen Stellen veröffentlicht; Anwohner sollten die Durchsagen im Viertel sowie die offiziellen Kanäle beachten.