Klare Niederlage gegen Kortrijk wirft Fragen vor dem Saisonstart auf
Göttingen – Die BG Göttingen hat die Generalprobe vor dem Start der Zweitliga-Saison mit einer deutlichen 76:109-Niederlage gegen den belgischen Erstligisten House of Talents Kortrijk Spurs verloren. Die Partie, der sechste Test der Vorbereitungsphase, endete nach einem bis zur Halbzeit bereits deutlichen Rückstand von 32:56 aus Sicht der Veilchen. Die deutliche Pleite gibt dem Trainerteam und den Anhängern Anlass zur Sorge, weil sich in der Vorbereitung bereits eine Serie von klaren Niederlagen abzeichnet.
Trainer Martins Gulbis äußerte sich nach dem Spiel kritisch über die Leistung seiner Mannschaft. Er warf seinem Team mangelnde Abstimmung und übertriebene Aggressivität an ungeeigneten Stellen vor. Besonders nach dem ersten Viertel suchte er die offenen Worte und forderte lautstark Verbesserungen.
„Wir stehen uns selbst im Weg“, sagte Gulbis. Aus einer seiner Ansprachen war zudem die Aufforderung „put the f...ing ball in the net“ zu hören.
Konkrete Probleme: Rebounds, Ballverluste, Personal
Die Statistik untermauert die Kritik: Bei den Rebounds unterlagen die Veilchen mit 33:42, zudem sammelte das Team mit 14 Ballverlusten eine Anzahl, die in engen Begegnungen zu teuer wäre. Der erfolgreichste Göttinger Werfer war der Litauer Radvilas Kneizys mit 14 Punkten. Auffällig war erneut, dass die Mannschaft zeitweise nur mit acht Spielern agierte; zudem fehlte weiterhin Zac Watson.
| Wert | Göttingen | Kortrijk |
|---|---|---|
| Endstand | 76 | 109 |
| Halbzeit | 32 | 56 |
| Rebounds | 33 | 42 |
| Ballverluste | 14 | — |
Ergebnis im Kontext der Vorbereitung
Die Niederlage reiht sich in eine schwierige Testspielphase ein: In sechs Vorbereitungsspielen gab es nach Angaben des Vereins vier klare Niederlagen, dazu eine deutliche Pleite im BBL‑Pokal gegen Weißenfels. Diese Bilanz lässt Fragen offen, ob die Mannschaft die geforderte Spielidee – schnell, unterhaltsam und mit hoher Intensität – bereits konstant umsetzen kann.
- Offensiv kämpft das Team mit der Ballzirkulation gegen hohen defensiven Druck.
- Defensiv führt das zu vielen einfachen Korblegern des Gegners.
- Personalengpässe und geringe Rotation belasten die Belastungssteuerung.
Gulbis erklärte, die starken Testspielgegner seien bewusst gewählt worden, um vorhandene Probleme offenzulegen und vor dem Ligabeginn zu bearbeiten. Trotzdem bleibt die Frage, wie schnell die Mannschaft die Schwächen in Reboundarbeit, Abstimmung und Ballbehandlung beheben kann, um konkurrenzfähig in die Saison zu starten.
Ausblick auf den Saisonstart
Nur noch wenige Tage trennen die Mannschaft vom Ligastart: Am kommenden Samstag steht das Auftaktspiel gegen die RheinStars Köln an. Die Performance gegen Kortrijk zeigt, dass vor allem in Sachen Disziplin, Abstimmung und Inventar an Lösungen gearbeitet werden muss. Die Trainerbank hat die Richtung benannt; nun sind Spieler und Betreuer gefordert, die Mängel schnell abzubauen, damit die Saison nicht mit einer Negativserie beginnt.
Für die Fans bleibt vorerst die Hoffnung, dass die Analyse der Probleme und die Konsequenzen aus der Generalprobe rasch greifen. Die deutliche Niederlage hat jedenfalls den Druck erhöht – in sportlicher Hinsicht wie in der Erwartungshaltung an Team und Verantwortliche.