Neue Bewegungslandschaft neben dem Bolzplatz
In der Wilhelminenaue ist am Donnerstag ein neuer Parkour- und Bewegungspark offiziell eröffnet worden. Die Arbeiten dauerten knapp zwei Monate. Bei einem Medientermin stellte Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel das Angebot gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtratsfraktionen sowie Verantwortlichen aus der Stadtverwaltung vor.
Die Anlage ist als vielseitiger Übungsraum für Parkour, Calisthenics und akrobatische Übungen konzipiert. Sie befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum bestehenden Bolzplatz der Wilhelminenaue und ergänzt damit das lokale Sportangebot.
Einbindung der Parkour-Community und Materialwahl
Bei Planung und Ausgestaltung flossen Vorschläge der lokalen Parkour-Community mit ein. Die Projektverantwortlichen kombinierten natürliche und industrielle Materialien: So spielt Robinienholz eine Rolle bei den natürlichen Elementen, während Edelstahlstangen für Balance- und Klimmzugübungen eingesetzt wurden. Neben statischen Trainingsmöglichkeiten sind auch rampenartige Übergänge angelegt worden, die die Nutzung der Anlage barrierearm erleichtern.
„Die Anlage ergänzt die bestehenden Sporteinrichtungen in der Wilhelminenaue hervorragend. Sie ist vielfältig aufgeba
Architektonisch entstanden während der Bauphase verwinkelte Mauern aus Ziegelstein, die zahlreiche Kombinationen von Bewegungsabläufen und Hindernisfolgen zulassen. Außerdem wurden eine Sandgrube und ein Trampolin umgesetzt, um unterschiedliche Trainingsformen zu ermöglichen. Ein Fallschutzboden aus Kunststoff reduziert das Verletzungsrisiko und soll die Anlage auch für Anfängerinnen und Anfänger sicher nutzbar machen.
Besondere Elemente und Auswahl vor Ort
Als markante Elemente wurden große Granitfindlinge aus dem Fichtelgebirge in die Anlage integriert. Diese Steine wurden zusammen mit Nutzenden in einem Steinbruch ausgesucht und anschließend vor Ort platziert. Zur Einweihung demonstrierten Parkour-Sportlerinnen und -Sportler in einem offenen Training die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten.
- Funktion: Parkour, Calisthenics, Akrobatik
- Materialien: Robinienholz, Edelstahl, Ziegelstein, Granitfindlinge
- Sicherheitsmerkmale: Fallschutzboden aus Kunststoff
- Barrierearmut: Rampenübergänge zwischen Ebenen
Planung, Beteiligte und kurze Bauzeit
Am Projekt waren Planungsbüros aus Berlin und Hamburg beteiligt sowie das Stadtgartenamt Bayreuth. Namentlich genannt wurden unter anderem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Parkour Akademie sowie Projektleiterinnen der Stadtverwaltung. Die Regierung von Oberfranken unterstützte das Vorhaben im Rahmen der Städtebauförderung.
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Bauzeit | rund zwei Monate |
| Standort | Wilhelminenaue, Nähe Bolzplatz |
| Zielgruppen | Anfänger und erfahrene Sportler |
Die vergleichsweise kurze Bauzeit und die direkte Einbindung der späteren Nutzerinnen und Nutzer sind für die Verantwortlichen ein Erfolg: Die Anlage ist so entstanden, dass sie unterschiedliche Alters- und Könnensstufen anspricht und sich in das bestehende Sport- und Freizeitangebot der Wilhelminenaue einfügt.
Für Anwohnerinnen und Anwohner, Familien sowie Sporttreibende bietet der Park nun zusätzliche Möglichkeiten, sich draußen körperlich zu betätigen. Wie intensiv die Anlage künftig angenommen wird und in welchem Umfang organisierte Gruppen das Angebot nutzen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
Die Stadtverwaltung hat angekündigt, die Nutzung und mögliche Wartungsbedarfe zu beobachten, um den langfristigen Erhalt der Anlage sicherzustellen. Veranstaltungen oder Trainingsangebote in Kooperation mit lokalen Sportvereinen und der Parkour-Community sind denkbar, wurden zum Zeitpunkt der Eröffnung jedoch nicht konkret terminiert.