Der Zoo Duisburg hat die Anlage für Fischkatzen deutlich erweitert und damit Platzangebot sowie Haltungsqualität erhöht. Die Anlage am Raubtierhaus ist laut Zoo nun auf die doppelte Fläche vergrößert worden; Besucher können die neue Anlage bereits besichtigen. Als erster Bewohner ist der Kater „Narok“ eingezogen, noch in diesem Jahr soll eine weitere Katze dazukommen.
Finanzierung und Gestaltung
Finanziert wurde der Ausbau vom Verein der Freunde des Duisburger Tierparks, der mit mehr als 9.000 Mitgliedern zu den größten lokalen Fördervereinen gehört. Die Anlage wurde sowohl im Innen- als auch im Außenbereich neu gestaltet; beide Bereiche lassen sich jeweils teilen. Allein die Außenfläche beträgt nun 138 Quadratmeter.
- Außenfläche: 138 m² (neu)
- Innen- und Außenbereiche: jeweils teilbar
- Finanzierung: Verein der Freunde des Duisburger Tierparks (⟩9.000 Mitglieder)
Ausstattung und Tierwohl
Die neue Anlage ist nach Angaben des Zoos naturnah und artgerecht gestaltet. Sie bietet dichte Bepflanzung, zahlreiche Wurzeln, Kletterbäume sowie zahlreiche Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten. Zentral für die Fischkatzen sind mehrere Teiche, denn anders als viele andere Katzenarten scheuen Fischkatzen das Wasser nicht, sondern nutzen es aktiv zur Nahrungssuche.
„spätestens im nächsten Sommer“, so Kuratorin Janine Riesener gegenüber der Presse.
Ein besonderes Ausstattungsmerkmal ist ein bodentiefes Fenster, das Einblicke unter Wasser erlaubt und es Besuchern ermöglicht, die Tiere beim Schwimmen und Tauchen zu beobachten. Die Kuratorin des Zoos deutete an, dass die Unterwasserbeobachtung spätestens im kommenden Sommer ein noch stärkeres Besucherinteresse wecken dürfte.
Artenschutzkontext
Fischkatzen stammen ursprünglich aus den Regenwäldern Südostasiens. Ihr Speiseplan umfasst kleine Säugetiere, Vögel und vor allem Fische. In den letzten Jahren ist ihr Verbreitungsgebiet zurückgegangen. Ursachen sind unter anderem Müllentsorgung in Gewässern, Infrastrukturmaßnahmen, Siedlungsdruck und Abholzung. Diese Eingriffe führen laut Zoo dazu, dass Bestände isoliert werden und Wanderkorridore fehlen.
| Aspekt | Angaben |
|---|---|
| Außenfläche (neu) | 138 m² |
| Finanzierung | Verein der Freunde des Duisburger Tierparks (≙ >9.000 Mitglieder) |
| Besonderheiten | Teilbare Innen-/Außenbereiche, Teiche, bodentiefes Unterwasserfenster |
Folgen für Besucher und Stadt
Die Erweiterung verbessert nicht nur die Tierhaltung, sie könnte auch das Besucherangebot auf dem Kaiserberg stärken. Eine naturnah gestaltete Anlage mit Unterwasserfenster dürfte insbesondere Familien und Schulgruppen ansprechen. Für den Zoo bedeutet die Investition zudem eine Stärkung seiner Präsentations- und Bildungsaufgaben im Bereich Artenschutz.
Für Duisburg ist die Maßnahme auch ein Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen einer städtischen Einrichtung und einem großen Förderverein. Der Verein der Freunde des Tierparks hat mit der Finanzierung einen klaren Beitrag zur lokalen Tiergartenpflege geleistet.
Der Zoo erwartet, dass die Anlage in den kommenden Monaten weitere Bewohner bekommt und das Angebot spätestens im nächsten Sommer vollständig erlebbar sein wird.