Vorfall und Ermittlungsstand
Am späten Samstagnachmittag ist ein Hochzeitskorso auf den Autobahnen in der Nähe von Mainz zu einer gefährlichen Verkehrsbehinderung geworden. Nach Angaben der Autobahnpolizei Heidesheim meldete eine Autofahrerin den Korso gegen 17:30 Uhr. Mehrere Fahrzeuge hatten demnach die Fahrspuren der A643 in Richtung Autobahndreieck Mainz blockiert, indem sie deutlich langsamer als der übrige Verkehr fuhren und mit eingeschaltetem Warnblinklicht sowie Hupen auf sich aufmerksam machten.
Ablauf am Autobahndreieck und Weiterfahrt auf der A60
Den Ermittlern zufolge fuhren anschließend etwa 10 bis 15 Autos am Autobahndreieck ab und setzten die Fahrt auf der A60 in Richtung Darmstadt fort. Dabei stiegen laut Polizeibericht stellenweise Personen aus ihren Fahrzeugen und liefen über die Fahrbahn, was nach Einschätzung der Beamten eine deutliche Gefährdung des fließenden Verkehrs darstellte. Schließlich verließ der Korso die Autobahn an der Anschlussstelle Finthen, wo die Polizei die Hochzeitsgesellschaft anschließend feststellte.
Konsequenzen für einen Fahrer
Die Polizei kontrollierte vor Ort mehrere Beteiligte. Mindestens ein Fahrzeug wurde nach Angaben der Autobahnpolizei identifiziert, weil eine Zeugin dieses Auto zuvor telefonisch beschrieben hatte. Gegen den betreffenden Fahrer wird nun wegen Nötigung im Straßenverkehr ermittelt; er wird als Beschuldigter geführt. Weitere Ermittlungen richten sich gegen andere beteiligte Fahrzeuge und Personen.
Polizei bittet um Hinweise
Die Autobahnpolizei Heidesheim sucht Zeugen und mögliche Betroffene, die durch den Korso behindert oder gefährdet wurden. Hinweise nimmt die Dienststelle unter der Telefonnummer 06132-9500 entgegen. Alternativ kann Kontakt per E‑Mail aufgenommen werden: PAStHeidesheim@polizei.rlp.de. Die Beamten erhoffen sich durch weitere Meldungen zusätzliche Erkenntnisse zur Anzahl der beteiligten Fahrzeuge und zum genauen Ablauf.
- Zeitpunkt: Samstag, gegen 17:30 Uhr
- Betroffene Strecken: A643 Richtung Autobahndreieck Mainz, anschließend A60 Richtung Darmstadt
- Maßnahmen der Polizei: Identifikation von Fahrzeugen, Ermittlungen wegen Nötigung
Lokaler Kontext und Folgen
Für Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer in Mainz ist der Vorfall mehr als eine kurzfristige Behinderung: Solche Aktionen bergen erhebliche Risiken, weil Autobahnen auf das reibungslose Fahren mit höheren Geschwindigkeiten ausgelegt sind. Fußgänger auf der Fahrbahn erhöhen die Gefahr schwerer Unfälle, insbesondere wenn der übrige Verkehr nicht mit einer plötzlichen Behinderung rechnet. Darüber hinaus binden Einsätze von Polizei und Rettungskräften Personalressourcen, die andernorts fehlen könnten.
| Zeit | Ort | Ereignis |
|---|---|---|
| ca. 17:30 Uhr | A643 Richtung AD Mainz | Langsames Fahren, Warnblinklicht, Hupen |
| später | A60 Richtung Darmstadt | 10–15 Fahrzeuge, Personen auf Fahrbahn |
| anschließend | AS Finthen | Polizeikontrolle, Identifikation eines Fahrers |
Für die Mainzer Bevölkerung bleibt zu hoffen, dass die Ermittlungen der Autobahnpolizei Aufklärung bringen und zugleich abschreckend wirken. Präventive Hinweise und Öffentlichkeitsarbeit sind wichtig, damit Feierlichkeiten nicht zu einer Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer werden. Die Polizei bittet eindringlich darum, Verkehrsregeln auch bei Festlichkeiten zu respektieren und Alternativen wie gesicherte Veranstaltungsorte zu nutzen, statt Autobahnen für private Feierzüge zu verwenden.