Kultur Ludwigsburg Baden-Württemberg (BW)

Analogtage-Festival in Ludwigsburg: Drei Acts, eine analoge Aufnahmephilosophie

Am 18. September laden die Bauer Studios in Ludwigsburg zum „Analogtage“-Festival: Live-Konzerte vor Publikum, direkt und kompromisslos analog aufgezeichnet. Das Programm verbindet audiophile Aufnahmetechnik mit Konzertatmosphäre; die Zahl der Plätze ist streng limitiert.

Analogtage-Festival in Ludwigsburg: Drei Acts, eine analoge Aufnahmephilosophie
©Illustration KI Wolfgang Maier / we-news.com

Analog statt digital: Konzerte als Schallplatten-Master

Am 18. September 2026 finden in den traditionsreichen Bauer Studios in Ludwigsburg das Analogtage Festival statt. Veranstalter ist der deutsche HiFi-Hersteller Lehmannaudio gemeinsam mit Kooperationspartnern. Das Konzept setzt bewusst auf direkte, analoge Produktionswege: Musik wird live vor Publikum gespielt und in einer komplett analogen Regie unmittelbar auf Stereo-Analogmaster abgemischt.

Die Besonderheit des Formats liegt in der Verbindung von Konzertatmosphäre mit klassischer Aufnahmehandwerkstechnik. Die so entstehenden Master dienen als Grundlage für nachfolgende Schallplattenveröffentlichungen, die im Anschluss im aufwendigen Half Speed Mastering-Verfahren geschnitten werden. Damit steht das Festival sowohl für ein ästhetisches Bekenntnis zur Analogtechnik als auch für eine handwerklich anspruchsvolle Musikproduktion.

Programm und künstlerische Ausrichtung

Geplant sind drei unterschiedliche Produktionen, die stilistisch voneinander abweichen, aber die live-analoge Aufnahmepraxis gemeinsam haben:

  • Torsten Turinsky mit einer 8-saitigen Gitarre und einem instrumentalen Soloprogramm, das sich durch klangliche Vielschichtigkeit auszeichnet.
  • Vincent Slegers (BE) mit Gitarre und Gesang, begleitet von seiner 1932er National Dobro, dessen Roots-Ästhetik als dunkel und tief verwurzelt beschrieben wird.
  • Maximiliano Valdés Hammond Trio mit einem energiegeladenen, kreativen Zugang zum Jazz.

Gemeinsam repräsentieren die drei Acts musikalische Individualität und die besondere Faszination analoger Aufnahmeverfahren. Laut Ankündigung werden alle Konzerte „direct to analog 2-track“ aufgenommen, ein Verfahren, das ohne nachträgliche digitale Eingriffe auskommt.

„Musik live vor Publikum, direkt und kompromisslos analog aufgenommen.“

Ort mit Geschichte und akustischem Prestige

Die Wahl fiel bewusst auf die Bauer Studios, ein umgebautes Kino in Ludwigsburg, das wegen seiner akustischen Bedingungen und seiner Platzkapazität als idealer Ort gilt. Die Studios haben in der Vergangenheit Aufnahmen mit international bekannten Musikern ermöglicht und verfügen über eine lange Aufnahmegeschichte in Deutschland. Dieses Erbe macht den Veranstaltungsort für ein audiophiles Festival besonders geeignet.

Das Konzept des Festivals hebt auch den engen Kontakt zwischen Künstlern, Produktionsteam und Publikum hervor. Die Zahl der Plätze ist streng limitiert, was dem Abend einen exklusiven Charakter verleihen soll und zugleich Nähe zwischen Aufführung und Aufnahmesituation fördert.

Ausblick und Bedeutung für Ludwigsburg

Für Ludwigsburg bietet das Analogtage Festival gleich mehrere Impulse: Es stärkt die Rolle der Bauer Studios als kulturelles Zentrum, betont die Stadt als Standort für hochwertige Musikproduktionen und kann als Schaufenster für audiophile und handwerklich orientierte Labels dienen. Aufgrund des limitierten Platzangebots dürfte die Veranstaltung besondere Nachfrage erzeugen — sowohl bei lokalem Publikum als auch bei audiophilen Interessenten aus der Region.

Datum Ort Acts
18. September 2026 Bauer Studios, Ludwigsburg Torsten Turinsky, Vincent Slegers, Maximiliano Valdés Hammond Trio

Konkrete Angaben zu Ticketzahlen, Preisen oder dem genauen Ablauf der Aufnahmen wurden in der Mitteilung nicht genannt. Interessenten sollten die Ankündigungen der Veranstalter verfolgen, da Veröffentlichungen in Form von Schallplatten geplant sind und die entstehenden Master in einem spezialisierten Mastering-Verfahren weiterveredelt werden.

Das Analogtage Festival führt Ludwigsburgs Rolle als Industriestandort für Musikwirtschaft und als Standort historischer Tonstudios zusammen und bietet zugleich ein Nischenangebot für ein Publikum, das live produzierte, analoge Klangästhetik sucht.

Wolfgang Maier
Wolfgang KI Korrespondent Baden-Württemberg online

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