Rund 40 Engagierte aus 20 Urner Vereinen nutzten am Samstag, 22. August, die Gelegenheit zum Austausch beim Vereinsbrunch im Working Point Altdorf. Die Veranstaltung, organisiert von der Dätwyler Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Working Point, verstand sich sowohl als Dank an Freiwillige als auch als Plattform, um Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen aus der praktischen Vereinsarbeit zu teilen.
Grosses Bedürfnis nach Austausch
Die Beteiligung werteten die Veranstaltenden als deutliches Zeichen: Viele Vereine suchten den Dialog. In einer Mitteilung zitiert die Stiftung Geschäftsführerin Susanne Döhnert mit den Worten, dass «die grosse Beteiligung zeigt: Der Austausch unter den Urner Vereinen ist ein grosses Bedürfnis». Die Dätwyler Stiftung will die Vereine deshalb gezielt stärken und ihnen Impulse und Know-how für künftige Herausforderungen liefern.
«Die grosse Beteiligung zeigt: Der Austausch unter den Urner Vereinen ist ein grosses Bedürfnis.» — Susanne Döhnert, Geschäftsführerin Dätwyler Stiftung
Kooperationen als Antwort auf gemeinsame Herausforderungen
Ein zentrales Thema des Anlasses war das Impulsreferat von Patrick Deicher zum Thema Kooperationen in den Vereinen. Deicher machte darauf aufmerksam, dass zahlreiche Vereine mit ähnlichen Problemen kämpfen: die Suche nach Freiwilligen und Nachwuchs, begrenzte personelle und finanzielle Ressourcen sowie die wachsende Konkurrenz um die Freizeit der Menschen.
Seiner Darstellung nach bieten Kooperationen die Möglichkeit, Erfahrungen, Infrastruktur und Ressourcen zu teilen. Vernetzung sei kein Selbstzweck, sondern könne Vereine konkret entlasten, ihre Handlungsmöglichkeiten erweitern und neue Projekte ermöglichen, hiess es in der Mitteilung.
Konkrete Angebote: Der Vereinshub im Working Point
Parallel zum Brunch lernten die Teilnehmenden die Möglichkeiten des neuen Vereinshubs im Working Point kennen. Die Infrastruktur soll als Anlaufstelle für Vereine dienen, die Bedarf an Räumen, Ausstattung oder Vernetzung haben. Die Dätwyler Stiftung und der Working Point sehen darin eine praktische Ergänzung zur lokalen Vereinslandschaft.
- Datum: Samstag, 22. August
- Ort: Working Point Altdorf
- Teilnehmende: Rund 40 Personen aus 20 Urner Vereinen
- Organisatoren: Dätwyler Stiftung, Working Point Altdorf
| Aspekt | Angaben |
|---|---|
| Teilnehmende | Rund 40 Personen |
| Vereine | 20 Urner Vereine |
| Hauptthema | Kooperationen und Vernetzung |
Warum Vernetzung jetzt wichtig ist
Der Gesprächezfall am Brunch zeigte, dass viele Vereinsverantwortliche ähnliche Fragen bewegen: Wie gewinnen wir neue Freiwillige? Wie teilen wir begrenzte Mittel sinnvoll auf? Und wie lassen sich Angebote so gestalten, dass sie mit den veränderten Lebensgewohnheiten der Bevölkerung vereinbar sind? Diese Fragen tauchen in der Mitteilung mehrfach auf und spiegeln eine breitere Debatte über die Zukunft des freiwilligen Engagements in ländlichen und halbstädtischen Regionen.
Für kleinere Vereine ist der Zugang zu Räumen, Infrastruktur und Verwaltungsunterstützung zentrale Voraussetzung, um Projekte durchzuführen. Ein gemeinsamer Vereinshub kann diese Hürden senken, indem er Dienste bündelt und Austauschplattformen bietet.
Erfahrungen weitergeben und Perspektiven eröffnen
Teilnehmende schätzten gemäss Mitteilung besonders die Möglichkeit, praktische Erfahrungen auszutauschen. Solche Begegnungen ermöglichen kurzfristige Hilfeleistungen, etwa bei der Ausleihe von Material oder der gemeinsamen Nutzung von Veranstaltungsorten. Mittelfristig können sie auch die Grundlage für gemeinsame Projekte oder regionale Kooperationen bilden, die ökonomische und organisatorische Vorteile bringen.
Die Dätwyler Stiftung betonte, dass das freiwillige Engagement das gesellschaftliche Leben im Kanton Uri prägt. Indem Stiftungen, Vereine und Institutionen zusammenarbeiten, sollen nachhaltige Strukturen gefördert werden, die den Fortbestand des Vereinslebens sichern.
Ausblick
Der Vereinsbrunch versteht sich als Auftakt für weitere Angebote: Information, Beratung und die Nutzung des Vereinshubs sollen Vereinen künftig konkrete Unterstützung bieten. Ob daraus dauerhaft tragfähige Kooperationen entstehen, hängt von der Bereitschaft zur Zusammenarbeit und von der praktischen Umsetzbarkeit gemeinsamer Projekte ab. Für viele Urner Vereine scheint der Anlass jedoch ein Schritt in die richtige Richtung zu sein.