Die Urner Kantonalbank (UKB) hat ihre Partnerschaft mit den regionalen Tourismusorganisationen verlängert. In der Mitteilung nennen die Beteiligten die Absicht, die touristische und wirtschaftliche Entwicklung des Kantons weiterhin aktiv zu fördern und die Vermarktung der Region zu verstärken. Im Zentrum stehen die Steigerung der Sichtbarkeit der gesamten Tourismusregion und eine engere Vernetzung zwischen Wirtschaft, Bevölkerung und Tourismus.
Tourismus als wirtschaftliche Stütze
Der Tourismus ist eine zentrale Säule der Urner Wirtschaft. Laut der jüngsten Wertschöpfungsstudie generiert die Branche jährlich rund 184 Millionen Franken, was 7,7 Prozent der kantonalen Wertschöpfung entspricht. Rund 1'300 Vollzeitstellen hängen direkt oder indirekt am Tourismus – das ist etwa jeder siebte Arbeitsplatz im Kanton Uri.
Die Nachfrage bleibt stabil: 2025 verzeichnete Uri insgesamt rund 279'000 Hotel-Logiernächte. Davon entfielen 175'000 Übernachtungen auf die Ferienregion Andermatt und 104'000 auf das Urner Unterland. Diese Zahlen unterstreichen die regionale Bedeutung sowohl für den Berg- als auch für den Talraum.
Ziele und konkrete Schwerpunkte der Vereinbarung
Die Partner heben mehrere Handlungsfelder hervor, die sie mit der erneuerten Zusammenarbeit adressieren wollen. Gemäss der Mitteilung stehen insbesondere die folgenden Punkte im Vordergrund:
- Stärkung der regionalen Sichtbarkeit und gemeinsame Vermarktung
- Ausbau der Vernetzung zwischen Wirtschaft, Bevölkerung und Tourismus
- Gezielte Profilierung zentraler Angebote wie Kleinseilbahnen
- Förderung des Event-Bereichs zur Unterstützung von Hotellerie und Gewerbe
«Als Bank aller Urnerinnen und Urner und ihrer Unternehmen engagiert sich die UKB für einen starken Tourismus und damit für eine lebenswerte Region», so Lucien Berlinger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der UKB.
Uri Tourismus AG und Andermatt Urserntal Tourismus GmbH betonen die Bedeutung der Vereinbarung für die regionale Entwicklung: Maurus Stöckli sieht darin die Grundlage, «zentrale Angebote wie die Kleinseilbahnen gezielt als Erlebnispunkte zu profilieren», während Thomas Christen auf den Ausbau des Event-Bereichs und direkte Impulse für Hotellerie und Gewerbe im Urserntal abzielt.
Wirtschaftliche Einordnung
Für den Kanton Uri bedeutet die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit einer lokalen Bank wie der UKB eine Sicherstellung von finanziellen und organisatorischen Impulsen, die über reine Marketingmassnahmen hinausgehen. Solche Partnerschaften tragen dazu bei, Investitionsbereitschaft und lokale Wertschöpfung zu stabilisieren. Sie wirken sich nicht nur auf Gästezahlen, sondern langfristig auch auf Beschäftigung und Standortattraktivität aus.
Was bedeutet das für Gemeinden und Betriebe?
Konkrete Effekte dürften sich in mehreren Bereichen zeigen: Bessere Marketingkooperationen können die Auslastung der Hotels verbessern; profilierte Erlebnispunkte wie Kleinseilbahnen erhöhen die Attraktivität für Tagesgäste und Familien; ein ausgebauter Event-Bereich bringt zusätzliche Nachfrage für lokale Gewerbe und das Gastgewerbe. Die Mitteilung betont auch, dass Gäste, Einheimische und gewerbliche Partner gleichermassen von den touristischen Impulsen profitieren sollen.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Wertschöpfung Tourismus | 184 Mio. Fr. |
| Anteil an kantonaler Wertschöpfung | 7,7 % |
| Vollzeitstellen (direkt/indirekt) | ~1'300 |
| Hotel-Logiernächte 2025 | 279'000 (175'000 Andermatt / 104'000 Urner Unterland) |
Ausblick und Bedeutung
Die Vereinbarung signalisiert, dass die beteiligten Akteure langfristig an einem gemeinsamen Auftritt interessiert sind. Solche Partnerschaften können helfen, saisonale Schwankungen abzufedern und die Destination ganzjährig zu positionieren. Entscheidend wird sein, wie die Zusammenarbeit in konkrete Projekte und Investitionen übersetzt wird — etwa in Infrastruktur, Events oder digitale Vermarktung.
Für die lokale Wirtschaft stellt die UKB-Unterstützung einen stabilisierenden Faktor dar: Sie schafft Planungssicherheit für Tourismusbetriebe und eröffnet Möglichkeiten zur Bündelung von Ressourcen. Angesichts des hohen Anteils des Tourismus an der kantonalen Wertschöpfung bleiben solche Kooperationen ein zentrales Element der Standortpolitik im Kanton Uri.