Am Samstag wurde auf dem Auslandschweizerplatz in Brunnen die Installation «The Sun» des Künstlers Ugo Rondinone enthüllt. Das Werk, geschaffen vom international erfolgreichen Künstler, der in Brunnen geboren ist, besteht aus Schwemmholz aus dem Vierwaldstättersee und wurde von der Stiftung Auslandschweizerplatz in Auftrag gegeben. Ziel ist, das rund 5'400 Quadratmeter grosse Gelände am See sicht- und erlebbar aufzuwerten.
Materialität und Ort: Holz, Wasser, Erinnerung
Rondinone setzt bei «The Sun» bewusst auf ein lokales Material: Schwemmholz, das im Vierwaldstättersee angeschwemmt worden ist. Das Material verweist auf den unmittelbaren Kontext des Ortes — See, Ufer, Zeit — und verbindet so die Arbeit formell mit dem Terrain, auf dem sie steht. Dass der Künstler selbst aus Brunnen stammt, fügt dem Ensemble eine persönliche Komponente hinzu und betont die Verwurzelung der Arbeit im lokalen Raum.
Die Wahl des Titels, die Gestalt und die Präsenz der Skulptur zielen darauf ab, den Platz als öffentlichen Aufenthaltsraum zu stärken. Die Stiftung, welche die Arbeit in Auftrag gab, verfolgt damit offenbar ein urbanes Gestaltungsziel: Ein Areal rund um den See durch Kunst aufzuwerten und es für Einheimische wie Gäste attraktiver zu machen.
Öffentlicher Raum, Identität, Tourismus
Der Auslandschweizerplatz nimmt als Uferfläche eine besondere Rolle in Brunnen ein. Mit der neuen Installation erhält der Ort ein Zeichen, das sowohl lokale Identität als auch das touristische Angebot beeinflussen kann. Kunst im öffentlichen Raum schafft Treffpunkte, Gesprächsanlässe und Fotomotive — Faktoren, die für eine Seegemeinde wie Brunnen bedeutsam sind.
Konkrete Aussagen zu langfristigen Nutzungsplänen oder weiteren Interventionen auf dem Areal hat die Stiftung mit der Mitteilung zur Enthuellung nicht gemacht. Dass ein Werk von Rang installiert wurde, dürfte aber die Wahrnehmung des Platzes verändern und Diskussionen anstossen über Erhalt, Pflege und die Rolle von Kunst im öffentlichen Raum.
Reaktionen und Perspektiven
Bislang liegen keine direkten Zitate oder detaillierten Reaktionen aus der Bevölkerung vor. Die Platzierung einer Arbeit eines international bekannten Künstlers aus Brunnen wird aber voraussichtlich Resonanz finden — sowohl medial als auch lokal. Für Anwohnende und Gewerbebetriebe am Seeufer kann die Skulptur neue Besucherströme bedeuten; für die kulturelle Vermittlung bietet sie Stoff für Führungen, Vermittlungsprogramme und Bildungsangebote, sofern solche geplant werden.
- Künstler: Ugo Rondinone (aus Brunnen)
- Werk: «The Sun»
- Material: Schwemmholz aus dem Vierwaldstättersee
- Auftraggeber: Stiftung Auslandschweizerplatz
- Standortfläche: 5'400 Quadratmeter
Praktische Hinweise für Besuchende
Die Installation steht auf dem öffentlich zugänglichen Auslandschweizerplatz. Besuchende, die sich ein Bild machen möchten, erreichen Brunnen bequem per Zug und Schiff; Informationen zu speziellen Führungen oder Veranstaltungen im Zusammenhang mit der Enthuellung werden von der Stiftung publiziert, sofern solche vorgesehen sind. Wer die Arbeit anschaut, findet damit gleichzeitig einen neuen Bezugspunkt am Seeufer.
Bedeutung für die lokale Kulturszene
Die Platzierung von «The Sun» verdeutlicht, dass kleine Gemeinden mit passenden Partnern international beachtete Kunst realisieren können. Für die lokale Kulturszene kann dies eine Initialzündung sein: Kooperationen zwischen Stiftungen, Gemeinden und Künstlerinnen oder Künstlern eröffnen Möglichkeiten, öffentliche Räume mit künstlerischen Interventionen zu beleben. Genaue Angaben zu weiteren Projekten oder einer möglichen Dauerpräsenz der Skulptur machte die Stiftung bis zur Berichterstattung nicht.
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Werk | «The Sun» |
| Künstler | Ugo Rondinone (aus Brunnen) |
| Material | Schwemmholz (Vierwaldstättersee) |
| Auftraggeber | Stiftung Auslandschweizerplatz |
| Platzfläche | 5'400 m² |
Die Installation markiert einen sichtbaren Moment für Brunnen: Ein ortsverbundener Künstler kehrt mit einer Arbeit an seinen Geburtsort zurück und schafft dort einen neuen Ankerpunkt am See. Wie nachhaltig dieser Wirkungsgrad sein wird, hängt von der Pflege des öffentlichen Raums, der kommunalen Strategie und dem Engagement der lokalen Kulturakteure ab.