Die Kantonspolizei Schwyz zieht eine positive Bilanz der diesjährigen Radfahrerprüfungen: Zwischen dem 18. Mai und dem 17. September 2026 fanden im ganzen Kanton insgesamt 20 praktische Prüfungen statt. Rund 1'600 Primarschulkinder zeigten dabei, dass sie die wichtigsten Fertigkeiten für das sichere Velofahren im Strassenverkehr beherrschen.
Hohe Erfolgsquote nach mehrstufiger Vorbereitung
Die Prüfungen bildeten den Abschluss einer mehrstufigen Radfahrerausbildung, die im Kanton Schwyz bereits in der dritten Klasse beginnt und über zwei Jahre läuft. Lehrpersonen, Verkehrsinstruktoren der Kantonspolizei und Eltern arbeiten dabei eng zusammen. Gemäss Medienmitteilungen und lokalen Berichten erreichten über 97 Prozent der Teilnehmenden die erforderliche Punktezahl.
Unterschiedliche Berichte nennen als Gesamtzahl der angetretenen Kinder entweder 1'623 oder 1'628. Als bestandene Prüfungen werden in den Berichten 1'585 Kinder angegeben. Die Kantonspolizei betont, dass die hohe Erfolgsquote ein Indiz dafür sei, «dass sie sich sicher und regelkonform im Strassenverkehr bewegen können».
«Die Radfahrerprüfung ist ein wesentlicher Bestandteil in der Verkehrsbildung unserer Kinder und bildet den idealen Abschluss dieser intensiven Vorbereitungszeit», erklärte die Kantonspolizei Schwyz.
Inhalte und Organisation der Ausbildung
Die Ausbildung umfasst theoretische und praktische Komponenten. Zuerst absolvieren die Kinder einen theoretischen Wissenstest. Darauf folgen praktische Lektionen und Prüfungen auf realen Prüfungsstrecken. Die praktischen Übungen decken insbesondere folgende Bereiche ab:
- Verhalten in der Gruppe und am Trottoir
- Richtiges Befahren von Kreiseln
- Vorausschauendes Fahren und Blicktechnik
- Signalisation und Vortrittsregeln
- Sicheres Abbiegen und Spurhaltung
Auf den Prüfungsstrecken begleiteten Verkehrsinstruktoren der Kantonspolizei sowie Unterstützer aus lokalen Veloclubs die Kinder. Die Zusammenarbeit mit den Primarschulen und die Information der Eltern sind fester Bestandteil des Konzepts.
Prävention und lokale Auswirkungen
Die systematische Verkehrsbildung zielt nicht nur auf kurzfristige Prüfungserfolge, sondern auf langfristige Unfallverhütung. Kinder, die frühzeitig regelkonformes Verhalten und technische Fähigkeiten auf dem Velo erlernen, sind gemäss Fachleuten besser auf Alltagssituationen vorbereitet. Für Gemeinden bedeutet das weniger gefährliche Situationen an Schulwegen und Übergängen.
Für Eltern und Lehrpersonen ist die Prüfung ein Klarzeichen, dass die schulische und ausserunterrichtliche Vorbereitung wirkt. Die Einbindung der Veloclubs stärkt zudem das lokale Engagement und fördert eine nachhaltige Velokultur.
Praktische Hinweise für Eltern und Schulen
Die Kantonspolizei und die beteiligten Schulen empfehlen weiterhin:
- Regelmässiges Üben ausserhalb der Schulstunden, etwa auf ruhigen Quartierstrassen.
- Kontrolle der Velo-Ausrüstung: funktionierende Bremsen, passende Grösse, Licht und Reflektoren.
- Sichtbare Bekleidung und Helmtragen als Selbstverständlichkeit.
- Eltern als Vorbilder im Strassenverkehr – korrektes Verhalten hat Vorbildwirkung.
Die Kantonspolizei weist darauf hin, dass Verkehrsbildung eine gemeinsame Aufgabe sei und dass die Prüfungen den Abschluss einer längeren Ausbildung darstellen, nicht deren Anfang.
| Merkmal | Angaben |
|---|---|
| Zeitraum | 18. Mai – 17. September 2026 |
| Anzahl Prüfungsorte | 20 |
| Angetretene Kinder (berichtet) | 1'623 / 1'628 |
| Bestanden | 1'585 (über 97%) |
Die genaue Zahl der angetretenen Kinder variiert leicht in den Berichten, die Kernaussage bleibt jedoch gleich: Die Mehrheit der Primarschulkinder im Kanton Schwyz verfügt über die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten für das sichere Velofahren im Strassenverkehr.
Weitere Details zur Verkehrsbildung und Hinweise für Schulen und Eltern veröffentlicht die Kantonspolizei Schwyz regelmässig auf ihrer Website und in Informationsbroschüren.