Neue Anlage bietet Platz für Einsteiger wie Fortgeschrittene
Auf den Anhöhen von Pruntrut ist am Samstag offiziell der Jura Bike Park eröffnet worden. Die Anlage erstreckt sich über rund 11'000 Quadratmeter und umfasst mehrere Module, darunter Pumptracks, Jumpstrecken sowie Flow- und Skilltrail-Strecken. Betreiber und Verantwortliche bezeichneten den Park als den grössten dieser Art in der Westschweiz.
Aufbau und Zweck der Anlage
Der Park wurde in mehrere Bereiche unterteilt, die verschiedene Könnensstufen abdecken. Geplant sind Lernzonen für Kinder und Anfänger sowie anspruchsvollere Strecken für erfahrene Fahrerinnen und Fahrer. Insgesamt besteht die Anlage aus neun Modulen, die zusammen ein vielseitiges Übungs- und Freizeitangebot ergeben. Der Betreiber betont, dass das Angebot sowohl den Spass am Velo fördern als auch die Verkehrssicherheit verbessern soll, weil Üben auf speziellen Parcours zu mehr Selbstvertrauen im Strassenverkehr führen könne.
- Fläche: 11'000 m²
- Module: 9 (Pumptracks, Jumpstrecken, Flow- und Skilltrails)
- Projektkosten: 1,3 Mio. Fr., überwiegend durch Sponsoren und Mäzene finanziert
«Kinder bewegen sich immer weniger mit dem Velo. Das Üben auf einer solchen Anlage erlaube es, sich danach sicherer im Verkehr zu bewegen», sagte Arnaud Maître, Präsident der Stiftung Jura Bike Park.
Touristische Chancen für die Region
Die Initianten sehen in dem Projekt auch einen Impuls für den regionalen Tourismus. Der Präsident der Stiftung, Arnaud Maître, bezeichnete den Park als einen «grossen Trumpf» für die Gegend und zeigte sich überzeugt, dass die Anlage Besucherinnen und Besucher in die Region ziehen werde, was letztlich auch Übernachtungen und die lokale Wirtschaft stärken könne. Laut den Verantwortlichen sei der Park in dieser Grösse und Kombination in der Westschweiz einzigartig; vergleichbare Anlagen gebe es nicht einmal im benachbarten Frankreich.
Finanzierung und Trägerschaft
Die Realisierung des Projekts schlug mit 1,3 Millionen Franken zu Buche. Die Finanzierung erfolgte mehrheitlich über Sponsoren und Mäzene; öffentliche Förderbeiträge oder kommunale Beteiligungen wurden in den zugänglichen Angaben nicht detailliert genannt. Betreiber und Unterstützer betonen die Bedeutung privater Mittelgeber für die Umsetzung solcher spezialisierten Freizeitprojekte.
| Grösse | 11'000 m² |
|---|---|
| Module | 9 |
| Projektkosten | 1,3 Mio. Fr. |
| Finanzierung | Überwiegend Sponsoren und Mäzene |
Für die Bevölkerung von Pruntrut und die umliegenden Gemeinden bedeutet die neue Anlage eine zusätzliche Freizeitmöglichkeit im Freien, die Familien wie auch sportlich ambitionierten Velofahrerinnen und Velofahrern offensteht. Betreiberinnen betonen ausserdem den pädagogischen Aspekt: Der kontrollierte Umgang mit Tempo, Sprüngen und Kurven auf dem Parcours schaffe sichere Lernbedingungen.
Ausblick und Nutzungsfragen
Konkrete Angaben zu Betriebszeiten, Sicherheitsvorgaben oder einer möglichen Kostendeckung durch Nutzungstarife wurden bei der Eröffnung nicht detailliert kommuniziert. Ebenso offen bleibt, welche Angebote für Kurse, Jugendarbeit oder Kooperationen mit Schulen und Veloclubs geplant sind. Die Betreiber haben jedoch bereits Erwartungen formuliert, dass die Anlage eine regionale Ausstrahlung entwickeln und Besucherströme anziehen wird.
Die Eröffnung des Jura Bike Park markiert für Pruntrut einen sichtbaren Ausbau des Freizeitangebots auf den Anhöhen der Stadt. Ob die Anlage die gesteckten Ziele — mehr Velonachwuchs, gesteigerter Tourismus und ein sichereres Veloverhalten — erreicht, wird sich in den kommenden Monaten und Jahren zeigen.