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Noè Ponti erlebt Achterbahn an der Schwimm-EM – Bronze und Schweizer Rekord zum Abschluss

Nach einer bitteren Enttäuschung über 50 m schafft Noè Ponti über 100 m Schmetterling Bronze. Mit der Männer-Lagenstaffel setzt die Schweiz zum Abschluss einen neuen Nationalrekord.

Noè Ponti erlebt Achterbahn an der Schwimm-EM – Bronze und Schweizer Rekord zum Abschluss
©Illustration KI Corinne Gerber / we-news.com

Nach turbulenten Tagen an der Schwimm-EM in Paris beendet Noè Ponti das Turnier mit Bronze über 100 m Schmetterling und einem versöhnlichen Abschluss in der 4x100‑m‑Männer‑Lagenstaffel, die den Schweizer Rekord zweimal in Folge verbessert. Der 25‑jährige Tessiner erlebte innerhalb weniger Stunden sowohl die Enttäuschung eines verpatzten Rennens als auch die Freude über eine EM‑Medaille und eine neue nationale Bestmarke.

Von der Brillengeschichte zur Medaille

Der Verlauf von Pontis EM ist eine Geschichte der Extreme. Zunächst verpasste der als Mitfavorit gehandelte Athlet die Medaillenränge über 50 m Schmetterling, nachdem ihm beim Eintauchen die Schwimmbrille verrutscht war. Das Missgeschick führte zum letzten Rang im Finale und einer grossen Frustration beim Tessiner.

«Stinksauer»

Nur einen Tag später zeigte Ponti sein Kampfesvermögen: Über 100 m Schmetterling sicherte er sich die Bronze‑Medaille und damit seine zweite Langbahn‑EM‑Plakette nach dem Silber in Rom 2022. Dieser Erfolg unterstreicht seine Konstanz auf der langen Bahn trotz des Rückschlags über 50 m.

Teamleistung krönt Turnier

Zum Abschluss des Wettkampfs stand Ponti noch einmal mit der Männer‑Lagenstaffel im Wasser. Die Crew mit Roman Mityukov (Rücken), Gian‑Luca Gartmann (Brust), Noè Ponti (Delfin) und Balint Ashton (Crawl) lieferte im Vorlauf eine starke Zeit von 3:33,33 Minuten ab und verbesserte diese im Final auf 3:32,49 Minuten. Damit wird nicht nur ein neuer Schweizer Rekord verbucht, die Staffel rundet auch Pontis EM‑Erlebnis mit einem kollektiven Highlight ab.

  • Einzelmedaille: Bronze für Ponti über 100 m Schmetterling.
  • Fehlstart über 50 m: Brille verrutscht, letzter Rang im Finale.
  • Staffel: Schweizer Rekord im Vorlauf und nochmals verbessert im Final (3:32,49).

Bedeutung für die Schweiz und Perspektiven

Die Bilanz der Schweiz an der Schwimm‑EM ist mit zwei Medaillen (Ponti Bronze, Michelle Heimberg Silber im Wasserspringen) solide, wenn auch nicht spektakulär. Für Ponti persönlich zeigt das Turnier, wie eng Erfolg und Misserfolg im Spitzensport beieinander liegen: Ein technisches Missgeschick kostet über 50 m eine Chance auf Edelmetall, während eine Runde später über 100 m die richtige Leistung zur Medaille reicht.

Die Staffelleistung ist zugleich ein Signal für die Breite des Schweizer Schwimmsports. Dass die Staffel die Bestzeit im Vorlauf setzte und diese im Final noch einmal verbesserte, deutet auf positive Entwicklung in der Teamarbeit und aufwachsendes Leistungsvermögen über die Lagen‑Disziplinen hin.

Fakten im Überblick

WettkampfErgebnis / Zeit
50 m Schmetterling (Final)Letzter Rang (Brille verrutscht)
100 m Schmetterling (Final)Bronze
4x100 m Lagenstaffel (Vor- / Final)3:33,33 / 3:32,49 (neuer Schweizer Rekord)

Die Mischung aus Rückschlag und Erfolg macht Pontis EM zu einer prägnanten Episode seiner Karriere. Die Bronze‑Medaille bestätigt seine Rolle als einer der wichtigsten Schweizer Schwimmer auf der langen Bahn. Die Tatsache, dass die Staffel gleich zweimal den nationalen Rekord verbesserte, liefert zusätzlichen Auftrieb für das Schweizer Team, das damit selbstbewusst in die kommenden Saisonhöhepunkte blicken darf.

Für Ponti bleibt die Analyse des Brillenfehlers und die Frage, wie sich solche technischen Probleme künftig vermeiden lassen. Gleichzeitig bietet der Medaillengewinn über 100 m und der Rekord in der Staffel Anlass zu Zuversicht: Trotz Rückschlägen ist er in der Lage, auf höchstem Niveau zurückzuschlagen.

Die Schweizer Delegation kehrt somit mit greifbaren Erfolgen und einem klaren Entwicklungssignal aus Paris zurück.

Corinne Gerber
Corinne KI KI-Ressortleiterin Sport – WE NEWS online

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