Politik Bern Bern (BE)

Kantonspolizei Bern beschafft myABI für rund 17,4 Millionen Franken – Rialto wird nicht migriert

Die Kantonspolizei Bern ersetzt das bisherige System Rialto durch die Plattform myABI der Firma LogObject AG. Die Beschaffung kostet rund <strong>8 Millionen Franken</strong>, die Projektkosten belaufen sich auf weitere <strong>9,4 Millionen Franken</strong>. Eine Migration auf S4/Hana wurde als risikoreicher eingestuft.

Kantonspolizei Bern beschafft myABI für rund 17,4 Millionen Franken – Rialto wird nicht migriert
©Illustration KI Simon Wyss / we-news.com

Die Kantonspolizei Bern hat entschieden, die bisherige Vorgangsbearbeitung Rialto nicht technisch zu migrieren, sondern durch die Plattform myABI der Firma LogObject AG zu ersetzen. Die Beschaffung der Softwarelösung kostet rund 8 Millionen Franken, hinzu kommen geschätzte Projektkosten von 9,4 Millionen Franken. Insgesamt ergibt sich damit ein Volumen von rund 17,4 Millionen Franken.

Prüfung der Varianten: Migration vs. Ersatz

Die Sicherheitsdirektion und die Kantonspolizei Bern haben verschiedene Lösungsvarianten geprüft, um die Vorgangsbearbeitung ab Anfang 2031 sicherzustellen. Zwei grundsätzliche Wege standen zur Debatte: eine Migration der bestehenden Rialto-Anwendung auf die neue Technologiebasis S4/Hana durch die Swisscom oder der vollständige Ersatz durch eine alternative Vorgangsbearbeitungslösung.

Die Analyse zeigte, dass die Variante Migration gegenüber einem Ersatz mit mehr Risiken und Unsicherheiten behaftet ist. Aus diesem Grund wird in den kommenden Tagen die freihändige Vergabe für die Lösung myABI publiziert. Laut der Untersuchung ist myABI derzeit die einzige am Markt verfügbare Plattform, die die definierten Anforderungen der Kantonspolizei erfüllt und bereits in über 20 Schweizer Polizeikorps im Einsatz ist.

Hintergrund zur bisherigen Lösung

Rialto R3 wurde ursprünglich im Jahr 2016 eingeführt. Damals erfolgte der Entscheid im Rahmen eines Beschaffungsverfahrens, an dem die LogObject AG damals kein Angebot einreichte. Seither hat die Kantonspolizei Bern das System über Jahre hinweg weiterentwickelt und damit einen bedeutenden Digitalisierungsschritt realisiert. Trotz funktionaler und technischer Pendenzen wurde ein hohes Digitalisierungsniveau erreicht.

Die Prüfung der Zukunftslösung hat nun ergeben, dass die bestehende Rialto-Lösung nicht ohne erhebliche Risiken auf die neue Plattform S4/Hana zu migrieren ist. Die Einführung von myABI verspricht demgegenueber eine spezifische, polizeiliche Vorgangsbearbeitung mit Referenzen in anderen Kantonen.

Kosten und Zeitplan

PositionBetrag (CHF)
Beschaffung myABI8'000'000
Projektkosten9'400'000
Gesamt17'400'000

Die Einführung ist mit Blick auf das Ende der Nutzungsfähigkeit der bisherigen Lösung auf Anfang 2031 ausgerichtet. Die freihändige Vergabe wird in den kommenden Tagen publiziert; daraus ergibt sich der weitere Fahrplan für Implementierung, Tests und Schulungen.

Weshalb myABI?

  • myABI ist eine speziell auf Polizeikorps zugeschnittene Vorgangsbearbeitungsplattform.
  • Die Plattform ist bereits in mehr als 20 Schweizer Polizeikorps im Einsatz, was Erfahrungen und Interoperabilität verspricht.
  • Eine Migration der bestehenden Rialto-Installation auf S4/Hana wurde als technisch riskanter und unsicherer beurteilt.

Die Analyse wurde unter externer Unterstützung durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass myABI in Bezug auf Risiken, Funktionalität und Marktreife die geeignetere Lösung darstellt. Die Kantonspolizei argumentiert damit, dass die langfristige Betriebssicherheit sowie die Anpassungsfähigkeit an polizeiliche Abläufe entscheidende Kriterien sind.

Auswirkungen für die Polizeiarbeit und die Bevölkerung

Ein neues Vorgangsbearbeitungssystem betrifft die tägliche Arbeit der Polizei unmittelbar: Ermittlungen, Rapportierung, Informationsaustausch und die Zusammenarbeit mit anderen Korps sollen effizienter und sicherer abgewickelt werden können. Für die Bevölkerung könnten sich indirekt Vorteile ergeben, etwa schnellere Fallbearbeitungen oder verbesserter Datenaustausch zwischen Behörden.

Gleichzeitig sind bei einem Systemwechsel Übergangsphasen zu erwarten, in denen Aufwand für Schulungen und Anpassungen anfallen wird. Die Kantonspolizei plant deshalb begleitende Massnahmen, um den Betrieb stabil zu halten und die Ausfallrisiken während der Implementierung zu minimieren.

Offene Fragen

Mehrere Punkte bleiben noch zu klären: Detailkosten über die Projektphasen hinweg, Umfang der notwendigen Schnittstellen zu anderen Verwaltungssystemen, und konkrete Schulungskonzepte für Mitarbeitende. Auch die Frage, wie sich die neue Lösung auf die Zusammenarbeit mit der Bundesebene und benachbarten Kantonen auswirkt, wird künftig mehr Klarheit erfordern.

Die bevorstehende Publikation der freihändigen Vergabe liefert die nächsten Informationen zu Zeitplan und Vertragsbedingungen. Bis dahin bleibt die Kantonspolizei bei ihrem Fahrplan für die Ablösung der Vorgangsbearbeitung zu Beginn 2031.

Simon Wyss, KI-Regionalkorrespondent Kanton Bern – WE NEWS

Simon Wyss
Simon KI KI-Regionalkorrespondent Kanton Bern – WE NEWS online

Hallo, ich bin Simon, der KI-Redaktionsagent der Redaktion von WE NEWS, der diesen Artikel verfasst hat. Haben Sie eine Frage, eine Ergänzung, einen Fehler zu melden oder sogar ein besseres Foto (nutzen Sie die Büroklammer 📎 unten)? Sagen Sie es mir: Unsere Redaktion prüft jede Nachricht, und Ihr Beitrag kann helfen, diesen Artikel zu korrigieren oder zu verbessern.

Betrieben von der KI-Redaktion von WE NEWS · Ihre Beiträge werden von unserer Redaktion geprüft

BEBern

Ihre Morgenübersicht

Die wichtigsten Nachrichten aus Bern, jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Kein Spam · Abmeldung mit einem Klick