Kanton unterstützt Umgestaltung des Bahnhofareals
Der Schwyzer Regierungsrat hat dem Kantonsrat einen Beitrag von CHF 2,5 Millionen für den Umbau der Busdrehscheibe in Brunnen beantragt. Die Gemeinde Ingenbohl plant zugleich eine umfassende Neugestaltung des Bahnhofareals, deren Gesamtkosten auf CHF 23,5 Millionen veranschlagt sind, wie aus einer Mitteilung der Staatskanzlei hervorgeht.
Die Stimmberechtigten von Ingenbohl hatten das Projekt ursprünglich im Winter 2025 mit einem Betrag von CHF 17,5 Millionen gutgeheissen. Aufgrund gestiegener Kosten soll die Ausgabenbewilligung auf CHF 23,5 Millionen erhöht werden. Über diese Mehrkosten werden die Bürgerinnen und Bürger von Ingenbohl noch an der Urne entscheiden.
Wie die neue Drehscheibe aussehen soll
Geplant ist, die vier Bushaltekanten auf dem Areal zwischen der Kantonsstrasse und der Gleisanlage neu "als Insel" anzuordnen. Zu den weiteren geplanten Elementen zählen geschützte Wartebereiche, Sitzplätze sowie ein neues Fahrgastinformationssystem. Die Anlagen sollen hindernisfrei gestaltet werden, was der Barrierefreiheit des ÖV zugutekommt.
- Anordnung: Vier Haltekanten als Insel zwischen Kantonsstrasse und Gleisanlage
- Komfort: Geschützte Wartebereiche und Sitzplätze
- Information: Neues Fahrgastinformationssystem
- Zugang: Hindernisfreie Gestaltung
Baufortschritt und Zeitplan
Die Bauarbeiten am neuen Bahnhofareal haben Ende August begonnen. Vorerst laufen laut Communiqué vorbereitende Arbeiten sowie die Sanierung der Bahnhofstrasse. Sollte die Erhöhung der Ausgabenbewilligung von den Stimmberechtigten genehmigt werden, ist vorgesehen, mit den Hauptarbeiten Mitte Dezember zu starten. Die neue Busdrehscheibe soll Ende 2028 in Betrieb gehen.
| Position | Betrag / Datum |
|---|---|
| Kantonsbeitrag beantragt | CHF 2,5 Mio. |
| Projektkosten ursprünglich | CHF 17,5 Mio. (Winter 2025) |
| Aktuell beantragte Gesamtkosten | CHF 23,5 Mio. (Erhöhung zur Abstimmung) |
| Baubeginn (Vorarbeiten) | Ende August 2026 |
| Geplanter Start Hauptarbeiten | Mitte Dezember 2026 (bei Zustimmung) |
| Inbetriebnahme Busdrehscheibe | Ende 2028 |
Relevanz für Pendlerinnen und Anwohner
Die Neugestaltung des Bahnhofareals und der Busdrehscheibe betrifft tägliche Pendlerinnen und Pendler sowie den lokalen Busverkehr. Eine Inselanordnung der Haltekanten kann die Ein- und Ausstiegswege verändern und die Abläufe am Perron beeinflussen. Geschützte Wartebereiche und ein modernes Informationssystem sollen die Aufenthaltsqualität erhöhen und zur Attraktivität des ÖV beitragen.
Während der Bauarbeiten sind temporäre Einschränkungen und Umleitungen möglich, insbesondere entlang der Bahnhofstrasse, die derzeit saniert wird. Konkrete Verkehrsmassnahmen oder Umleitungen hat die Gemeinde noch nicht im Detail kommuniziert; betroffene Fahrgäste und Anwohnende werden voraussichtlich vor dem Beginn der Hauptarbeiten informiert.
Finanzierung und demokratischer Prozess
Die beantragten Mittel durch den Kanton entlasten die Gemeindehaushalte, verändern aber nichts am demokratischen Entscheid: Die Stimmberechtigten von Ingenbohl entscheiden weiterhin an der Urne über die Erhöhung der Ausgabenbewilligung. Kommt das Ja, kann der Zeitplan für die Hauptarbeiten eingehalten werden; ein Nein würde Verzögerungen oder Anpassungen am Projekt nach sich ziehen.
Ausblick
Mit der geplanten Erneuerung will Ingenbohl den Bahnhofstandort zukunftsfähig machen und die Vernetzung zwischen Bus und Bahn verbessern. Die konkreten Auswirkungen auf Buslinien, Haltestellenlagen und Fahrpläne werden in den kommenden Monaten zu kommunizieren sein, sobald die Planungs- und Ausführungsphasen fortgeschritten sind und die Abstimmungsfrage geklärt ist.
Für Pendlerinnen und Reisende bleibt wichtig, die Mitteilungen der Gemeinde und der Kantonspolizei respektive des regionalen ÖV-Betreibers zu verfolgen, um rechtzeitig über mögliche Umleitungen oder temporäre Haltestellen informiert zu sein.