«Bei Königswetter ging am Sonntag in Einsiedeln die letzte Austragung des Iron Bike Race über die Bühne.»
Fanger entscheidet Langdistanz und Serie
Bei hervorragenden Bedingungen gewann Martin Fanger die Langdistanz über 81 Kilometer in Einsiedeln und sicherte sich damit auch den Gesamtsieg in der Bike Marathon Classics 2026. Auf den Plätzen folgten der Belgier Frans Claes (+0:45) und Hansueli Stauffer (+6:04). Für Fanger war es der vierte Sieg in Serie nach der Eiger Bike Challenge, dem Grand Raid BCVS und dem Nationalpark Bike-Marathon; damit dominierte er die Serie eindrücklich.
Die Spitzenphase des Rennens prägten mehrere überraschende Wendungen. Stauffer, der im Vorjahr offiziell zurückgetreten war, stand erstmals wieder am Start, um seinen Freund Claes bei dessen letztem Rennen zu begleiten. Bald jedoch erfasste ihn das Rennfieber: In Alpthal und Einsiedeln führte er zeitweise das Feld an, musste am zweiten Bergpreis aber abreissen lassen. Fanger und Claes fuhren lange Zeit zusammen bis Trachslau, ehe Fanger davonzog und den Sieg herausfuhr.
Frauenrennen: Weinbeer siegt – Nay holt die Series
Beim Frauenrennen gelang Anna Weinbeer ein klarer Start-Ziel-Erfolg; sie gewann in Einsiedeln zum vierten Mal im laufenden Classics-Jahr. Dennoch reichte das nicht zum Serienerfolg. Alessia Nay sicherte sich den Gesamtsieg in der Bike Marathon Classics mit einem Vorsprung von zehn Punkten auf Weinbeer (1010 zu 1000 Punkten), weil Weinbeer zwei Rennen ausgelassen hatte. In Einsiedeln belegte Stefanie Zahno den dritten Rang und beendete die Serie ebenfalls auf dem dritten Gesamtrang.
Comebacks und Abschiede
Das Rennen in Einsiedeln bot neben sportlichen Leistungen auch emotionale Momente. Frans Claes verabschiedete sich als Zweiter der Gesamtwertung und bestritt sein letztes Rennen. Ebenfalls im Feld stand Urs Huber, der nach einer verletzungsbedingten Unterbrechung der letzten Saison eigentlich zurückgetreten war. Huber kehrte dieses Jahr zurück, um sich mit guten Resultaten zu verabschieden; mit Rang 6 in Einsiedeln sicherte er sich in der Classics-Wertung den dritten Platz.
In der Kategorie Fun sicherte sich Andreas Plüss mit seinem dritten Saisonsieg den Gesamtsieg vor Mathieu Rochat und Marcio Lourenço. Auch auf der verkürzten Mitteldistanz über 49 Kilometer gab es Sieger, die das Teilnehmerfeld ergänzten; das Rennen festigte damit die Bedeutung des Events für Breiten- und Spitzensport in der Region.
- Langdistanz (81 km) Männer: 1. Martin Fanger, 2. Frans Claes (+0:45), 3. Hansueli Stauffer (+6:04)
- Langdistanz (81 km) Frauen: 1. Anna Weinbeer, 2. Alessia Nay, 3. Stefanie Zahno
- Fun-Kategorie: 1. Andreas Plüss (Gesamtsieg Serie)
| Wertung | Fahrer(in) | Anmerkung |
|---|---|---|
| Gesamtsieg Classics (M) | Martin Fanger | Vier Siege in Folge |
| Gesamtsieg Classics (W) | Alessia Nay | 1010 zu 1000 Punkten gegen Weinbeer |
| Platz 2 (M) | Frans Claes | Letztes Rennen; Zweiter Gesamtrang |
Bedeutung für Einsiedeln
Das Iron Bike Race schloss sein Kapitel in Einsiedeln mit einem sportlich hochkarätigen Finale. Für die Region bedeutet das Rennen nicht nur eine Demonstration des lokalen Mountainbike-Angebots, sondern auch eine Bühne für nationale und internationale Athletinnen und Athleten. Die Rennen zogen Teilnehmende aus verschiedenen Kategorien an und boten Zuschauerinnen und Zuschauern spannende Rennverläufe sowie bekannte Gesichter, die für Gesprächsstoff sorgten.
Die klare Dominanz von Martin Fanger in der Serie sowie das knappe Resultat bei den Frauen zeigen die Spannbreite der Leistungsdichte im Schweizer Bikemarathon. Für Einsiedeln bleibt der Anlass ein sportlicher Höhepunkt der Saison und ein Abschluss, der sowohl sportliche Höhepunkte als auch persönliche Abschiede und Comebacks vereinte.