Der FDP-Grossstadtrat Jeronim Perović hat den Stadtrat aufgefordert, zu prüfen, wie Gewerbetreibende in der Schaffhauser Altstadt, die durch Baustellen beeinträchtigt sind, gezielt entlastet werden können. Perović macht damit ein Problem öffentlich, das viele Ladeninhaber und Dienstleister in der Innenstadt zunehmend belastet: Baustellen gehören zum Stadtbild, doch die wirtschaftlichen Folgen für Kleingewerbe bleiben bestehen.
Problem: Baustellen als Belastung für Lädeli
In seinem Vorstoss verweist Perović auf die Schwierigkeiten, die temporäre Bauarbeiten für die Erreichbarkeit, Sichtbarkeit und Kundschaft kleinerer Betriebe mit sich bringen. Konkrete Zahlen zu Umsatzrückgängen oder Geschäftsaufgaben nennt der Vorstoss nicht; das Thema wird jedoch in der lokalen Öffentlichkeit und bei Betroffenen immer wieder beklagt. Die Medienredaktion weist darauf hin, dass Baustellen das Erscheinungsbild der Altstadt prägen und Gewerbetreibende darunter leiden.
Lausanner Lösung als Referenz
Perović schlägt vor, die Erfahrungen anderer Städte zu prüfen; in der Debatte wird ausdrücklich eine Lösung aus Lausanne genannt. Welche konkreten Elemente dieser Lösung für Schaffhausen adaptiert werden könnten, soll Gegenstand der Prüfung sein. Der Vorstoss zielt darauf ab, dem Stadtrat eine Grundlage für mögliche Massnahmen zu liefern und die politischen Verantwortlichen zum Handeln zu bewegen.
Mögliche Handlungsfelder
Die Prüfung könnte verschiedene Bereiche betreffen. Ohne Vorfestlegungen nennt die politische Debatte typische Fragestellungen, die in solchen Abklärungen relevant sind:
- Finanzielle Entlastungen oder Unterstützungsbeiträge für besonders betroffene Gewerbe;
- Verbesserte Kommunikation über Baustellenzeitraum und Zugangswege für Kundschaft;
- Temporäre Massnahmen zur Erhöhung der Sichtbarkeit von Geschäften trotz Baustelle;
- Koordination von Baustellenphasen, um Überschneidungen mit wichtigen Handelszeiten zu minimieren.
Vor- und Nachteile häufiger Massnahmen
| Massnahme | Wirkung | Aufwand |
|---|---|---|
| Direkte Finanzhilfe | Entlastet kurzfristig betroffene Betriebe | Haushaltswirksam, bedarf Kriterien |
| Signalisation & Zugangsverbesserungen | Verbessert Erreichbarkeit, geringe Kosten | Koordination mit Bauherrn notwendig |
| Koordinierte Bauplanung | Vermeidet kumulative Belastung | Erfordert Verwaltungsaufwand |
Reaktionen und politische Perspektive
Der Vorstoss von Perović zielt darauf ab, den Stadtrat zu einer systematischen Abklärung zu bewegen. Ob und in welchem Umfang der Stadtrat aktiv wird, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Eine Prüfung kann unterschiedliche Resultate liefern: Sie kann zu konkreten Vorschlägen führen, die in die Leitpläne der Stadt einfliessen, oder sie kann aufzeigen, dass bestehende Instrumente bereits ausreichen und lediglich besser angewendet werden müssen.
Was Gewerbetreibende derzeit beachten können
Unabhängig von politischen Entscheiden bleibt für Einzelne wichtig, vorhandene Instrumente zu nutzen und sich zu vernetzen. Mögliche praktische Schritte für betroffene Lädeli sind:
- Kontaktaufnahme mit der Stadtverwaltung, um Informationen über Baustellenplanung zu erhalten;
- Koordination innerhalb von Branchenorganisationen oder Quartiervereinen, um gemeinsame Anliegen zu formulieren;
- Aktive Kommunikation nach aussen (Social Media, Flyer, Beschilderung), um Kundschaft trotz Baustelle zu informieren.
Ausblick
Die Forderung, Massnahmen gegen die Belastung durch Baustellen zu prüfen, setzt ein Thema auf die politische Agenda, das viele Innenstädte beschäftigt. Ob Schaffhausen konkrete Hilfen einführt oder auf koordinierte Planungsinstrumente setzt, bleibt offen. Der Stadtrat ist nun gefordert, die Möglichkeiten systematisch zu prüfen und den Grossen Stadtrat sowie die Öffentlichkeit über Ergebnisse zu informieren.
Hintergrund: Die Debatte wurde in lokalen Medien aufgegriffen; die Redaktion hat das Thema in einer regionalen Publikation als lesenswert bezeichnet. Erwähnt wurde zudem Elena Stojkova in ihrer Funktion als stellvertretende Chefredaktorin.