Der Regierungsrat des Kantons Uri hat Dr. Brigitte Moser aus Zug zur neuen kantonalen Denkmalpflegerin und Leiterin der Abteilung Denkmalpflege und Archäologie beim Amt für Raumentwicklung gewählt. Der Stellenantritt ist auf den 15. Januar 2027 terminiert. Moser tritt die Nachfolge von Dr. Thomas Brunner an, der in den vorzeitigen Ruhestand geht.
Fachliche Qualifikation und beruflicher Hintergrund
Brigitte Moser verfügt über eine akademische Ausbildung in Kunstgeschichte, Mittelalterarchäologie und Volkskunde. 2015 promovierte sie im Bereich der historischen Bauforschung zum Doktor der Philosophie (Kunstgeschichte). Seit 2016 leitet sie die Brigitte Moser Bauforschung und Kunstgeschichte GmbH in Zug.
In dieser Funktion berät sie unter anderem Gemeinden in den Kantonen Zürich und St. Gallen in Belangen der Denkmalpflege und der Bauforschung. Ihr beruflicher Werdegang umfasst Funktionen als Projektleiterin, Gutachterin, Fachreferentin und Autorin. Zudem war sie mehrjährig als Präsidentin der Kommission für den Wakkerpreis des Schweizer Heimatschutzes sowie Mitglied der kantonalen Denkmalpflege-Kommission des Kantons Zürich tätig.
| Jahr / Zeitraum | Station |
|---|---|
| Studium | Kunstgeschichte, Mittelalterarchäologie, Volkskunde, Universität Zürich |
| 2015 | Promotion in historischer Bauforschung (Dr. phil.) |
| Seit 2016 | Inhaberin und Geschäftsführerin, Brigitte Moser Bauforschung und Kunstgeschichte GmbH, Zug |
| Funktion | Präsidentin Wakkerpreis-Kommission; Mitglied kantonale Denkmalpflege-Kommission (ZH) |
Aufgabenprofil und Bedeutung für Uri
Die kantonale Denkmalpflege verantwortet den Schutz und die Pflege von Kulturdenkmälern und historischen Bauten; sie begleitet Bauvorhaben, erarbeitet Grundlagen für Sanierungen und berät Gemeinden sowie Private. Mit Moser übernimmt eine ausgewiesene Expertin dieses Amt, deren Erfahrung in Bauforschung und Beratung für Gemeinden unmittelbar nutzbar sein dürfte.
- Strategische Planung: Mitwirkung an Leitlinien für den Umgang mit historischen Bauten.
- Beratung: Unterstützung von Gemeinden und Eigentümern bei Erhalt und Nutzung von Denkmälern.
- Archäologische Aufgaben: Koordination archäologischer Abklärungen bei Bauprojekten.
Für den Kanton Uri, der über zahlreiche historische Bausubstanzen verfügt, ist die personelle Besetzung der Abteilung zentral für die sachgerechte Umsetzung von Schutzmassnahmen und für die Begleitung von Erneuerungsprojekten, die oft eine Balance zwischen Denkmalpflege und zeitgemässer Nutzung erfordern.
Übergang und Kontinuität
Der bisherige Stelleninhaber, Dr. Thomas Brunner, geht in den vorzeitigen Ruhestand. Die Wahl Mosers sichert eine nahtlose Nachfolge und stellt Kontinuität in der fachlichen Leitung der Abteilung sicher. Die Übergabe wird vor dem Amtsantritt zu regeln sein; der Regierungsrat hat den konkreten Zeitplan noch nicht detailliert kommuniziert.
Für Medienschaffende nannte der Kanton als Kontakt Landammann Daniel Furrer mit der E-Mail-Adresse daniel.furrer@ur.ch und der Telefonnummer +41 41 875 2920.
Bedeutung für Gemeinden und Bauherrschaften
Die neue Leitung der kantonalen Denkmalpflege wird direkte Auswirkungen auf laufende und künftige Projekte in Uri haben. Gemeinden, Eigentümer historischer Bauten und Planende werden künftig mit Moser als Ansprechperson zusammenarbeiten, sei es bei Sanierungen, Umnutzungen oder bei Fragen zu Inventaren und Schutzbestimmungen. Ihre bisherige Tätigkeit als Beraterin kantonaler und kommunaler Stellen legt nahe, dass sie die Zusammenarbeit zwischen Kanton und Gemeinden aktiv fördern wird.
Der Regierungsrat begründete die Wahl mit Blick auf die fachliche Qualifikation und die ausgewiesene Erfahrung Mosers in Bauforschung und Denkmalpflege. Konkrete programmatische Schwerpunkte für die Amtszeit wurden bislang nicht veröffentlicht; diese dürften in den kommenden Monaten präzisiert werden.
Die Amtsübernahme am 15. Januar 2027 markiert einen Zeitpunkt, ab dem die kantonale Denkmalpflege unter neuer Leitung operiert. Beobachterinnen und Beobachter aus Denkmalpflege und Bauverwaltung werden die ersten Aktivitäten und Prioritäten der neuen Amtsinhaberin aufmerksam verfolgen.