Benefiz-Tradition in Bruck an der Mur setzt Hilfe vor Ort fort
Beim diesjährigen Vespatreffen in Bruck an der Mur ist erneut eine stattliche Spendensumme für lokale Hilfsbedürftige zusammengekommen. Insgesamt konnten die Veranstalter 9.000 Euro erzielen, die nun je zur Hälfte an zwei Familien aus dem Mürztal weitergegeben werden. Die offizielle Übergabe fand im Café Segafredo in Bruck statt.
Das Vespatreffen hat sich in den vergangenen Jahren als feste Benefizveranstaltung etabliert: Seit dem Start 2016 wurde laut Angaben der Veranstalter bisher ein Gesamtbetrag von 71.000 Euro gesammelt. Heuer nahmen rund 450 Teilnehmer an der Veranstaltung teil. Bei der Pressekonferenz betonte Peter Erlsbacher, Kassier des Vespatreffens, dass die 9.000 Euro nicht nur aus direkten Beiträgen der Treffensteilnehmer stammen, sondern auch durch die Unterstützung lokaler Vereine und Sponsoren möglich wurden.
Wohin das Geld geht
Die Summe wird zu gleichen Teilen an zwei spendenbegünstigte Familien überwiesen:
- Leonie Brückler (2 Jahre) aus Kapfenberg: Sie leidet an einem Gendefekt; bei der Übergabe waren Leonie und ihre Mutter Michelle anwesend.
- Sanni Filzwieser (15 Jahre) aus Krieglach: Nach fünf Corona-Infektionen wurde bei ihr ME/CFS diagnostiziert; Sanni ist aufgrund ihrer Erkrankung kaum noch in der Lage, das Haus zu verlassen. Bei der Übergabe war ihr Vater Harald anwesend.
„Das sind aber nicht nur Spenden vom Vespatreffen allein“, erklärte Peter Erlsbacher bei der Pressekonferenz.
Bei der Spendenauflistung nannte Erlsbacher konkrete Beiträge, die in die Summe eingeflossen sind. Dazu gehören unter anderen Unterstützungen durch lokale Vereine sowie Einnahmen aus dem Losverkauf.
| Quelle | Betrag (Euro) |
|---|---|
| Brucker Schützenverein | 1.700 |
| Rotaryklub Bruck‑Kapfenberg | 1.000 |
| R.U.M. Charity Club Kapfenberg | 1.000 |
| Losverkauf | 3.700 |
| Sponsoren & sonstige Beiträge | — |
| Summe | 9.000 |
Lokale Vernetzung und konkrete Hilfe
Die Aufstellung zeigt, wie unterschiedlich sich lokale Hilfe zusammensetzt: Vereine, Charity‑Clubs, Sponsoren und Einnahmen aus Losverkäufen ergänzen die Beiträge der Vespa‑Gemeinschaft. Für die betroffenen Familien bedeutet die Zuwendung zwar keine dauerhafte Lösung der Bedarfslage, sie ist jedoch eine unmittelbare finanzielle Entlastung für Behandlungskosten und Hilfsmittel.
Bei der Übergabe im Segafredo wurden die Schecks an die Familienvertreter übergeben. Sanni selbst konnte aufgrund ihrer Krankheit nicht persönlich teilnehmen; ihre Familie nahm die Hilfe stellvertretend entgegen. Die Anwesenheit der betroffenen Angehörigen unterstrich für die Organisatoren die Bedeutung der regionalen Solidarität.
Die Veranstaltung in Bruck hat sich somit als wichtige Plattform für lokale Unterstützung etabliert. Seit 2017 wird das Treffen offiziell als Benefizaktion durchgeführt; die Organisatoren verweisen darauf, dass die Hilfsaktion nur durch das Zusammenspiel lokaler Initiativen und die Bereitschaft der Vespa‑Szene funktioniert.
Für Bruck an der Mur zeigt die wiederkehrende Hilfe zweierlei: Zum einen die Fähigkeit zivilgesellschaftlicher Akteure, schnell und unbürokratisch Unterstützung zu organisieren; zum anderen die anhaltende Belastung von Familien, die durch schwere Erkrankungen in existenzielle Notlagen geraten. Die heurige Spendenübergabe ist daher sowohl ein konkreter Beitrag zur Entlastung der betroffenen Haushalte als auch ein Signal der lokalen Gemeinschaft, zusammenzustehen.
Weitere Details zu künftigen Benefizaktionen und zur Einbindung weiterer Unterstützer wollen die Veranstalter zu gegebener Zeit bekannt geben.