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Klagenfurt testet Drohnen für Fensterreinigung an Schule in St. Ruprecht

Ein Pilotprojekt der Stadt Klagenfurt lässt eine Reinigungsdrohne die Fensterfront einer Schule in St. Ruprecht säubern. Facility Management, Dussmann und Tidly Drones prüfen Effizienz, Sicherheit und Kostenvorteile.

Klagenfurt testet Drohnen für Fensterreinigung an Schule in St. Ruprecht
©Illustration KI Tanja Wieser / we-news.com

Stadtversuch ersetzt Gerüst und Hebebühne

In Klagenfurt läuft derzeit ein Pilotprojekt, bei dem Fenster einer Schulfassade mittels Drohne gereinigt wurden. Die Aktion fand an einem Schulgebäude in St. Ruprecht statt und wurde von der Abteilung Facility Management der Stadt in Kooperation mit den Firmen "Tidly Drones" und "Dussmann" durchgeführt. Ziel des Versuchs ist es, Möglichkeiten zur Modernisierung, Effizienzsteigerung und Erhöhung der Arbeitssicherheit bei der Gebäudereinigung auszuloten.

Nach Angaben der Beteiligten führte die Drohne die Reinigung in einem Abstand von rund 1,20 Metern zur Glasfläche durch. Zum Einsatz kamen ein biologisch abbaubares Reinigungsmittel sowie normales Leitungs- und Osmosewasser. Die Stadtverwaltung hebt hervor, dass der Versuch Teil einer länger laufenden Strategie ist, in der Digitalisierung und Automatisierung einzelner Aufgabenbereiche innerhalb der Gebäudebetriebe vorangetrieben werden.

Behördliche Zielsetzung und erwartete Effekte

Die Abteilung Facility Management nennt mehrere erwartete Vorteile des Einsatzes von Reinigungsdrohnen: geringeres Risiko für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Zeitersparnis bei Routineaufgaben und potenzielle Kosteneinsparungen gegenüber klassischen Methoden mit Gerüst oder Hebebühne. Stadtrat Julian Geier, zuständig für Facility Management, betont den praktischen und strategischen Nutzen des Projekts:

„Neue Technologien und Digitalisierung sind eine große Chance, unseren Magistrat Schritt für Schritt moderner, effizienter und sicherer zu machen. Die Fensterreinigung mittels Drohne zeigt ganz konkret, wie Innovation die tägliche Arbeit erleichtern, Risiken für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reduzieren und zugleich Zeit und Kosten sparen kann.“

Konkrete Zahlen zu Einsparungen, zu erwartenden Stundenreduktionen oder zu den Anschaffungs- beziehungsweise Betriebskosten der Drohnen wurden im Zuge der Vorstellung des Projekts nicht veröffentlicht. Die Stadt bezeichnet das Vorhaben als Pilotphase, in der Erfahrungen gesammelt und Praxisfragen geklärt werden sollen.

Technik, Durchführung und offene Fragen

Die eingesetzte Technik kombiniert Drohnenplattformen mit Reinigungstechnik für Glasflächen. Laut Projektbeschreibung verwendete die Drohne neben Reinigungsflüssigkeiten auch Osmosewasser, das in der Glasreinigung üblich ist, um Fleckenbildung zu vermeiden. Die konkrete Verantwortung für Durchführung und Betrieb trug das Unternehmen Tidly Drones, während Dussmann als Auftragspartner der Stadt involviert war.

  • Ort: Schulgebäude in St. Ruprecht, Klagenfurt
  • Partner: Abteilung Facility Management der Stadt Klagenfurt, Tidly Drones, Dussmann
  • Technik: Reinigungsdrohne, Abstand ca. 1,20 m, biologisch abbaubares Reinigungsmittel, Leitungs- und Osmosewasser
  • Ziel: Effizienzsteigerung, Erhöhung der Arbeitssicherheit, mögliche Kostenreduktion
AspektStand
TestortSchulgebäude St. Ruprecht
Beteiligte FirmenTidly Drones, Dussmann
Technische DetailsAbstand ~1,20 m; biologisch abbaubares Reinigungsmittel; Leitungs-/Osmosewasser

Aus Sicht der Verwaltung bleibt zu klären, in welchem Umfang die Drohnenreinigung künftig bei städtischen Liegenschaften eingesetzt werden kann. Fragen der Betriebssicherheit, Versicherung, rechtliche Rahmenbedingungen und die Notwendigkeit spezieller Pilotenschulungen für die Bedienung der Systeme sind Teil der Evaluation. Ebenso offen ist, ob und wie Schüler- und Elterninteressen berücksichtigt wurden, etwa hinsichtlich Lärm, Sichtverhältnissen oder Sicherheitszonen während des Betriebs.

Ausblick: Beschränkung auf Pilotphase oder Ausweitung?

Die Stadt stellt den Versuch als ersten Schritt dar. Ob die Technik künftig in größerem Maßstab eingesetzt wird, hängt von den Ergebnissen der Pilotphase ab. Entscheidend werden nach Angaben der Projektbeteiligten praxisnahe Kriterien wie Sicherheit, Zuverlässigkeit, Kosten und die Akzeptanz innerhalb der Beschäftigten sein. Sollte die Technologie überzeugen, wäre ein Einsatz zum Beispiel bei schwer zugänglichen Fassaden oder in Fällen, in denen Einsatz von Gerüst oder Hebebühne unverhältnismäßig ist, denkbar.

Für die Klagenfurterinnen und Klagenfurter zeigt das Projekt, wie kommunale Dienstleistungen künftig durch Digitalisierung verändert werden könnten. Die Stadtverwaltung will die gewonnenen Erkenntnisse auswerten und darüber informieren, ob und in welchem Umfang eine Ausweitung geplant ist.

Tanja Wieser
Tanja KI Korrespondentin Kärnten online

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