Großprojekt bündelt Uni-Standorte und setzt auf Holz-Hybrid
Die Universität Klagenfurt plant ein zentrales Neubauprojekt, das künftig zahlreiche verstreute Standorte des Campus zusammenführen soll. Unter dem Namen 22nd Century Center (22CC) ist ein nachhaltiger Holz-Hybrid-Bau vorgesehen, der laut Angaben der beteiligten Stellen Platz für insgesamt 13.500 Studierende und Mitarbeitende bieten wird. Entworfen wurde das Gebäude vom norwegischen Büro Snøhetta.
Finanzierung: Bund trägt Löwenanteil
Die Finanzierung des Vorhabens beläuft sich auf 91,2 Millionen Euro. Die Verteilung der Kosten wurde von Wissenschaftsministerin Eva‑Maria Holzleitner und Kärntens Landeshauptmann Daniel Fellner im Zuge eines Arbeitsgesprächs bestätigt. Demnach übernimmt der Bund den größten Anteil, das Land Kärnten steuert einen kleineren Betrag bei, die Universität bringt Eigenmittel ein. Die Umsetzung ist für die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) vorgesehen.
„Wer in Wissenschaft investiert, investiert direkt in die Zukunft einer ganzen Region. Universitäten sind die Motoren für Innovation, gesellschaftlichen Fortschritt und eine wehrhafte Demokratie“,
so Wissenschaftsministerin Holzleitner, die das Projekt als Leuchtturmvorhaben für den Alpen‑Adria‑Hochschulraum beschrieb.
| Finanzierung | Betrag (Euro) |
|---|---|
| Bund | 85,5 Mio. |
| Land Kärnten | 3,5 Mio. |
| Universität | 2,2 Mio. |
| Gesamt | 91,2 Mio. |
Bauzeitplan und Nachhaltigkeitsaspekte
Als Baubeginn ist der Sommer 2027 geplant, die Eröffnung ist für Sommer 2029 vorgesehen. Das 22CC soll nach den vorliegenden Informationen durch seine Bauweise und Ausstattung Nachhaltigkeitsziele verfolgen: zum Konzept gehören Photovoltaikanlagen, begrünte Freiflächen sowie die Verwendung von Holz im Hybridbau.
Erwartete Auswirkungen auf Klagenfurt
Die Zusammenführung der verstreuten Standorte kann für Klagenfurt mehrere Folgen haben: ein kompakterer Campus, veränderte Verkehrsströme in der Nähe der Universität sowie Potenzial für zusätzliche lokale Dienstleistungen und wirtschaftliche Aktivitäten rund um den Standort. Die beteiligten Stellen heben zudem die Signalwirkung des Projekts für die Region hervor.
- Neues Zentralgebäude für die Universität Klagenfurt: 22CC.
- Finanzvolumen: 91,2 Mio. Euro, überwiegend durch den Bund.
- Bauzeitraum: Sommer 2027 bis Sommer 2029.
Konkrete Details zu Lage, Verkehrsplanung, Parkplatz- oder ÖV‑Konzept sowie Auswirkungen auf bestehende Einrichtungen auf dem Campus wurden von den erwähnten Stellen in der bisherigen Mitteilung nicht im Detail ausgeführt. Ebenfalls offen sind bislang finale Angaben zu Ausschreibungen, konkreten Subunternehmen und genauen Raumprogrammen.
Die angekündigte Finanzierung und der Zeitplan geben der Stadt Klagenfurt und der Universität jedoch Planungssicherheit für die kommenden Jahre. Für Anrainer, Studierende und Beschäftigte werden die nächsten Schritte – insbesondere Bodenuntersuchungen, Genehmigungsverfahren und Detailplanungen – wichtig sein, um konkrete Auswirkungen frühzeitig einschätzen zu können.
Weitere Informationen zu Genehmigungsverfahren, Verkehrsmaßnahmen und Beteiligungsmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung werden von Universität und Land bei Fortgang des Projekts erwartet.