Landesprogramm bringt 47 Vorhaben nach Hermagor
Hermagor. Für die Region Hermagor sind heuer 47 Projekte im Rahmen des regionalen Arbeitsprogramms vorgesehen. Dafür stellt das Land Kärnten rund 3,9 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung; die förderfähigen Gesamtkosten werden mit etwa 5,9 Millionen Euro angegeben. Insgesamt umfasst das Programm landesweit 343 Projekte in sieben Regionen.
Die Maßnahmen in der Region reichen von infrastrukturellen Sanierungen bis zu Ausbildungs- und Freizeitangeboten. Nach Angaben der zuständigen Stellen sind von den 47 Vorhaben bereits 38 in Umsetzung, eines wurde abgeschlossen, acht Projekte befinden sich in Planung. Die Finanzierung erfolgt über verschiedene Förderinstrumente; 14 Projekte laufen über LEADER, elf über die landeseigene Orts- und Regionalentwicklung (ORE).
„Diese Projekte halten unsere Regionen in Bewegung, schaffen regionale Wertschöpfung vor Ort und entwickeln den ländlichen Raum konsequent weiter“,
so Landeshauptmann-Stellvertreter und Orts- und Regionalentwicklungsreferent Martin Gruber.
Konkrete Beispiele aus der Region Hermagor
Zu den angekündigten Vorhaben zählen unter anderem:
- Die Erneuerung des Dorfzentrums auf der Sonnenalpe Nassfeld. Das Zentrum soll künftig als Treffpunkt für Märkte, Veranstaltungen, Gastronomie und Handel dienen.
- In Weißbriach wurde das „Bewegungsparadies Gitschtal“ als neue Multisportanlage realisiert, das Sport- und Freizeitangebote für Einheimische und Gäste bündelt.
- Im benachbarten Kötschach-Mauthen setzt die Lehrlingsakademie NEXT auf Weiterbildungsangebote für junge Menschen, um Ausbildungschancen vor Ort zu verbessern.
Die Bandbreite der Projekte zeigt, dass das Programm nicht nur auf klassische Infrastruktur setzt, sondern auch auf soziale und wirtschaftliche Maßnahmen, die Arbeitsplätze, Ausbildung und Freizeitangebote in der Region stärken sollen.
Ziele: Wertschöpfung vor Ort und Gegensteuern zur Abwanderung
Als zentrales Ziel des Programms wird die Stärkung der regionalen Wertschöpfung genannt. Maßnahmen wie Dorf- und Infrastrukturentwicklung, Sport- und Bildungsangebote sollen die Lebensqualität verbessern und die Abwanderung aus dem ländlichen Raum bremsen. In der Region Hermagor sehen politisch Verantwortliche und Projektträger in den geförderten Vorhaben einen Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen und zur Attraktivität des Standorts.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Projekte in Hermagor | 47 |
| Fördermittel (Region Hermagor) | 3,9 Mio. Euro |
| Förderfähige Kosten | 5,9 Mio. Euro |
| Projekte gesamt (Land) | 343 |
| LEADER-Projekte (Hermagor) | 14 |
| ORE-Projekte (Hermagor) | 11 |
Vor Ort zeigen sich bereits sichtbare Umsetzungen, wie die Multisportanlage in Weißbriach. Andere Maßnahmen, beispielsweise am Nassfeld, sind als längerfristige Vorhaben ausgelegt und werden schrittweise realisiert.
Für Gemeinden und lokale Initiativen sind Förderschienen wie LEADER und ORE zentrale Instrumente, um Projekte überhaupt verwirklichen zu können. Die Entscheidung über Prioritäten und konkrete Umsetzung bleibt allerdings lokal: Gemeinden, Vereine und Unternehmer müssen die Planungen vorantreiben, damit die zugesagten Mittel abgerufen werden können.
Die aktuelle Förderrunde unterstreicht den Schwerpunkt des Landes auf regionale Entwicklung und die Absicht, ländliche Räume durch gezielte Investitionen zu stärken. Wie nachhaltig die Maßnahmen wirken werden, ist auch von der anschließenden Betreuung, Wartung und Nutzung der Projekte durch die Gemeinden abhängig.
Weitere Informationen zu konkreten Projektständen und Planungsterminen liegen bei den jeweiligen Gemeinden und bei der Bezirkshauptmannschaft bzw. dem Land Kärnten vor.