Gemeinderat bewilligt Ankauf für Park-&-Ride in Andritz
Der Grazer Gemeinderat hat den Kauf einer 10.516 Quadratmeter großen Fläche an der Grabenstraße 244 in Andritz einstimmig beschlossen. Die Liegenschaft ist im Flächenwidmungsplan bereits als Vorbehaltsfläche für eine Park-&-Ride-Anlage ausgewiesen. Laut Stadt Graz soll die Anlage dazu beitragen, die Stellplatzsituation im innerstädtischen Bereich zu entlasten und Pendlerinnen sowie Pendlern eine direkte Umsteigemöglichkeit in den öffentlichen Verkehr zu bieten.
Ein entscheidender Standortvorteil ist die unmittelbare Anbindung an die Straßenbahnlinien 3 und 5, die eine schnelle Verbindung ins Zentrum ermöglichen. Die Stadt betont, dass durch diese Lage die Attraktivität eines Park-&-Ride-Angebots erhöht werde und somit weniger Pkw in die Innenstadt hineinfahren müssten.
| Merkmmal | Wert |
|---|---|
| Fläche | 10.516 m² |
| Kaufpreis | 3.365.120 Euro |
| Gesamtmittelbedarf (inkl. Nebenkosten) | rund 3,62 Millionen Euro |
| Adresse | Grabenstraße 244, Andritz |
Bezahlmodus und Vorbedingungen
Die Stadt Graz zahlt den vereinbarten Kaufpreis von 3.365.120 Euro, wobei die üblichen Kaufnebenkosten und Verfahrenskosten den gesamten Mittelbedarf auf rund 3,62 Millionen Euro erhöhen. Wichtig ist, dass der Kaufpreis erst ausbezahlt wird, sobald das Eigentumsrecht der Stadt im Grundbuch eingetragen ist. Die Stadt übernimmt zudem die Kosten für die Vertragserrichtung und die treuhändige Abwicklung.
Weitere Schritte vor Baubeginn
Mit dem Ankauf allein ist das Projekt noch nicht abschließend umgesetzt. Auf den Grundstücken wurden bisher keine Aufschließungsmaßnahmen vorgenommen; erforderliche Leitungen und Einrichtungen liegen den Unterlagen zufolge jedoch in unmittelbarer Nähe. Für eine künftige Nutzung sind mehrere Zulassungen und bauliche Maßnahmen notwendig:
- Zufahrtsbewilligung des Landes Steiermark
- Ausbau einer Kreuzung zur Anbindung an das bestehende Straßennetz
- Bodenverbesserungsmaßnahmen für die Errichtung von Verkehrsflächen
Ein geotechnisches Gutachten wurde bereits erstellt. Dieses ergab laut Stadt Graz keine Hinweise auf wesentliche Verunreinigungen oder Kontaminationen des Untergrunds. Trotzdem sind, wie erwähnt, zusätzliche Arbeiten zur Bodenverbesserung erforderlich, um die Fläche für den Verkehrsbetrieb nachhaltig vorzubereiten.
Stimmen und Perspektiven
Der Gemeinderat stimmte dem Ankauf einstimmig zu. Die Entscheidung ist ein Schritt der Stadtplanung, um den motorisierten Verkehr in der Innenstadt zu reduzieren und das Umsteigen auf die Straßenbahn attraktiver zu machen. Konkrete Zeitpläne für Planung, Genehmigung und Umsetzung nannte die Stadt in der vorliegenden Beschlussvorlage nicht; ebenso fehlen Angaben zu Kapazität der geplanten Parkanlage und zu erwarteten Betriebskonzepten.
Für Anrainerinnen und Anrainer sowie Pendlerinnen und Pendler bleiben in den nächsten Monaten Fragen offen: Wann erfolgt die Zufahrtsbewilligung des Landes, wie umfangreich werden die Ausbauarbeiten an der Kreuzung, und in welchem Zeitraum kann die Anlage tatsächlich in Betrieb gehen? Die Stadt hat mit dem Ankauf die Grundlage gelegt; die weiteren Genehmigungs- und Bauphasen entscheiden jedoch über den Effekt auf den Parkdruck im Zentrum von Graz.