Baufortschritt in der Neusiedler Straße und Nähe Bahnhof
Bei einer Gleichenfeier in Eisenstadt präsentierte die Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft (OSG) jüngste Fortschritte bei zwei großen Wohnbauprojekten in der Stadt. In der Neusiedler Straße sind demnach 22 Wohneinheiten des ersten Bauabschnitts bereits fertiggestellt und vergeben. Für den zweiten Bauteil, in dem weitere 40 Wohnungen entstehen, ist nach Angaben der OSG knapp über die Hälfte der Einheiten bereits vergebeben. Der Abschluss dieses zweiten Bauteils ist bis spätestens Sommer 2027 geplant.
Nur wenige Straßen entfernt, zwischen Ziegelofengasse und Hutweidengasse, errichtet die OSG insgesamt 38 Wohneinheiten in drei Bauabschnitten. Im Rahmen der Gleichenfeier wurde der Baubeginn des dritten und damit letzten Abschnitts mit 13 Einzel‑ und Doppelhäusern nahe dem Bahnhof gefeiert. Die Firma Porr übernimmt den Bau beider Projekte.
OSG als prägender Bauträger in Eisenstadt
Die OSG betonte bei der Veranstaltung ihre langjährige Rolle in der Stadtentwicklung. Nach Angaben des Geschäftsführers Alfred Kollar hat die Genossenschaft in der Freistadt Eisenstadt mehr als 2.500 Wohnungen und Reihenhäuser errichtet. In diesen Objekten leben demnach mehr als 5.500 Menschen — rund ein Drittel der Stadtbevölkerung.
„Wir haben in der Freistadt Eisenstadt mehr als 2.500 Wohnungen und Reihenhäuser errichtet. Es wohnen mehr als 5.500 Menschen und damit ein Drittel der Bevölkerung der Stadt in unseren Wohnungen oder Reihenhäusern“, sagte Alfred Kollar, Geschäftsführer der OSG.
- Neusiedler Straße: 22 fertiggestellte Wohnungen (1. Bauteil), 40 weitere im 2. Bauteil (knapp über Hälfte vergeben).
- Ziegelofengasse/Hutweidengasse: 38 Wohneinheiten in drei Abschnitten, dritter Abschnitt mit 13 Einzel‑ und Doppelhäusern gestartet.
- Bauunternehmen: Porr ist Bauunternehmer beider Projekte.
Auswirkungen für Wohnungsmarkt und Stadt
Für Eisenstadt hat die Fertigstellung und der fortgesetzte Bau durch die OSG mehrere direkte Folgen: Zum einen werden kurzfristig zusätzliche Wohnungen auf den Markt gebracht, was für Wohnungssuchende und junge Familien relevant ist. Dass bereits ein großer Teil der Einheiten vergeben ist, deutet gleichzeitig auf eine anhaltende Nachfrage hin. Zum anderen verändert die Dichte an neuen Wohnungen in konkreten Quartieren Infrastruktur‑ und Verkehrsfragen — etwa in Bezug auf Parkplätze, Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und die Nutzung von Freiflächen, die im Zuge weiterer Planung berücksichtigt werden müssen.
Die Tatsache, dass die OSG nach eigenen Angaben rund ein Drittel der Einwohner Eisenstadts in ihren Wohnobjekten unterbringt, unterstreicht die Bedeutung der Genossenschaft für stadtplanerische Entscheidungen. Kommunale Stellen und die OSG stehen insofern in der Pflicht, beim weiteren Wachstum auf eine ausgewogene Stadtentwicklung zu achten, die Versorgung, Verkehr und soziale Infrastruktur einbezieht.
| Projekt | Einheiten | Status |
|---|---|---|
| Neusiedler Straße (1. Bauteil) | 22 | Fertiggestellt, alle vergeben |
| Neusiedler Straße (2. Bauteil) | 40 | Im Bau, knapp über Hälfte vergeben — Fertigstellung: bis Sommer 2027 |
| Ziegelofengasse / Hutweidengasse | 38 | Drei Bauabschnitte, Beginn 3. Abschnitt (13 Häuser) |
Für Anrainerinnen und Anrainer bleiben Fragen zur Bauphase relevant: Baulärm, Erreichbarkeit von Einrichtungen wie Feuerwehr und Leichtathletikanlage in der Neusiedler Straße und mögliche Folgen für Verkehrsflüsse rund um den Bahnhof. Die OSG und die Stadtverwaltung sind gefordert, die Informationslage transparent zu halten und Bauabläufe koordiniert zu gestalten, damit die Auswirkungen auf den Alltag in der Stadt minimiert werden.
Die Projekte zeigen, wie stark genossenschaftlicher Wohnbau die Struktur in Eisenstadt prägt. In den kommenden Monaten werden Fertigstellungen und Vergaben zu beobachten sein — besonders, ob die Nachfrage das Angebot weiterhin übersteigt und wie sich dies auf Mieten und Verfügbarkeit auswirkt.