Feuer in schwer zugänglichem Hanggelände – Löscharbeiten ohne Pause
Bei Plauen dauern die Löscharbeiten gegen einen Waldbrand im Gebiet „Schwarzes Holz“ auch am vierten Tag an. Die betroffene Fläche liegt nach Angaben der Stadt unverändert bei rund sieben Hektar. In der Nacht waren erneut etwa 130 Kräfte im Einsatz, um aufflammende Glutnester gezielt zu bekämpfen.
Der Brand war am Dienstagabend ausgebrochen. Die Einsatzstelle ist aufgrund der Hanglage und des dichten Unterholzes schwer zugänglich; außerdem befindet sich das betroffene Areal in einem Trinkwasserschutzgebiet, wodurch der Einsatz von Löschschaum ausgeschlossen ist. Die Stadt hält deshalb weiter an einem Betretungsverbot für den Wald fest. Ermittlungen zur Brandursache sollen erst beginnen, wenn das Feuer vollständig gelöscht ist, da das Gebiet derzeit noch nicht begehbar ist.
Technik und Handarbeit: Kombination von Drohne, Kreisregnern und Grabearbeiten
Die Feuerwehr setzt eine Kombination aus moderner Technik und klassischer Schaufelarbeit ein. Drohnen mit Wärmebildkameras überwachen das Gebiet, um nachts erneut auflodernde Glutnester zu entdecken. An den Stellen mit erhöhten Temperaturen werden Kreisregner platziert, die das Gelände gleichmäßig befeuchten. Parallel dazu graben Einsatzkräfte die Erde um, damit das Wasser die tief sitzende Hitze erreicht und verbleibende Glut erstickt werden kann.
„Bitte verzichten Sie in diesem Jahr konsequent auf private Feuerwerke und Pyrotechnik. Unsere Einsatzkräfte kämpfen seit Tagen unter extremen Bedingungen gegen die Flammen und arbeiten an ihrer absoluten Belastungsgrenze.“
Dieses eindringliche Appell richtete René Schreiter, Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung der Stadt Plauen, angesichts des Schulanfangs an die Bevölkerung.
Unterstützung erhielt die Feuerwehr bereits vom Technischen Hilfswerk (THW), das beim Aufbau einer festen Wasserversorgung half. Nach Angaben der Einsatzleitung waren dort am Donnerstag 50 THW-Kräfte beteiligt. Für schwer zugängliche Hangbereiche ist zudem der Einsatz eines Löschhubschraubers vorgesehen, um von der Luft nachzusetzen.
- Betroffene Fläche: rund 7 Hektar
- Einsatzkräfte in der Nacht: rund 130
- THW-Unterstützung: 50 Helfer beim Aufbau der Wasserversorgung
- Keine Verwendung von Löschschaum wegen Trinkwasserschutzgebiet
- Betretungsverbot und noch keine Brandursachenermittlung
Wetter, Dauer und Belastung der Einsatzkräfte
Die Einsatzleitung betont, dass die weitere Dauer der Bekämpfung schwer abschätzbar sei und maßgeblich vom Wetter abhänge. Hohe Temperaturen erschweren die Arbeit ebenso wie das Gelände. Während nachts mit einer Abkühlung gerechnet wird, bleiben die Belastungen für die Einsatzkräfte hoch. Die Löscharbeiten erfolgen ohne Unterbrechung und werden im Schichtbetrieb organisiert, um Kräfte zu schonen und trotzdem dauerhaft Wasser an die Brandstelle zu bringen.
| Aspekt | Stand |
|---|---|
| Fläche | rund 7 Hektar |
| Einsatzkräfte (Nachtangabe) | rund 130 |
| THW-Helfer | 50 |
| Schutzgebiet | Trinkwasserschutzgebiet – kein Löschschaum |
Die Stadt Plauen hatte den Vorfall als eines der größten Brände der vergangenen Jahrzehnte bezeichnet. Für Anwohner und Erholungsuchende hat das Feuer direkte Folgen: Das Waldstück bleibt gesperrt, und die Behörden bitten ausdrücklich darum, die Sperrung zu respektieren und keine eigenen Löschversuche zu unternehmen. Die Fortsetzung der Ermittlungen zur Brandursache wird von der vollständigen Kontrolle der Brandstelle abhängig gemacht.
Für Plauen bedeutet der Einsatz eine erhebliche Belastung der örtlichen Feuerwehr und der beteiligten Hilfsorganisationen. Langfristige Folgen für Flora, Fauna und Boden müssen nach dem vollständigen Löschen des Brandes beurteilt werden. Aktuell konzentrieren sich die Kräfte darauf, verbleibende Glutnester zu finden und zu ersticken, damit die Sperrung des betroffenen Gebiets möglichst bald aufgehoben werden kann.