Gummersbach schließt Vorbereitungsturnier mit drei Siegen ab
Der Handball-Bundesligist VfL Gummersbach beendete das Internationale Heide-Cup in Schneverdingen auf dem dritten Platz. Trotz dreier Siege in ebenso vielen Spielen erreichten die Gummersbacher das Finale nicht — ausschlaggebend war das schlechtere Torverhältnis gegenüber den Konkurrenten.
Im Endspiel standen sich der TSV Hannover-Burgdorf und der HC Hamburg gegenüber; Hannover gewann mit 29:27. Gummersbach beendete das Turnier mit einem abschließenden Sieg gegen den dänischen Club Mors-Thy Handbold und einem Ergebnis von 30:22 (14:11).
Rückkehrer geben Planungs- und Belastungsfragen Aufschluss
Für die lokale Handball- und Sportindustrie, auch im Umfeld von Siegen, liefern die Spiele Erkenntnisse zur Form und Belastbarkeit der Akteure:
- Mit Kapitän Ellidi Vidarsson und Abwehrspezialist Stepan Zeman standen zwei Spieler wieder auf dem Parkett, die am Wochenende zuvor wegen Verletzungen beim Turnier des Bergischen HC passen mussten.
- Den Untersuchungen zufolge erhielten beide das „grüne Licht“ für den Einsatz: Vidarsson hatte noch Nachwirkungen einer Gehirnerschütterung, die er sich im Bundesligaspiel gegen Frisch Auf Göppingen zugezogen hatte. Zeman war im letzten Training vor dem Saisonabschluss beim Fußballspielen an einen Ball geraten und musste sich anschließend einem Laser-Eingriff am Auge unterziehen.
„Arbeiten“, erklärte VfL-Neuzugang Alex Dujshebaev mit einem Lächeln, sei das bisher prägendste deutsche Wort der vergangenen Wochen.
Im anschließenden Interview betonten Spieler wie Lukas Blohme und Neuzugang Alex Dujshebaev die Bedeutung der Vorbereitung: Viele Spiele in kurzer Folge helfen, Neuzugänge schneller ins System zu integrieren. Dujshebaev, der gegen die Dänen nicht zum Einsatz kam, fasste die Lage knapp zusammen; Blohme hob die Qualität der Organisation des Heide-Cups hervor.
Leistungsdaten und Torschützen
Als bester Torschütze des VfL während des Turniers wurde Nikola Roganovic mit 20 Toren ausgewiesen. Im letzten Spiel gegen Mors-Thy trugen sich mehrere Akteure in die Torschützenliste ein — die Verteilung zeigt Breite in der Offensive:
| Spiel | Ergebnis |
|---|---|
| Spiel um Platz drei: VfL Gummersbach – Mors-Thy Handbold | 30:22 (14:11) |
Die Torschützen des VfL in diesem Spiel:
- Vidarsson (3)
- Kodrin (2)
- Vujovic (5)
- Blohme (3)
- Häseler (2)
- Schuroff (1)
- Hallbäck (5)
- Roganovic (2)
- Horzen (4)
- Smits (3)
Bedeutung für die Region und Ausblick
Für Handballfans im Siegerland und der Region bleibt das Abschneiden des VfL ein relevanter Gradmesser vor dem Saisonstart. Drei Siege in drei Spielen demonstrieren Wettkampfhärte und funktionierende Abläufe im Team, während das Verpassen des Finales wegen des Torverhältnisses auf die Bedeutung jeder einzelnen Partie hinweist — sowohl offensiv als auch defensiv.
Die Rückkehr von Vidarsson und Zeman beantwortet Fragen zur Personaldecke, gibt dem Trainerstab jedoch auch Anlass, Belastungssteuerung und Risikomanagement weiter zu beobachten. Die Aussagen der Spieler zur Arbeitseinstellung und zur Integration der Neuzugänge deuten darauf hin, dass der VfL seine Kaderentwicklung aktiv betreibt und die nächsten Testspiele und Ligapflichten nutzen will, um Abläufe zu verfestigen.
Für Sportinteressierte in Siegen ist der VfL weiterhin ein regional wichtiger Benchmark, nicht nur wegen der Nähe, sondern auch, weil die Leistungen in Vorbereitungsturnieren oft früh Aufschluss über taktische Ausrichtung und Teamchemie geben.
Weitere Beobachtungen und Spielberichte folgen mit Blick auf den Saisonauftakt der Handball-Bundesliga.