Düsseldorf – Die Schauspielerin Veronica Ferres wird mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Das teilte die Düsseldorfer Staatskanzlei mit. Ferres, die aus Solingen stammt und heute 61 Jahre alt ist, werde für ihr prägenden Wirken im deutschen Film und für die internationale Vertretung Nordrhein-Westfalens als Kulturstandort geehrt.
Auszeichnung für künstlerische und gesellschaftliche Leistungen
Die Staatskanzlei betont in ihrer Mitteilung neben Ferres' Schauspieltätigkeit auch ihre Arbeit als Produzentin: Ferres habe trotz ihrer überregionalen Karriere wiederholt in Nordrhein-Westfalen gedreht und damit eine Verbindung zu ihrer Heimat aufrechterhalten. Außerdem wird ihr langfristiges Engagement in sozialen Projekten hervorgehoben. So ist sie seit vielen Jahren Schirmherrin der Arche-Kinderstiftung sowie des Bergischen Kinder- und Jugendhospizes Burgholz. Zudem habe sie mit Kinderbüchern zur Stärkung und zum Schutz von Kindern beigetragen.
Weitere Geehrte und Struktur der Verleihung
Ferres gehört zu insgesamt 16 neuen Preisträgerinnen und Preisträgern, die Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am kommenden Montag in der Staatskanzlei auszeichnen will. Unter den Geehrten sind bekannte Persönlichkeiten aus Politik und Kultur sowie engagierte Menschen aus dem zivilgesellschaftlichen Bereich.
- Franz Müntefering – früherer Bundes- und Landesminister sowie SPD-Bundesvorsitzender
- Ralf König – Comic-Zeichner
- Thomas Kutschaty – ehemaliger NRW-Justizminister (SPD)
- Philipp Freiherr Heereman von Zuydtwyck – früherer Landesvorsitzender des Waldbauernverbands
- Lena Arndt – Gründerin des Trägervereins des Frauenhauses Paderborn
Die Staatskanzlei hebt zudem hervor, dass mit den Auszeichnungen nicht nur Prominente bedacht werden, sondern auch Personen, deren Engagement weniger öffentlich wahrgenommen werde – etwa in der Unterstützung von Frauen und Kindern vor häuslicher Gewalt.
| Aspekt | Begründung |
|---|---|
| Künstlerische Leistung | Prägender Beitrag zum deutschen Film |
| Regionale Verbundenheit | Produzententätigkeit und Drehs in NRW |
| Soziales Engagement | Schirmherrschaften und Kinderbücher |
Hintergrund: Der Landesverdienstorden
Der Landesverdienstorden wurde 1986 anlässlich des 40. Landesgeburtstags gestiftet. Er wird an Personen verliehen, die besondere Verdienste für Nordrhein-Westfalen und seine Menschen erworben haben. Nach den Regeln können zu jedem Zeitpunkt höchstens 2.500 lebende Trägerinnen und Träger den Orden führen, wie die Staatskanzlei erläutert.
Die Bandbreite der diesjährigen Ausgezeichneten spiegelt die unterschiedlichen Felder wider, in denen Bürgerinnen und Bürger für das Gemeinwohl tätig sind: Politik, Kultur, Landwirtschaft, soziale Arbeit und Zivilgesellschaft. Damit dokumentiert die Verleihung auch eine Absicht: Anerkennung von Leistung jenseits der reinen Bekanntheit.
Wirkung und Einordnung
Die Ehrung von Persönlichkeiten wie Veronica Ferres hat mehrere Effekte: Sie würdigt ein Lebenswerk, setzt ein öffentliches Zeichen für die Bedeutung von Kulturförderung in Nordrhein-Westfalen und lenkt Aufmerksamkeit auf soziale Initiativen, die mit der Person der Ausgezeichneten verknüpft sind. Für Ferres, deren Karriere sowohl vor als auch hinter der Kamera stattfindet, ist die Auszeichnung eine Bestätigung ihrer Doppelrolle als Künstlerin und Förderin.
Ob und wie solche Orden die Aufmerksamkeit auf die geförderten Projekte dauerhaft erhöhen können, hängt von der weiteren öffentlichen Berichterstattung und dem Engagement der Geehrten ab. Fest steht: Am kommenden Montag will Ministerpräsident Wüst die Orden überreichen – ein Termin, der symbolisch für die Wertschätzung des Landes gegenüber dem vielfältigen Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger steht.
Ein kleiner Hinweis am Rande: Wenn man über solche Auszeichnungen nachdenkt, stimmt es fast immer, was man aus Filmszenen kennt – ein Orden ist nur ein Stück Metall, aber manchmal ein ziemlich wirksamer Anlass, gute Taten ins Rampenlicht zu rücken.