Personalentscheidung für die Abschlussphase von Stuttgart 21
Die Deutsche Bahn hat die personelle Neuaufstellung der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH (PSU) abgeschlossen. Zum 1. Januar 2027 wird Stephanie Pudwitz Mitglied der Geschäftsführung der Projektgesellschaft. Sie ergänzt damit Klaus Müller, der seit dem 1. März 2026 Vorsitzender der Geschäftsführung ist. Die Mitteilung datiert aus Stuttgart und trägt die Absicht, die Verantwortung für die Fertigstellung und die Inbetriebnahme des Großprojekts Stuttgart 21 gemeinsam zu tragen.
Rolle und Aufgaben in der neuen Führungsstruktur
Nach Angaben der Deutschen Bahn soll Pudwitz insbesondere die übergreifende kaufmännische Steuerung der abschließenden Projektphase verantworten. Damit ist die Neubesetzung nicht nur ein formaler Schritt, sondern eine strategische Weichenstellung für die verbleibenden Etappen bis zur Inbetriebnahme.
„Stuttgart 21 ist eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte Deutschlands. Die Aufgabe, gemeinsam mit Klaus Müller und dem gesamten Team die letzten Schritte bis zur Inbetriebnahme zu gestalten, reizt mich außerordentlich.“
Dieses eigene Statement von Stephanie Pudwitz aus der Mitteilung der Deutschen Bahn unterstreicht ihren Anspruch, Erfahrungen aus früheren Großprojekten in die abschließende Phase einzubringen.
Erfahrungen und Hintergrund der neuen Geschäftsführerin
Die Bahn bezeichnet Pudwitz als eine der profiliertesten Managerinnen für komplexe Infrastruktur- und Bauprojekte in Deutschland. Zuletzt leitete sie als Geschäftsführerin der Fraport Ausbau Süd GmbH den Bau des Terminal 3 am Flughafen Frankfurt. Aus dieser Tätigkeit bringt sie Erfahrung in der kaufmännischen Steuerung großer, finanz- und terminlich anspruchsvoller Bauvorhaben mit.
- Stephanie Pudwitz: künftiges Geschäftsführungsmitglied ab 1. Januar 2027; Schwerpunkt kaufmännische Steuerung.
- Klaus Müller: Vorsitzender der Geschäftsführung der PSU seit 1. März 2026; leitet gemeinsam mit Pudwitz die Abschlussphase.
- Ziel: Fertigstellung und Inbetriebnahme von Stuttgart 21.
Stellungnahme der Deutschen Bahn
Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, wird in der Mitteilung wie folgt zitiert: Die von ihr initiierte Neuausrichtung der Projektgesellschaft sei „dringend notwendig“ gewesen. Mit dem „kompletten Neustart“ der Geschäftsführung sei ein wichtiges Zwischenziel erreicht; nun gelte es, die Etappen der Inbetriebnahme entschlossen anzugehen. Die Bahn betont, dass mit der Besetzung ein „starkes Management‑Team“ vor Ort etabliert werde.
| Person | Funktion | Seit / Ab |
|---|---|---|
| Klaus Müller | Vorsitzender der Geschäftsführung, PSU | 1. März 2026 |
| Stephanie Pudwitz | Mitglied der Geschäftsführung, PSU (künftig) | 1. Januar 2027 |
Konsequenzen für Stuttgart und Beobachtungspunkte
Für die Stadt Stuttgart und die Region sind drei Aspekte besonders zu beobachten: die Terminsicherheit für die verbleibenden Bauabschnitte, die finanzielle Steuerung der Abschlussphase und die Koordination mit regionalen Akteuren sowie den betroffenen Behörden und Verkehrsbetrieben. Die Besetzung mit einer erfahrenen Managerin aus der Flughafenbranche signalisiert, dass die Bahn die kaufmännischen und koordinativen Herausforderungen am Ende des Projekts zentral adressieren will.
Vor Ort wird die vollständige Geschäftsführung der PSU die Aufmerksamkeit von Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit auf sich ziehen. Entscheidungen über Budgets, Meilensteine und Kommunikationsstrategie werden in den kommenden Monaten zeigen, ob die Neuausrichtung die erhoffte Beschleunigung und Planungssicherheit für Stuttgart 21 bringt.
Die Ausführungen in der Mitteilung beschreiben die Personalentscheidung und die Aufgabenverteilung; weitergehende Angaben zu konkreten Zeitplänen für die Inbetriebnahme oder zu zusätzlichen organisatorischen Maßnahmen enthält die Mitteilung nicht.