Die Premiere der World Athletics Ultimate Championship in Budapest verlief für den deutschen Leichtathletik-Verband erfolgreich: Merlin Hummel sicherte sich den Sieg im Hammerwurf mit einer Weite von 81,46 Metern. Das neue, kompakte Format der Veranstaltung, das nur amtierende Olympia-, Welt- und Diamond-League-Sieger sowie weitere Athletinnen und Athleten nach der World Athletics Rangliste zulässt, setzte an drei Tagen ein hochklassiges internationales Signal.
Neues Wettkampfformat, hochkarätige Teilnehmer
Die Veranstaltung fand vom 11. bis 13. September statt und verfolgte ein bewusst schlankes Konzept: Kürzere Dauer, reduzierte Teilnehmerfelder und nur die Spitze aus den großen Wettbewerben waren am Start. Das Ergebnis waren konzentrierte Wettkämpfe mit unmittelbarer Spitzenkonkurrenz. Dazu zählten in Budapest unter anderem der norwegische Mittelstreckenstar Jakob Ingebrigtsen und der Stabhochsprung-Weltklasseathlet Mondo Duplantis.
Ingebrigtsen gewann die 5.000 Meter der Männer in 12:59,24 Minuten, ein bemerkenswerter Auftritt nach einer Achillessehnen-Operation sieben Monate zuvor. Mondo Duplantis sicherte sich erwartungsgemäß den Sieg im Stabhochsprung mit einer Höhe von 6,20 Metern, ohne jedoch einen neuen Rekord zu erzielen. Auch weitere Spitzenathletinnen und -athleten prägten den ersten Wettkampftag.
Ergebnisse im Überblick
- Jakob Ingebrigtsen – 5.000 m: 12:59,24
- Mondo Duplantis – Stabhochsprung: 6,20 m
- Yaroslava Mahuchikh – Hochsprung: 1,99 m
- Merlin Hummel – Hammerwurf: 81,46 m
- Keely Hodgkinson – 800 m (Halbfinale): erfolgreich für das Finale qualifiziert
| Wettkampf | Sieger | Leistung |
|---|---|---|
| 5.000 m (M) | Jakob Ingebrigtsen | 12:59,24 |
| Stabhochsprung (M) | Mondo Duplantis | 6,20 m |
| Hochsprung (W) | Yaroslava Mahuchikh | 1,99 m |
| Hammerwurf (M) | Merlin Hummel | 81,46 m |
Für die Leichtathletik-Szene in Deutschland ist der Erfolg von Merlin Hummel von Bedeutung: Ein Sieg auf internationalem Parkett unterstreicht die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Athleten auch in einem eng besetzten Feld. Der Hammerwurf bleibt eine Disziplin, in der deutsche Werferinnen und Werfer traditionell erfolgreich sind; Hummels Leistung reiht sich in diese Entwicklung ein.
Bedeutung des Formats für Athleten und Publikum
Das Konzept der ‚Ultimate Championship‘ zielt darauf ab, Spitzenwettkämpfe kurz und kompakt zu präsentieren und dadurch Spannung zu bündeln. Für Athletinnen und Athleten bedeutet das weniger Vorläufe, dafür direkte Duelle gegen die Besten. Für Zuschauerinnen und Zuschauer, auch in Siegen und der Region, könnten solche Formate künftig interessante Ergänzungen zum klassischen Wettkampfkalender darstellen.
„Die erste Ausgabe zeigte, dass ein kompaktes, hochklassiges Format funktionieren kann“, so die zusammenfassende Bewertung der Veranstaltung.
Konkrete Auswirkungen auf den nationalen Wettkampfkalender oder die Vorbereitung deutscher Athletinnen und Athleten auf kommende Großereignisse lassen sich aus dieser ersten Ausgabe nur bedingt ableiten. Allerdings bietet der Wettbewerb zusätzliche Chancen für Spitzenathleten, sich außerhalb der etablierten Meetings zu messen und Form zu überprüfen.
Für Sportbegeisterte in Siegen bleibt die Beobachtung internationaler Auftritte wie jene von Merlin Hummel interessant: Sie geben Hinweise auf die Entwicklung deutscher Talente und liefern Orientierung für die heimische Leichtathletikarbeit, Trainer- und Vereinsarbeit sowie für das Interesse am Spitzensport in der Region.