Fotokunst in der Klinik: „Regenbogenmomente“
In der Kinder- und Jugendklinik des Universitätsklinikums Erlangen sind seit Kurzem Fotografien der Fürther Künstlerin Sabine Deifel zu sehen. Unter dem Titel „Regenbogenmomente“ zeigt die Ausstellung Aufnahmen von Seifenblasen, die Deifel mit der Kamera in teils surrealen Farbräumen einfängt. Die Bilder sollen die Fragilität und zugleich die Leichtigkeit des Lebens thematisieren und richten sich gleichermaßen an Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Konzept und Arbeitsweise
Deifel, die ursprünglich Goldschmiedin ist und Kunst- und Bühnenmalerei studiert hat, kam vor einigen Jahren zur Seifenblasenfotografie. Ausgangspunkt war demnach ein privater Anlass: Fotos von Seifenblasen, die ihr nach einem Kindergeburtstag gezeigt wurden, weckten Interesse an der besonderen Licht- und Formwirkung dieser zarten Gebilde. Seither entwickelt sie ihre Motive weiter, formt die Blasen mit eigens hergestellter Lauge und einfachen Hilfsmitteln wie holzähnlichen Röhrchen und sucht für ihre Aufnahmen häufig naturnahe Orte wie Flussufer und Wälder auf.
Wirkung auf die Klinikgemeinschaft
Die Resonanz in der Kinderonkologie ist laut Klinikleitung durchweg positiv. Dr. Markus Metzler, Leiter der Kinderonkologie, berichtet, dass sowohl die jungen Patientinnen und Patienten als auch Erwachsene die Fotografien ansprechend fänden. Besonders die Kombination aus farblicher Vielfalt und der kurzlebigen Erscheinung der Seifenblasen scheine Berührungen auszulösen.
„Wir werden sehr oft auf die Fotografien angesprochen – die Resonanz ist groß und durchweg positiv.“
Warum die Klinik als Ausstellungsort?
Die Initiative, die Aufnahmen in der Kinderonkologie zu zeigen, geht auf einen Hinweis einer Kollegin zurück, die selbst bereits Ausstellungen in der Klinik organisiert hatte. Für Deifel ist dabei die Zugänglichkeit wichtig: Die Motive sollen Menschen aller Altersgruppen ansprechen und Momente der Leichtigkeit bieten, auch in einem Umfeld, das von Krankheit und Unsicherheit geprägt sein kann.
Schnelligkeit und Zufall als künstlerisches Prinzip
Technisch erfordert die Fotografie der Seifenblasen besondere Bedingungen: Die Objekte entstehen oft nur kurzzeitig und müssen innerhalb weniger Sekunden dokumentiert werden. Deifel betont, dass genau diese Vergänglichkeit den Reiz ihrer Arbeit ausmache. Die Kamera ermögliche es, den flüchtigen Augenblick festzuhalten und ihm visuelle Dauer zu verleihen.
- Künstlerin: Sabine Deifel (Fürth)
- Ausstellungstitel: „Regenbogenmomente“
- Ort: Kinder- und Jugendklinik des Universitätsklinikums Erlangen
- Thema: Seifenblasenfotografie – Vergänglichkeit und Leichtigkeit
- Reaktion: Positive Resonanz von Patientinnen, Angehörigen und Klinikpersonal
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Technik | Fotografie von selbst geformten Seifenblasen mit eigens hergestellter Lauge |
| Motivorte | Naturnahe Plätze wie Flussufer, Seen und Wälder, häufig in Morgen- oder Abendlicht |
| Ausgangspunkt | Inspiration durch Fotos von Seifenblasen nach einem Kindergeburtstag |
Für die Klinik bedeutet eine solche Ausstellung mehr als nur dekorative Aufwertung. Kunstangebote können in der Patientenbetreuung unterstützend wirken, indem sie Ablenkung, Gespräche und emotionalen Halt bieten. In Erlangen ergänzt die Präsentation der „Regenbogenmomente“ bestehende Bemühungen, Krankenhausräume freundlicher und ansprechender zu gestalten.
Ob und wie lange die Arbeiten in der Kinderonkologie gezeigt werden, wurde nicht näher spezifiziert. Die Ausstellung hat jedoch bereits jetzt Besucherinnen und Besucher angesprochen und eine Diskussion über die Rolle von Kunst im medizinischen Alltag angestoßen.
Bei Interesse an Besuchen oder Führungen empfiehlt es sich, direkt mit der Kinder- und Jugendklinik des Universitätsklinikums Erlangen Kontakt aufzunehmen, um Öffnungszeiten und Zugangsregelungen zu klären.